Anfälle nur “in Sicherheit“?

lyrella, Sunday, 06.03.2016, 00:18 (vor 3815 Tagen)

Guten Abend alle zusammen :)
ich hatte die letzten Tage wieder in Bezug auf die Anfälle eine sehr anstrengende Zeit hinter mir. Während der Menstruation hatte ich viele auren und fühlte mich elend... in der Schule hatte ich dann wieder auren und irgendwann musste ich mich trotz anstrengung alles zu unterdrücken und irgendwie auszuhalten doch hinlegen. Kurze Zeit später hatte ich dann zwei Anfälle die je 2 Minuten gingen. Danach war ich schläfrig, mir war extrem kalt und ich war schwach. Am nächsten Tag Muskel Kater gehabt.
Nun meine Frage: kann es sein dass mein Hirn sich quasi zusammen reißt und erst krampft wenn ich sicher auf dem Boden liege? Oder geht das nicht? Sind alle Anfälle immer überraschend da?

Anfälle nur “in Sicherheit“?

Maarkus, Sunday, 06.03.2016, 13:09 (vor 3815 Tagen) @ lyrella

Hallo ,

Da solltest du am besten einen Neurologen fragen.
Aber so wie ich es verstanden habe (verbessere mich, falls ich falsch liege), bist du großen Belastungen und Stress ausgesetzt. Ich kann dazu jetzt nur meine Meinung äußern.
Ich denke, es könnte durchaus einen Zusammenhang geben. Natürlich ist Stress gefährlich und ich denke, wenn du lange Stress ausgesetzt bist und dich dann erholst,hinlegst und entspannst, dass sich das Gehirn denkt "Endlich Zeit zum Krampfen" o.ä. Wäre so meine Idee. Es kann natürlich auch sein, dass das keinen Zusammenhang hat mit dem, was ich denke.
Bist du oft großem Stress und Belastungen ausgesetzt? Und hast du mal beobachtet, ob sich die Anfälle verringern, wenn du eine längere Zeit nicht unter Stress stehst?

Liebe Grüße

Maarkus

Anfälle nur “in Sicherheit“?

lyrella, Sunday, 06.03.2016, 14:22 (vor 3815 Tagen) @ Maarkus

Stress nur im Bezug auf die anfall auslösende Ursache, also die menstruation... die Zeit ist immer sehr anstrengend weil ich wieder viele Anfälle und auren hab dort. Ich zwinge mich aber immer weiter dem Alltag nachzugehen dann.. bspw. Hat es mich am Dienstag morgen da hatte ich die mens gerade, beim Einstieg in den Bus rückwärts fast raus weil ich getaumelt bin und meine Aura hatte, allgemein befinden auch nicht gut war... mein Gleichgewicht ist immer im Eimer in der Zeit... immer wenn es Auslöser gibt wir auch zu wenig schlaf etc. Der ausstieg aus dem Zug war ebenfalls schwer im bezug auf taumeln... jetzt da es vorbei ist merke ich direkt das es wieder aufwärts geht ich fühle mich gut und weder auren noch Anfälle...
Ich hab angst das der neuro mich damit als psycho abgestempelt werde... weil ich ja nicht umgekippt bin etc und er vielleicht denkt ich würde es simulieren oder alles psychogene Anfälle... Ich hab angst davor wieder in die Psycho Schublade zu kommen :(

Anfälle nur “in Sicherheit“?

mezeg, München, Sunday, 06.03.2016, 15:39 (vor 3814 Tagen) @ Maarkus

bei mir ist es wohl vom Neurologen offiziell bestätigt: "überhöhte Stressanfälligkeit, Anfälle in der Relaxe-Phase".

Läßt manchmal ein Bißchen Zeit, in "Deckung" zu gehen.

mezeg

Anfälle nur “in Sicherheit“?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 06.03.2016, 18:28 (vor 3814 Tagen) @ lyrella

Nun meine Frage: kann es sein dass mein Hirn sich quasi zusammen reißt und erst krampft wenn ich sicher auf dem Boden liege? Oder geht das nicht? Sind alle Anfälle immer überraschend da?

Es gibt Menschen (dazu zähle ich auch), bei denen die Krampfbereitschaft bei z.B. raschem Anspannungsabfall erhöht ist.

