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Medina, Saturday, 04.06.2016, 11:04 (vor 3725 Tagen)
Guten morgen forum Freunde,
Hat jemand Erfahrungen mit 1 jährigen Fahrverbot?
Nach der Operation habe ich schriftlich vom Krankenhaus/Ärzte aus 1 Jahr fahrverbot bekommen.
Selbstverständlich geht Sicherheit vor, nun warum wird 1 Jahr fahrverbot empfohlen ? wenn man 5 Monate schon anfallsfei ist und der operativer Eingriff hat immerhin 80% Anfallsfreiheit versprochen.
Kann man die Fahrverbot Zeit verkürzen? Jemand mal ausprobiert?
Mfg
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sandytimmy, Saturday, 04.06.2016, 11:57 (vor 3725 Tagen) @ Medina
Ein Jahr ist ein Wert der aus Erfahrungen festgelegt wurde
Ich hatte einige Zeit in der kindergartenzeit 2-3 Anfälle im Jahr
Daher merkt man dass vier Monate nicht reichen , ganz abgesehen davon dass ich eh zu klein war
Kann ja sein dass du zu denen gehörst die weiterhin Anfälle bekommen aber sehr selten , weiß man nicht
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Medina, Saturday, 04.06.2016, 13:00 (vor 3725 Tagen) @ sandytimmy
Hallo sandyTimmy, als Kind kriegt man Anfälle teilweise nicht mit. Da hast du Recht. Was für Anfälle hast du bzw EpilepsieArt?
Operativ kann man heutzutage Epilepsie heilen.
Daher wurde es mir eine Operation empfohlen und bin glücklich das es gut geklappt hat.
Ich darf sogar nach einem Jahr Tabletten komplett ausschleichen.
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Green, Saturday, 04.06.2016, 13:25 (vor 3725 Tagen) @ Medina
Hallo Medina
Operativ kann man heutzutage Epilepsie heilen
Das ist so nicht richtig
Wenn du das so schreibst in einem Forum machst du anderen Hoffnung die das lesen.
Mit Sicherheit einen teil der Epilepsie kann man damit heilen.
Andere bekommen z.b. eine Epilepsie durch eine Operation am Hirn wegen was anderem ..als folge der Narbe....die Anfälle.
Gruss Green
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Medina, Saturday, 04.06.2016, 13:44 (vor 3725 Tagen) @ Green
Das stimmt green ,hab mich falsch ausgedrückt.
Es gibt manche Epilepsie Arten die gut operierbar sind und einige gar nicht.
Nicht alle Arten sind damit betroffen.
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sandytimmy, Saturday, 04.06.2016, 22:16 (vor 3724 Tagen) @ Medina
Liebe Medina
Bin 38 und habe komplex fokale Anfälle seit inzwischen 36 Jahren, 2 im Monat und austherapiert
War auch schon zur prächirurgischen Diagnostik
Habe für mich aber das Thema ausgeschlossen da man bei mir den Bereich des kurzzeitgedächtnis entfernen würde.
So einen Zustand hatte ich unter Zonegran. Da frag ich z.b. Meinen Sohn was er auf sein Brot will, und bis ich in der Küche bin wusste ich es nicht mehr.
Dann lieber Anfälle
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Medina, Sunday, 05.06.2016, 19:40 (vor 3723 Tagen) @ sandytimmy
Hallo sandytimmy, nun jeder Mensch bzw Gehirn ist verschieden. Finde gut dass Du damit klar kommst.
Hoffnung Soll da sein.
Viele wurden erfolgreich operiert bei komplexen fokalen Anfällen. Nun man hofft dass es mir auch der Fall ist:)
wo wurdest du operiert?
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Medina, Sunday, 05.06.2016, 19:42 (vor 3723 Tagen) @ sandytimmy
UPS tut mir leid sandytimmy, du wurdest nicht operiert. In welchem Krankenhaus warst du?
