Rauschmittel

Nina Schnell, Tuesday, 16.02.2016, 13:09 (vor 3834 Tagen)

Bei mir wird als Grund immer Alkohol genannt. Ist Mariuhana harmloser im Bezug auf Epilepsie als Alkohol?

Rauschmittel

keki, Tuesday, 16.02.2016, 15:21 (vor 3833 Tagen) @ Nina Schnell

Meinst du damit, dass Alkohol bei dir Anfälle auslöst und du auf der Suche nach einer Ersatzdroge bist???? Korrigier mich bitte, wenn ich dich falsch verstanden hab!

Rauschmittel

Nina Schnell, Tuesday, 16.02.2016, 16:20 (vor 3833 Tagen) @ keki

Ich bin nicht auf der Suche nach einer Ersatzdroge nein. Ich trinke häufig und rauche ab und zu Gras. Nach letztem Samstag einer Anfallsserie möchte ich auf Alkohol verzichten und mich interessiert es deshalb rein hypothetisch ob oder wie schädlich Gras bei Epileptikern ist. Bei THC Gegnern frage ich nicht nach. Jeder darf seine Meinung haben aber ich frage nicht nach Anti THClern sondern nach Erfahrungen und Insiderwissen. Danke:)

Rauschmittel

heinzpeter, Tuesday, 16.02.2016, 16:52 (vor 3833 Tagen) @ Nina Schnell

Hi, ich kann dir hier keinen Rat geben - nur den: Schau selbst mal im Internet nach (Hab ich selbst gerade getan) da steht viel drin, was Dir weiterhelfen könnte.

Rauschmittel

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 16.02.2016, 18:21 (vor 3833 Tagen) @ Nina Schnell

Ich bin nicht auf der Suche nach einer Ersatzdroge nein. Ich trinke häufig und rauche ab und zu Gras. Nach letztem Samstag einer Anfallsserie möchte ich auf Alkohol verzichten und mich interessiert es deshalb rein hypothetisch ob oder wie schädlich Gras bei Epileptikern ist.

Es gibt keine Pauschalantwort auf die Frage, welches Rauschmittel bei Epilepsie problematischer ist, weil Epilepsien sehr individuell sind. Der eine verträgt soviel wie jeder andere, für den nächsten kann ein Schnapsstamperl Bier zu viel sein.
Außerdem beeinflussen unterschiedliche Substanzen die Verstoffwechslung verschiedener Antiepileptika unterschiedlich, was auch zu Problemen führen kann.

Ich persönlich würde an Deiner Stelle einfach die Häufigkeit und Menge, die Du trinkst und rauchst, erst einmal auf 0 runterschrauben, damit Du siehst, wie oft Du überhaupt Anfälle hast, wenn Du nix von beidem nimmst. Wenn Du dann irgendwann wieder etwas in kleinen Mengen trinkst, hast Du dann immerhin einen guten Vergleich, ab welchem Punkt es für Dich problematisch wird - und auch ein Gefühl dafür, ob es Dir das Risiko wert ist.

P.S.: Ich empfehle Dir, den Admin zu bitten, Deinen Klarnamen (so hört sich zumindest Dein Nickname für mich an) in ein Pseudonym abzuändern. Epi sollte man im Internet besser anonym behandeln.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Rauschmittel

Nina Schnell, Wednesday, 17.02.2016, 09:44 (vor 3833 Tagen) @ huge88

danke für den Tipp. Ich finde nicht dass man Epi anonym behandeln muss. Zu dem Thema kann ich euch das Buch `Panthertage´von Sarah Elise Bischof empfehlen.

Rauschmittel

mezeg, München, Wednesday, 17.02.2016, 10:26 (vor 3833 Tagen) @ Nina Schnell

Ich finde nicht dass man Epi anonym behandeln muss.

