Operation und Narbe im Hirn

mezeg, München, Tuesday, 21.06.2016, 09:36 (vor 3708 Tagen) @ Medina

Hallo Medina,

Ein Medizinstudent war bei der OP dabei. Als er ein Paar Tage später die Wunde versorgte, sagte er mir, daß die OP 5 Stunden gedauert hatte und sehr interessant war.

Bei der Vorsprechung war er auch dabei, voller Respekt und Anerkennung meines Neuro-Chirurgen gegenüber. Es war auch eine freundliche quasi freundschaftliche Begegnung. Der Chirurg erklärte ihm die Unterschiede zwischen Renn- und Alltag-/Genußradler, was wir beide sind...

Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Arzt / Chirurg einen 100% Erfolg egal wofür / weswegen versprechen kann. Ein Prozentsatz für Anfallsfreiheit wurde nicht einmal angesprochen. Sowas macht nur Sinn, wenn abwägen werden muß, ob eine OP angebracht wäre. Bereits vor der Entscheidung, nicht gerade am Abend vor der OP.

Bei mir sowieso keine Diskussion. Die Tumor mußte raus und zwar sehr schnell, bevor sie weiter wächst und daher inoperabel wird. Es war nicht sicher, sie vollständig abzuschälen, weil sie eben am Sprachzentrum gefährlich nah lag. Und daß es eben dieses Sprachrisiko gab. OP verweigern? Die Tumor wäre fröhlich weiter gewachsen.

Außerdem bei einem Prozentsatz kommt es darauf an, auf welcher Seite der Grenze man stehen wird. Bei einem Erfolg-Prozentsatz von 80% z.B. heißt es zwangsläufig, daß 20% auf der falschen Seite stehen. Als es rauskam, daß ich doch epileptisch bleibe - wenn auch in anderer Form, war der Chirurg enttäuscht.

Also die Absetzung warten, Ergebnisse - unter Führung des Neurologe - auswerten und erforderliche Anpassung/Änderung in Anspruch nehmen.

mezeg

Nochmals ausdrücklich: ICH BIN KEIN ARZT!


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