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sandytimmy, Monday, 06.06.2016, 10:42 (vor 3723 Tagen) @ Medina
Ich war in Bonn und hab eine 80% Heilungschance
Ich hab so schon ein schlechtes kurzzeitgedächtnis, noch schlechter wäre schlimm. Bin ja nicht doof, hab Abitur gemacht. In so einem Zustand kann man sich selbst beim "verblöden" zugucken
das merkt man deutlicher als wenn der intellekt von Haus aus miserabel ist
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chrissie, Monday, 06.06.2016, 10:46 (vor 3723 Tagen) @ Medina
Hallo Medina,
ich war nach meiner OP 20 Jahre anfallsfrei, ohne Medis hätte ich aber leichte Anfälle bekommen. Nach 20 Jahren sind dann wieder dyskognitive Anfälle und vermehrt Auren aufgetreten. Das 4. Medikament wirkt jetzt wieder nicht, also bin ich wieder therapieresistent. Du siehst an meinem Fall, dass von Heilung nicht die Rede sein kann. Nach der OP haben die Medikamente geholfen und das war schon ein großer Erfolg. Wenn es möglich wäre, würde ich die OP wieder durchführen lassen.
Mit dem Kurzzeitgedächtnis hat es bei mir nach der OP keine Probleme gegeben, trotz dass ein Bereich im Temporallappen entfernt wurde, der dafür wichtig ist. Das Gute ist, dass das Gehirn 2 von diesen Bereichen hat und man einen fürs Kurzzeitgedächtnis benötigt. Darüber müsste dich dein Neurologe eigentlich gut aufklären können.
Nach meiner OP war mein Kurzzeitgedächtnis sogar besser!
Mit dem Fahrverbot hat das schon seine Richtigkeit. Da kann ich auch nur jedem raten, sich dran zu halten, was die Ärzte sagen/schreiben und dem Arzt gegenüber ehrlich zu sein, was Angaben über Anfälle betrifft. Es sind schon schwere Unfälle passiert, mit tödlichen Ausgang für Aussenstehende, wo Menschen im Anfall in Menschenmengen gefahren sind! Bei diesen Verursachern war die Epilepsie aber bekannt!
Ich wünsche alles Gute
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Medina, Tuesday, 07.06.2016, 08:45 (vor 3722 Tagen) @ chrissie
Guten Tag chrissie, dein Beitrag ist super klar und deutlich formuliert;) du hattest 80% Chancen auf Anfallsfreiheit und immerhin warst du 20 Jahre anfallsfrei. Damit gibts du vielen eine Hoffnung..
Zu den Kurzzeitgedächtnis: es hat sich bei mir auch verbessert nach der Operation, kann ich dir ebenfalls zustimmen.. mir fällt das lernen leichter und kann mich besser an Ereignissen er erinnern..
Welche Tabletten nimmst du zur Zeit?
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chrissie, Wednesday, 08.06.2016, 14:31 (vor 3720 Tagen) @ Medina
Briviact nehme ich, 150-0-150mg, leider ohne Wirkung auf die Anfälle, nur Nebenwirkungen
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Green, Wednesday, 08.06.2016, 21:37 (vor 3720 Tagen) @ chrissie
Hallo chrissie
wenn des Medikament nicht hilft ...Du nur Nebenwirkungen hast... warum läst Du es nicht Weg ?
Gruss Green
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chrissie, Thursday, 09.06.2016, 01:17 (vor 3720 Tagen) @ Green
hallo Green,
soll ich schwere Anfälle durchs Weglassen riskieren? Nein danke, das ist der nächste Schritt, aber stationär, damit der Epileptologe dyskognitive Anfälle oder Grand mals im Intensiv-Monitoring und im SPECT erfassen kann. Das mache ich bestimmt nicht zuhause ohne medizinische Aufsicht. Hab ich vor ca. 25 Jahren mal gemacht, da bekam ich schwere Anfälle, bei einem wurde ich in eine Klinik gebracht, der muss sehr stark gewesen sein. Mindestens 20 Minuten hat er gedauert, mit Infusion und Sauerstoffmaske bin ich wieder zu mir gekommen.
Bist du nie aufgeklärt worden von deinem Epileptologen, dass wir ein Medikament nicht einfach absetzen darf, auch wenn es kaum Wirkung hat u nur Nebenwirkungen?