Ich habe mit etwas Zeit gelernt, bei bekannten Personen und Kontakten es nicht mehr "unbedingt" zu verheimlichen. Allerdings reizt es mich desöfteren, wenn ein gutgemeintes "Wie geht es Dir?" wohl darauf zielt. Auch wenn es nicht direkt angesprochen wird. Bei vielen habe ich das Gefühl nun nur über die Epilepsie definiert zu werden, nicht mehr über meine früheren - und weiterhin bestehenden - Eigenschaften. Heute Abend bin ich bei einem seit langem bekanntes Paar, und rege mich bereits auf. Ich muß darauf rechnen, daß das Thema wieder angesprochen wird. Darum hatte ich deren Geburtstagfeier letzten Samstag - mit dem Grund bereits verplant zu sein - abgesagt. Einzelne Gäste wissen Bescheid und einer davon hätte gewiß das Thema nicht vermieden, dann hätten die Anderen gefolgt.

Wenn Du es also mit Deinem eigenen Namen bereits im Internet preisgibst, könntest Du Dich mit - sicher gutgemeinen - Fragen und sonstigem konfrontiert sehen. Sehr unangenehm, nur noch als Epilepterin zu gelten, lästiges unerforderliches Sonderstatus zu "genießen". Unter einem Pseudonym geht es leichter.

Habe sogar meine Mail-Adresse vom Administrator löschen lassen, weil mir ein Teilnehmer per Mail recht genervt hatte, mir seine Meinung darüber aufzwingen wollte etc. Meine gute Erziehung hatte mich dazu gebracht, ihm zu antworten und er nervte, und nervte immer wieder. Bis ich deutlich wurde.

Vor der Löschung hatte ich aber Mail-Kontakt mit einem anderen Teilnehmer, der ähnliche Argumente hier schreibt. Einfach ein netter unkomplizierter Austausch. Den Namen oder besser gesagt Pseudonym möchte ich hier nicht erwähnen, er wird schon wissen.

Ein weiterer Punkt für mich: mein Name ist hier nicht so üblich, ich wäre leicht telefonisch zu ermitteln... Sollte ich regelmässig meinen auf dem Schoß schlafenden Kater stören und riskieren bei einem komplizierten Strickmuster eine Masche fallen zu lassen? Hier ist es bequemer.

mezeg

P.S. Dieser Pseudonym heißt "Arzt"... bloß nicht in deutscher Sprache...

Rauschmittel

keki, Wednesday, 17.02.2016, 14:38 (vor 3833 Tagen) @ Nina Schnell

Es ist bei Arbeitgebern nicht unüblich, Namen von Bewerbern im Netz zu recherchieren. Wenn ich als Chef bei einem Bewerber Epilepsie, Alkohol und Drogen finden würde, würde ich mir das zweimal überlegen. Auch Versicherungen gucken im Netz gerne mal nach Risiken, die einen Versicherungsausschluss zur Folge haben könnten. Sei vorsichtig mit deinen Daten!

Rauschmittel

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Wednesday, 17.02.2016, 17:26 (vor 3832 Tagen) @ Nina Schnell

Ich finde nicht dass man Epi anonym behandeln muss.

Ich sage nicht generell anonym, ich sage im Internet anonym. Das ist in meinen Augen ein gewaltiger Unterschied. Ich selbst gehe im Alltag sehr offensiv mit meiner Epi um und es gibt nur wenige, die's nicht wissen.
Aber ich behalte gerne die Kontrolle darüber, wer davon erfährt und vor allem wann.

Wenn man z.B. auf Arbeitssuche ist und ein potentieller Arbeitgeber einen googelt, kann das schon reichen, um evtl. nicht vorgeladen zu werden. Wenn man dann den Job hat und gute Arbeit leistet und das irgendwann erzählt, interessiert das hingegen niemanden mehr wirklich.

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Rauschmittel

sandytimmy, Thursday, 18.02.2016, 13:27 (vor 3832 Tagen) @ huge88

Meine Worte
Ich steh dazu, bind es aber auch nicht jedem sofort auf die Nase
Ich erzähle es Leuten mit denen ich mich häufiger bzw länger aufhalte
Und das auch nur damit die nicht auf die Idee kommen nur wegen eines dummen Anfalls einen Notarzt zu rufen

