Gehirn Operation

tomtschik, Thursday, 11.08.2016, 16:04 (vor 3656 Tagen) @ mezeg
bearbeitet von tomtschik, Thursday, 11.08.2016, 18:52

Hallo Medina, ich hatte auch eine Meningeom-OP. Vorne rechts saß das Ding, größer als ein Tennisball. Dieser Knubbel hat Gehirnmasse verdrängt und auch die dort sitzenden Hirnareale "unterdrückt", die hier ansässigen Funktionen (bei mir: massiv) gestört. Diese Funktionen wurden (vom Rest meines Gehirns?) notfallmäßig in andere Gebiete des Gehirns verlegt. Auch ich hatte angenommen, das ein Gehirn nach einer solchen OP einfach in das Loch zurückploppt. Macht das blöde Ding aber nicht, das Loch wird von Bindegewebe etc. gefüllt. Die Störungen durch den Druck des Meningeoms sind zwar weg, aber die umgezogenen Funktionen bleiben wo sie sind und werden endgültig "verdrahtet". Und das muss wohl dieser Umbauprozess sein - denn die neu zugezogenen Funktionen müssen sich erst einmal mit den alteingesessenen vertragen (siehe Israel vs. Palästinenser). So habe ich es aus unterschiedlichen Ärzteaussagen zusammengepuzzelt.
Ach ja, die Störungsstelle KANN der Anlass für fokale Epilepsie-Anfälle sein.

Im "Beipackzettel", den ich vor meiner OP unterschrieben hatte, stand (natürlich) auch Epilepsie, und gottlob meine einzige Folgeerscheinung. Fokal, dann generalisiert, GM, in Serie, Notarzt-pflichtig.

Diverse Medikamente, aktueller Stand:
Zentropil 100 mg 2-1,5-2 (mein Liebling)
Keppra 250 0-0-1 (soll ausgeschlichen werden)
Vimpat 1-0-1
Lamotrigin 0-25-75 (soll hoch auf 0-75-75, statt Keppra)

Alle Ärzte wollen von Keppra weg (mich macht es müde), und von Lamotrigin wird mein Mund trocken.


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