Freiraum eines jungen Erwachsenen bei Epilepsie

Hundini, Wednesday, 08.06.2016, 21:36 (vor 3720 Tagen) @ Sandra1979

Hallo Sandra,

vielen Dank für deine Antwort!
Ich glaube nicht, dass er sich schämt (zum Glück). Seit er bei uns ist steht das Thema Epilepsie zum Glück nicht mehr so stark im Vordergrund. Er sieht, dass auch andere Schüler Anfälle haben und dass das in der Regel nichts "schlimmes" ist. Er erlebt, dass sowohl die betroffenen Schüler als auch die Mitschüler damit routiniert und hilfsbereit umgehen.
Wir haben echt ne tolle Klasse :-)))

An der alten Schule war das aber wohl grundlegend anders! Dafür hat er sich wirklich schon gut gemacht.
Das mit den Freunden ist daher so eine Sache... Aus der alten Schule gibt es wohl niemanden und unser Einzugsgebiet ist relativ groß, so dass das etwas schwierig ist.
Wir haben versucht, die Mutter dazu zu ermuntern ihn zu unterstützen was Treffen mit Freunden angeht, aber ich hatte den Eindruck, sie wiegelt das irgendwie ab :-(

Ansonsten ist deine Situation damals scheinbar seiner heutigen recht ähnlich. Vielleicht warst du etwas renitenter und hast besser für dich gesorgt als er das im Moment tun kan;-)
Hast du gut gemacht würde ich sagen!

Ich glaube, das mit dem Ausgleich-suchen kriegt er ganz gut hin. Er verkrümelt sich einfach und pennt eine Runde, wenn er es braucht. uch auf Klassenfahrten und so, das klappt ganz gut!

Er ist jetzt noch ein weiteres Schuljahr bei uns. Mal sehen, was da noch so passiert. So oder so hat er schon einen großen Schritt nach Vorne gamcht, was den Umgang mit der Eplepsie angeht. Aber es ist schon traurig zu sehen, dass er so unglücklich ist! Das ist ihm glaube ich auch jetzt erst aufgefallen, weil er eben bei den anderen Schülern sieht, dass sie nicht so stark eingeschränkt sind. Trotz Epilepsie...
Wahrscheinlich hat er vor zwei Jahren noch gedacht, es ist total normal, dass man bei Epilepsie immer einen Integrationshelfer oder ein Familienmitglied zwei Schritte hinter sich hat ;-)

Vielen Dank,
Hundini


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