Stimmungsschwankungen, frustriert, deprimiert, traurig
Hallo,
ich hatte im August 2013 zum ersten mal einen epileptischen Anfall, der damals als Gelegenheitsanfall/provozierten Anfall eingestuft wurde. Es war dann auch alles wieder gut und kam nichts mehr.
Im Oktober 2015 hatte ich dann wieder einen Anfall und hab begonnen Lamotrigin zu nehmen. Am 1.1.2016 hatte ich nochmal einen Anfall. Es wurde festgestellt, dass die Dosis zu niedrig eingestellt war.
Laut meinem Arzt ist sie jetzt passend und ich nehm 300mg Lamotrigin am Tag. Ich hatte seitdem auch keinen Anfall.
Aber ich komm einfach mit der Situation nicht klar. Ich bin 21 und wohne auf dem Land. Es ist furchtbar, dass ich nicht mehr Auto fahren darf. Ich komm nirgends mehr alleine hin und hab ständig das Gefühl anderen zur Last zu fallen. Da ich mit dem Zug zur Uni muss bin ich immer ewig unterwegs und hab nur noch wenig Freizeit.
Gegenüber meinem Freund hab ich ein schlechtes Gewissen, weil er so gut wie immer zu mir fährt und wir wohnen 100 km auseinander momentan.
Außerdem wurde festgestellt, dass meine Anfälle durch zu wenig Schlaf und Schlafverschiebung, sowie schlechte Schlafhygiene ausgelöst werden. Ich kann einfach nicht mehr mit meinen Freunden feiern gehen. Hab immer im Hinterkopf gleich wieder heim zu müssen und dann trotzdem die Angst, dass es nicht früh genug war.
Ich hab Stimmungsschwankungen. An manchen Tagen komm ich einfach nicht klar mit allem. Ich hasse alles, vor allem mich selber und meinen Körper dafür, dass ich das habe.
Ich hasse diese Blicke von anderen Leuten, wenn man ihnen das erklären muss was man hat. Das Mitleid und die blöden Floskeln, dass es wieder wird und und und. Aber keiner kann verstehen, wie ich mich wirklich fühle.
Es versteht einfach niemand. Alle können einfach so sagen, dass es Schlimmeres gibt. und das stimmt ja auch. Aber für mich im Moment einfach nicht. Und es hilft mir auch nicht, dass es schlimmeres gibt.
Ich kann das alles nicht mehr hören. Ich will einfach mein altes Leben wieder zurück, Auto fahren und unabhängig sein, feiern gehen ohne sorgen, wach bleiben solange ich will und so weiter.
Sorry, dass es so viel ist. Ich hoffe einfach mich versteht hier jemand.
ich weiß einfach nicht was ich machen soll dagegen.
liebe Grüße Kati
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