Umgang mit Epileptikern

Svealina, Thursday, 27.10.2016, 00:40 (vor 3580 Tagen)

Hey, bevor ich meine Fragen stelle,erkläre ich mal kurz die Situation. Eine Kommilitonin, mit der ich etwas mehr Kontakt habe, hat mir heute (was ihr sichtlich schwer gefallen ist) erzählt, dass sie Epilepsie hat.Ich habe ihr erstmal gesagt, dass ich es toll finde, dass sie mir das erzählt und das es für mich keinen Unterschied macht, das ändert ja nichts an ihrer Person. Ich weiß schon, was das ist und wie man reagieren sollte, wenn sie einen Anfall hat, aber... Ich würde sie gerne besser verstehen, möchte sie aber nicht fragen, weil ihr das Thema unangenehm ist. Deswegen:

Was fürErfahrungen habt ihr gemacht, wenn ihr anderen von der Krankheit erzählt?
Was für Nebenwirkungen habt ihr von den Medikamenten und welche Bedeutung hat die Krankheit allgemein für euch?
Was würdet ihr euch wünschen, wie andere mit eurer Krankheit umgehen, also im Allgemeinen oder auch konkret während/nach einem Anfall?

Ich hoffe die Fragen sind nicht zu persönlich und freue mich natürlich über alle Antworten,
liebe Grüße
Svealina

Umgang mit Epileptikern

Green, Thursday, 27.10.2016, 08:28 (vor 3580 Tagen) @ Svealina

Hallo Svealina

das beste Du würdest deine Kommilitonin fragen den es geht ja um Sie bei jedem läuft es anders.
Sie könnte auch so lernen...darüber zureden ...weil Du Ihr ja Sicherheit gibst.

Ansonsten gibt es vorne die Seite informieren wo Du viel informationen bekommst und oben rechts das suchen ..dort gibts du Deine Stichworte ein und dann viel Spass beim lesen.;-)

Lg Green

Umgang mit Epileptikern

sandytimmy, Thursday, 27.10.2016, 11:17 (vor 3580 Tagen) @ Svealina

Liebe svealina

Lange Rede, kurzer Sinn

Geh mit ihr ganz normal um wie mit allen anderen auch und Klär mit ihr wie du dich bei einem Anfall benehmen sollst. Und ob du evtl unter vier Augen fragen dazu stellen darfst. Und was für eine anfallsart, Verlauf sie hat

Ich habe hier die Erfahrung gemacht, dass es sehr davon abhängig ist wie lange und damit meist auch lockerer jmd die Anfälle schon hat.
Langjährige Epileptiker gehen damit lockerer um. Meistens.

Ich kann nur von meiner Erfahrung schildern
Bin inzwischen 38,Mutter von 11jährigen Zwillingen und habe damit 36 Jahre Anfälle hinter mir.
Ich lebe so im allgemeinen ganz normal damit wie andere auch.
Ich hatte in der Kindheit, Jahre mit 2 Anfällen täglich trotz Medikamenten
Jahre ohne Anfälle durch Medikamente, Anfallsfrei Jahre auch ohne Medikamente
Momentan habe ich zwei Anfälle im Monat trotz Medikamenten und gelte als austherapiert.

Ich lass mich dadurch kaum einschränken
Mache alles auch allein, geh bummeln, schwimmen auf Spielplätze mit meinen Söhnen

Was mich nervt oder früher nervte sind Punkte wie
So zu tun als wäre man geistig behindert, ich habe Abitur und eine Ausbildung zur augenoptikerin
Mich ständig zu fragen ob alles ok ist, um zu testen ob ein Anfall kommt
Brauchte lange um mich für einen Beruf zu entscheiden

Große Themen sind bei vielen auch die konzentrationsfähigkeit, bei mir auch
Oder Kinderwunsch, teratogenität der Medis
Führerschein

Fehler den viele machen ist wochenlang über einen Anfall nachdenken. Warum, wo wie gerade jetzt einanfall kam.

Umgang mit Epileptikern

stepl, Saturday, 29.10.2016, 21:33 (vor 3577 Tagen) @ Svealina

Hallo,

Ich bin mit einer anderen Denkweise aufgewachsen: Was ist wichtig? Was ist unwichtig?
Damit höre ich mehr auf solche Redensarten:
Das ist unwichtig! - Das spielt doch keine Rolle! - Das ist Nebensache! - sich mit Nebensächlichkeiten beschäftigen
und: "Darauf kommt es nicht an!"

Als ich davon hörte das ich Epilepsie hatte, informierte ich mich darüber. Um so mehr ich davon wusste um so sicherer war ich. Ich erfuhr, dass ich eine fokale Schlafepilepsie habe. Ich habe wenig Anfälle und erst 2 oder 3 mal in meinem Leben Grangmal Anfälle.

wichtig - unwichtig
Damit nehme ich Vorwürfe mehr als Kritik hin.
Es spielt auch eine Rolle, wenn wir mehrere Aufgaben und Verpflichtungen haben: Wie in der richtigen Reihenfolge vorgehen?
(mehr eine Denkweise im Berufsleben)


gruss stepl