EPI =Außenseiter ???

Petrus, Saarland, Thursday, 13.10.2016, 00:21 (vor 3594 Tagen)

Hallo ihr lieben
Ich muss mich mal wieder melden.
Mich interessiert auch immer das Leben mit und durch unsere Krankheit!
Derzeit ist es bei mir recht erträglich wes halb ich mich melde ist folgendes.

Derzeit habe ich Urlaub und mein Sohn Herbstferien und wir verbringen recht viel Zeit miteinander und ich entdecke als Vater natürlich auch eineiige Parelleln zu meiner Jugend womit ich auch schon beim Thema bin.

Die Frage die aufkam war folgende, war bzw. bin Ich so wie ich bin oder wurde ich durch die Krankheit so, was ist "echt" an mir.
Ich weiß das ist schwere Kost aber manchmal muss es halt sein.

Die Sache mit dem Ausgrenzen habe ich in anderen Beiträgen schon beschrieben, dazu nur eins, ich war in meiner Jugend eher der Autseider auch wegen des Disziplinierten Lebens was wir ja führen müssen,sollen,tun,machen, egal welchen Begriff ich wähle ich wisst was ich meine.

Da ich ein Schlafgebundener EPI bin war die Notwendigkeit die "anderen" zu Informieren nicht gegeben.
Also muss die Ausgrenzung durch die "Verbote" die Zwangsläufig Einzug in unser Leben haben ausgelöst worden sein.

Man sollte wissen meine Kindheit war in den 60er -70 er Jahre bin Jahrgang 1964 also in einer recht unaufgeklärten Zeit was EPI angeht.
Also ich denk die ganze Zeit darüber nach wie alles gewesen wäre wenn

Ich Fußball hätte Spielen dürfen
Ich Alkohol getrunken hätte
Ich lange weggehen hätte dürfen
Ich keine Tabletten hätte nehmen müssen
Ich wenn ich all das getahn hätte und vieles mehr wäre mein Leben anders verlaufen.

Nicht dass der falsche Eindruck entsteht ich bin mit meinem Leben absolut zufrieden tolle Frau toller Sohn tolle Arbeit, alles kein Thema und trotzdem kommt immer wieder die gleiche Frage was wäre anders wen ich kein EPI wäre.

Geht es euch ähnlich
Habt ihr auch die Erfahrung der Ausgrenzung erfahren
Wie denkt ihr darüber

Ich wünsch euch eine gute Zeit
Euer Petrus

EPI =Außenseiter ???

mezeg, München, Thursday, 13.10.2016, 14:58 (vor 3593 Tagen) @ Petrus

Hallo,

die Epilepsie hat mich erst vor kurzem erwischt, also bereits als "fertige" Persönlichkeit, soweit man es sagen kann.

Das Grübeln über "Was wäre wenn dies oder jenes nicht / doch passiert wäre?" ist nur verlorene Zeit. Es hätte andere unvorhersehbare Elementen zur Suppe kommen können, positiv wie negativ.

In einem anderen Bereich - wenn auch vollkommen epilepsie-frei geistert mir schon etwas ähnliches im Kopf:

"Was wäre aus mir geworden, wenn ich damals mein Land und meine Familie nicht verlassen hätte, um im Ausland einen Ausländer zu heiraten? Und auch noch intellektuell etwas weniger - euh - na, ja, hast schon verstanden... :-D :-D :-D :-D Der mich auch noch samt Kinder verlassen hat? Wie wäre es sonst geworden? Welchen Beruf hätte ich gehabt? Hätte ich geheiratet? Glücklich oder nicht?" etc. etc.

Außenseiter werde ich erst jetzt, sozusagen Schritt für Schritt. Alte Bekannte ziehen sich diskret zurück, wenn sie von der Epilepsie erfahren, anderen gehe ich von mir aus aus dem Weg, weil ich nicht immer und immer wieder entsprechend angesprochen werden kann. Auch zum Teil meine Schuld.

Und jetzt keine Zeit für "Wie wäre es wenn?", das Wetter ist schön und mein Rad wartet schon...

mezeg

EPI =Außenseiter ???

Green, Thursday, 13.10.2016, 16:36 (vor 3593 Tagen) @ mezeg

Hallo Mezeg

:-) :-) :-) :-) :-)

hats Rad fahren Spass gemacht? Meins wurde heute repariert und endlich gehts wieder richtig.

Gruss Green

EPI =Außenseiter ???

mezeg, München, Thursday, 13.10.2016, 19:35 (vor 3593 Tagen) @ Green


hats Rad fahren Spass gemacht? Meins wurde heute repariert und endlich gehts wieder richtig.

Gruss Green

klar, hat das Rad Spaß gemacht! Insgesamt 29 Km durch den autofreien Wald, Zufahrt dahin nur auf kaum befahrenen Nebenstraßen. Das Rad fährt auch flott, kein Rennrad, sondern ein Tourenrad, ich will doch die Landschaft, die Farben, Vogelgesang, usw. usw. genießen. Komme immer entspannt und glücklich zurück.

Habe einen Vertrauens-Mechan i k e r, der mich inzwischen gut kennt. Im Jahr fahre ich an die 6.000 km und lasse das Rad regelmässig warten. Eigentlich DIE Räder, das andere ist im Prinzip für längere Touren gedacht, springt aber bei Bedarf ein. Das Alltag-Rad hat dafür Korb und Nabendynamo.

Rad ist für mich so wichtig, daß ich gerne was dahin investiere.

VG und viel Freude beim Radeln!

mezeg