Rauschmittel

Petrus, Saarland, Monday, 07.03.2016, 01:47 (vor 3814 Tagen) @ sandytimmy

Ich war vor 2 Jahren in einer Psychosomatischen Kur weil ich mein ganzes Leben (habe seit meinem 7 Lebensjahr Anfälle Jahrgang 1964)
In der Kur jedenfalls habe ich das erste mal überhaupt mit anderen Menschen außer Familie und echten Freunden darüber geredet.
Als ich damit begann zitterte mein ganzer Körper und ich habe fast kein Wort rausgekriegt.
Ind dieser Terapie lernte ich über diese Krankheit zu reden und habe seitdem auch einigen anderen Menschen denen ich vertraue davon erzählt .
Allerdings ist Epi keine Krankheit so nach dem Motto ich hab Rücken oder Zucker oder Bludhochdruck wie oft wird man gefragt na wie geht es dir und da es mir in den letzten 6 Monaten scheisse geht sorry ist aber so hab ichauch immer ehrlich geantwortet und sagte scheisse gehts mir aber glaubt nicht dass dann mal Nachgefragt wird. Meine EMPFEHLUNG als Epi diszipliniert leben kein Alohol keine Drogen genügend Schlaf ( gelingt mir immer weniger) deshalb kann ich die Frage welche Droge Alternatief aber so was von überhaupt nicht verstehen und will auch dazu nix mehr sagen. LG Petrus eins noch ANONYM IST BESSER

Rauschmittel

sandytimmy, Monday, 07.03.2016, 09:49 (vor 3814 Tagen) @ Petrus

Ich halt anonym auch für besser
Weil
- man soll mit, nicht für die Erkrankungen leben
- wen interessiert es?
- viele die noch nie mit Anfällen zu tun hatten, tun so als wäre epi gleich geistige Behinderung , mangelnde Intelligenz, wildes rumgezappel, Pflege bzw betreuungswürdig usw. Das übliche öffentliche Bild
- Gerade bei Arbeitgebern ist man oft automatisch zweite Wahl selbst zu anfallsfreien Zeiten . Oft nicht immer. Einfach aus Angst oder Unwissenheit
..-sobald einer dabei ist der davon weiß brauch man auch nicht befürchten dass irgendwer einen Arzt ruft
- Es wirkt auch so als würde man im Selbstmitleid versinken wenn man es direkt im zweiten Satz jedem erzählt
- Gerade im Smalltalk mit fremden z.B. Im Bus oder fitnesscenter wollen die fremden meist nicht wirklich wissen ob man irgendein wehwehchen hat, denen fällt oft bloß kein besseres Thema zum Einstieg eines Gesprächs ein wie"wie geht's ihnen" oder das Wetter

Also dazu stehen aber nicht jedem direkt auf die Nase binden

Rauschmittel

chrissie, Monday, 07.03.2016, 12:37 (vor 3814 Tagen) @ sandytimmy

ich binde es auch nicht jedem auf die Nase.
"viele die noch nie mit Anfällen zu tun hatten, tun so als wäre epi gleich geistige Behinderung , mangelnde Intelligenz, wildes rumgezappel, Pflege bzw betreuungswürdig usw. Das übliche öffentliche Bild"
Aber gerade, damit dieses dumme Bild über Epilepsie von Nichtwissenden abgeschafft wird, spreche ich mit Bekannte, Freunden und Verwandten drüber, wenn es um das Thema Gesundheit geht und andere aufgrund eines abgebrochenen Fingernagels eine Einweisung in die Psychiatrie brauchen. Ich sage auch immer, dass es mir gut geht, obwohl ich mehrere chron. Erkrankungen habe, die mir 90% GdB und G einbringen, dazu ständige Schmerzen, aber es gibt viel schlimmere Erkrankungen.
Wie soll über Epilepsie aufgeklärt werden, wenn Betroffene es nicht machen? Die Medien machen es leider nicht.
Meine Chefs, meine Ärzte u. mein Bekanntenkreis etc. haben mich noch nie als geistig behindert, mit mangelnder Intelligenz etc. hingestellt. Ganz im Gegenteil, ich weiß, was ich kann und das rechnet mir auch jeder hoch an, auch meine Chefs usw.

Allerdings ist es natürlich richtig, dass man im Internet anonym bleiben sollte.