Das hat schon seinen Grund, dass man beim Medikamentenwechsel das eine langsam ausschleichen und das neue langsam eindosieren muss.
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Green, Thursday, 09.06.2016, 20:56 (vor 3719 Tagen) @ chrissie
Hallo Chrissie
Briviact nehme ich, 150-0-150mg, leider ohne Wirkung auf die Anfälle, nur Nebenwirkungen
...auf diese Aussage von Dir habe ich reagiert.
Gruss Green
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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Wednesday, 08.06.2016, 16:09 (vor 3720 Tagen) @ Medina
Selbstverständlich geht Sicherheit vor, nun warum wird 1 Jahr fahrverbot empfohlen ? wenn man 5 Monate schon anfallsfei ist und der operativer Eingriff hat immerhin 80% Anfallsfreiheit versprochen.
1 Jahr entspricht den Gutachterleitlinien.
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
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Chris, Traunstein- Oberbayern, Monday, 27.06.2016, 14:31 (vor 3701 Tagen) @ Medina
Guten morgen forum Freunde,
Hat jemand Erfahrungen mit 1 jährigen Fahrverbot?
Nach der Operation habe ich schriftlich vom Krankenhaus/Ärzte aus 1 Jahr fahrverbot bekommen.
Selbstverständlich geht Sicherheit vor, nun warum wird 1 Jahr fahrverbot empfohlen ? wenn man 5 Monate schon anfallsfei ist und der operativer Eingriff hat immerhin 80% Anfallsfreiheit versprochen.
Kann man die Fahrverbot Zeit verkürzen? Jemand mal ausprobiert?
Mfg
Früher waren es 2 Jahre.
Es muss 100%ig sicher sein.
80 reichen da nicht.
Es wäre verantwortungslos sich hinters Steuer zu sitzen
LG Chris
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Medina, Monday, 27.06.2016, 15:02 (vor 3701 Tagen) @ Chris
Das stimme ich dir zu Chris, Sicherheit geht vor..
7 Monate müsste ich noch gedulden.
Ich schleiche zur Zeit Antiepileptika aus, während diesen Entzug kann man je kein Auto fahren.
Danke für den Antowrt
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Gilmore1612, Sunday, 16.10.2016, 22:51 (vor 3590 Tagen) @
Medina
bearbeitet von Gilmore1612, Sunday, 16.10.2016, 22:55
Hallo, ihr Lieben.
War längere Zeit nicht hier und gestern hat sich zum ersten Mal der Ausbruch meiner Epilepsie gejährt. Bin eingestellt auf Lamotrigin und war bisher anfallsfrei. Da ich am 23.10.15 noch 2 Anfälle hatte, gilt mein Verbot noch eine Woche und dann ist es geschafft. Ich darf offiziell wieder Autofahren und bin eigentlich total happy darüber, endlich wieder ein Stück Freiheit zurück zu bekommen. Aber innerlich bin ich auch total nervös. Heute waren wir auf einem Parkplatz und ich hab mein neues Auto ausprobiert. Es war, als hätte ich nie aufgehört zu fahren. Am meisten ängstigt mich der Gedanke, alleine zu fahren, bzw. mit meinen Kids. Ich glaube, huge oder Green hatte mir mal geschrieben, hab Vertrauen und denk nicht zu angestrengt drüber nach. Ich bin halt ein Sicherheitsliebender Mensch und verantwortungsbewusst, teilweise zu akribisch, möchte keinen in Gefahr bringen. Kürzlich hat ein Neurologe noch zu mir gesagt, eine Garantie werden Sie nicht bekommen, aber je länger man anfallsfrei ist, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit, wieder Anfälle zu bekommen. Ist vllt auch Gewöhnung, wieder Auto zu fahren. Werde mit kleinen Strecken anfangen. Am Anfang wäre ich natürlich froh, jmd. außer den Kids dabei zu haben. Muss die Angst einfach ausschalten. Kopfsache halt. Ich hab schon gelesen, dass es Patienten gibt, die einfach fahren, trotz Fahrverbots. Das wäre für mich nie in Betracht gekommen.
Euch weiterhin viel Glück auf dem Weg in die Anfallsfreiheit und bis bald!