Wenn wir gestresst sind, unter Anspannung stehen, schüttet unser Körper einen enormen Hormoncocktail aus, der alles in unserem Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Unsere Atmung beschleunigt sich und wenn wir uns nicht gleichzeitig mehr bewegen, steigt unser Sauerstoffspiegel im Blut an (Hyperventilation), was mit einem erhöhten pH-Wert des Blutes einhergeht. Das sind alles Faktoren, die unsere Nervenzellen und damit die Krampfbereitschaft beeinflussen und bei manchen wie ein kurzzeitiger Puffer wirken können, während es bei anderen einen Anfall auslöst.
Wenn wir uns entspannen, passieren die entsprechenden Gegenreaktionen. Auch so etwas kann die Anfallsbereitschaft beeinflussen. Und der rasche Abfall von An- zu Entspannung kann genauso ein potentieller Faktor sein.

Es gibt einige wenige Leute, die können deshalb auch mit Biofeedbacktraining lernen, einen Teil Ihrer Anfälle abzumildern oder manche aufzuhalten.

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Anfälle nur “in Sicherheit“?

lyrella, Monday, 07.03.2016, 06:30 (vor 3814 Tagen) @ huge88

Also dann hab ich es in gewisser Weise in der Hand ob ich Anfälle bekomm oder nicht... würde ich mich nicht hinlegen käme in der Situation auch keiner? Aber ich weiß nicht.. bei den auren da weiß ich nicht ob ich es packen würde nicht hinzuliegen... wenn der Anfall dann da war geht es mir immer besser, aura ist weg etc.
Was soll ich dann tun? Notfall Medikament?

Anfälle nur “in Sicherheit“?

chrissie, Monday, 07.03.2016, 12:47 (vor 3814 Tagen) @ lyrella

wir haben es bestimmt nicht immer selber in der Hand, ob wir einen Anfall bekommen oder nicht. Wenn ich z.B. eine Aura habe, kann ich durch bewusstes Atmen (autogenes Training) versuchen, den komplex fokalen Anfall zu unterdrücken. Das funktioniert aber leider nicht immer. Manchmal ist die Aura auch so kurz, dass ich gar nicht mehr großartig handeln kann, dann bin ich eben mehrere Minuten weg, mal mit, mal ohne Sturz. Was man in der Hand hat, ist, dass man regelmäßig die Medikamente nimmt, regelmäßiger Schlaf und keinen/wenig Alkohol, keinen/wenig Stress ist bei einigen auch wichtig.

Anfälle nur “in Sicherheit“?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Monday, 07.03.2016, 18:10 (vor 3813 Tagen) @ lyrella

Also dann hab ich es in gewisser Weise in der Hand ob ich Anfälle bekomm oder nicht... würde ich mich nicht hinlegen käme in der Situation auch keiner?

Das habe ich nicht gesagt. *Seufz* Hab ich momentan nur Pech oder drücke ich mich auf einmal unklar aus? Wäre über eine Antwort sehr dankbar.

Ich hab lediglich versucht zu erklären, wie es dazu kommt, dass manche Menschen Anfälle bevorzugt in z.B. einer Entspannungsphase haben. Das heißt nicht, dass Du ohne "hinlegen" nicht vielleicht trotzdem welche hättest.

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Anfälle nur “in Sicherheit“?

lyrella, Tuesday, 08.03.2016, 09:17 (vor 3813 Tagen) @ huge88

Ich wollte dich nicht angreifen oder so :-) ich hab nur eine Frage Gestellt die dich nicht angreifen sollte ich entschuldige mich echt wenn es falsch rüber kam :( das wollte ich nicht :( du hast dich gut ausgedrückt dennoch hatte ich die Frage die aber nicht böse gemeint war :)
Tut mir leid huge :)

Anfälle nur “in Sicherheit“?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 08.03.2016, 19:08 (vor 3812 Tagen) @ lyrella

Ich wollte dich nicht angreifen oder so :-) ich hab nur eine Frage Gestellt die dich nicht angreifen sollte ich entschuldige mich echt wenn es falsch rüber kam :( das wollte ich nicht :( du hast dich gut ausgedrückt dennoch hatte ich die Frage die aber nicht böse gemeint war :) Tut mir leid huge :)

Kein Grund Dich zu entschuldigen. Ich finde es nur wichtig, dass wir in diesem Forum die Dinge so formulieren, dass wir Außenstehenden oder Neulingen kein falsches Bild vermitteln. Darum ist es für mich wichtig, Feedback zu haben, dass da nix falsches reininterpretiert werden kann - und dementsprechend "Schrei" ich gleich auf, wenn ich etwas lese, bei dem ich das Gefühl habe, jemand hat mich missverstanden oder ich habe etwas missverständlich formuliert.

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Anfälle nur “in Sicherheit“?

lyrella, Wednesday, 09.03.2016, 15:03 (vor 3811 Tagen) @ huge88

Achso dann ist gut :-)