Kein Ziel- Schlafebundene Anfälle- Unsicherheit

Maarkus, Saturday, 16.07.2016, 12:15 (vor 3683 Tagen)

Guten Morgen Ihr Lieben,

ich habe sekundär generalisierte ausschließlich an den Schlaf gebundene Epilepsie (ich bekomme die Anfälle also nicht mit, "nur" ein Paar "Nebenwirkungen" im Nachhinein).
Ich bin wie folgt medikamentös eingestellt:

Levetiracetam: 1500-0-200
Lamotrigin: 200-0-200 (wurde vor kurzem erhöht)

(und Schilddrüsenhormone, aber hier eher unwichtig)

Ich war mal 1 Jahr anfallsfrei, dann kamen wieder Anfälle (unter Levi und Lamo), wenn auch nicht mehr so schlimm. Teilweise knapp 1 Minute und keine "Nebenwirkungen" danach. Dann wurde das Lamotrigin erhöht. Hatte davor so 1 Anfall im Monat, tlw. auch nur 1 Anfall in 2 Monaten.
Mein Ziel ist natürlich Anfallsfreiheit.

Meine Epilepsie habe ich seit 2010. Ich hatte zuerst ein anderes Medikament (Ospolot), der reine Horror bei mir!. Mit dem Keppra bin ich sehr zufrieden (gewesen). Meiner Meinung nach und nach der Meinung der Ärzte, hat das Lamotrigin bei mir keine Wirkung bzw. eine schwache Wirkung, ganz genau kann man das nicht sagen. Zum einen ist der Spiegel trotz der hohen Dosis an der untersten Grenze. Zum anderen wurde das Keppra für einen Abend weggelassen, um zu schauen was passiert. Dies erfolgte im KH. Am nächsten Morgen bin ich beim EEG eingeschlafen und da kam der nächste Anfall. Also hat das Lamotrigin meiner Meinung nach keine Wirkung, trotzdem wird es als "Absicherung" erhöht. Manche Ärzte geben mir da recht, andere nicht wirklich bzw. sind sich unsicher.

Ich habe nun den Gedanken, dass das Lamotrigin nicht nur wirkungslos (bei mir!) ist, sondern Anfälle verstärkt (s. Ausschnitt aus Beipackzettel unten)*. Man muss dazu sagen, dass ich unter der Monotherapie mit Levi 1 Jahr anfallsfrei gewesen bin, auch wenn nach diesem Jahr ein Anfall wieder aufgetreten ist.

Ich weiß, dass sich es hier um ein Forum handelt und dass ich mich natürlich auch an einen Arzt wenden muss. Das weiß ich, werde ich auch tun, der nächste Termin ist demnächst. Aber ich denke, Erfahrungsberichte kann man sich mal einholen.


*(Ausschnitt aus Beipackzettel):
"Die Anfälle im Rahmen einiger Formen der Epilepsie können sich gelegentlich
verstärken oder häufiger auftreten, während Sie Lamotrigin Aurobindo einnehmen."
--> Daher mein Verdacht.

Vielen lieben Dank für hilfreiche Rückmeldungen und sorry für den riesen Text :-|

Liebe Grüße

Maarkus

PS: Meine Medikamentenspiegel von der Blutentnahme letzter Woche:
Lamotriging: bei mir--> 4,4 Norm -->0- 14,0
Levetiracetam: bei mir--> 18,9 Norm --> 10,0 - 40,0

Kein Ziel- Schlafebundene Anfälle- Unsicherheit

Maarkus, Saturday, 16.07.2016, 12:32 (vor 3683 Tagen) @ Maarkus

Oh sorry, habe eben bemerkt, dass ich aus Schutzmaßnahmen meine Dosis der Medis gar nicht erwähnen darf.

Entschuldigung dafür nochmal. Jetzt weiß ich ja bescheid.

Kein Ziel- Schlafebundene Anfälle- Unsicherheit

stepl, Tuesday, 26.07.2016, 07:40 (vor 3673 Tagen) @ Maarkus

Ich habe auch Schlafepilepsie

Da die Anfälle nur im Schlaf, damit meistens Nachts auftreten habe ich als erstes bewirkt die Tabletten gegen Mittags wegzulassen. Am Tag bin ich unterwegs und vergesse dabei leicht die Tabletten!
Damit wurde die Dosis zur Nacht erhöht.

Vimpat ist morgens und abends gleich.
Levetiracetam abends 500 Gramm mehr als Morgens

Früher bekam ich morgens, mittags und abends immer die gleiche Dosis.
Ich kam erst in den letzten Jahren auf die Idee, nach der Anfallshäufigkeit zu gehen!
In welchen Zeiten ist die Gefahr am größten, dass es zu Anfällen kommt.


gruss stepl