Rolandoepilepsie bei Kindern

kris, Wednesday, 04.01.2017, 15:48 (vor 3510 Tagen)

Bei meinem Sohn ( 8 Jahre) wurde Ende September im EEG eine Rolandoepilepsie festgestellt. Mittlerweile hat er am 1.1.17 den 3. Anfall gehabt. ich überlege, ob eine Besserung auch ohne
die Gabe von Medikamenten möglich ist. Wer hat Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt? Hilft Hömeopathie oder sonstiges? Ich muss dazu sagen, dass die Anfälle immer in den frühen Morgenstunden im Bett auftraten, die Zuckungen dauern 2-3 min. danach ist er schläfrig und hat starke Kopfschmerzen, die mit Schmerzmitteln weggehen. Ansonsten ist er normal entwickelt, er ist auch gut in der Schule und man merkt ihm nichts an. Der Arzt hat gesagt, wenn man sich für die Medikamentengabe entscheidet, dann muss er diese Medis 2x am Tag für 2-3 Jahre nehmen.
Mich schrecken die hohen Nebenwirkungen ab. Danke für eure Erfahrungen. Kris

Rolandoepilepsie bei Kindern

pegasus, Wednesday, 04.01.2017, 21:54 (vor 3510 Tagen) @ kris

Niemals von irgendwelchen Medikamenten die Nebenwirkungen vor der Einnahme in Erfahrung bringen, denn das führt nur zum sogenannten Placeboeffekt. (was irgendwie dann doch witzig ist, denn hast du dir mal die Nebenwirkungen von Kopfschmerztabletten durchgelesen und wenn man so überlegt, dass tust du auch alles deinem Kind an, nach dieser Logik)

Ansonsten, man kann Epilepsie auch anders behandeln, in dem man zum Beispiel etwaige selbst antrainierte Anfallsunterbrecher benutzt. Dieses dauert allerdings in der Regel bis die auch Wirkung zeigen, denn man muss versuchen erst einmal herauszufinden was alles gleich ist.

Generell würde ich allerdings empfehlen, besuche mal ne famoses Schulung

http://www.famoses.de/

dort erlernst du alles notwendige und kannst dann gezielter beim behandelnden Arzt fragen stellen.

Rolandoepilepsie bei Kindern

kris, Sunday, 08.01.2017, 11:00 (vor 3506 Tagen) @ pegasus

Vielen Dank für deine wertvollen Informationen.
Die Schmerztablette gebe ich meinem Sohn nach dem Anfall, also bisher 1x im Monat. Ich denke, das wird doch ein Unterschied sein im Vergleich zu 2 Tabletten täglich. Ich hoffe nur, dass die Anfälle sich nicht häufen. Seine Anfälle passierten immer in den frühen Morgenstunden. Gibt es da auch Anfallsunterbrecher, und falls ja, wie könnten diese aussehen?

Rolandoepilepsie bei Kindern

pegasus, Sunday, 08.01.2017, 19:57 (vor 3506 Tagen) @ kris

Da gibt es keine Faustregel, man muss dafür schon in der Lage sein zu erkennen, was genau vor und während eines Anfalls passiert, damit man sich das auch entsprechend antrainieren kann

http://www.izepilepsie.de/home/showdoc,id,391,aid,386.html

So kam es vor der Einnahme von Keppra in aller Regelmäßigkeit dazu, dass ich so ein stumpfes Gefühl im Kopf bekam und mich etwas vermeintlich nach unten zog. Irgendwann, eher durch Zufall, hatte ich das kurz vor dem Sport und ich habe trotzdem mitgemacht, obwohl es mir schwer fiel, mich auf den Beinen zu halten.

Ich bekam dann den Anfall nicht, sondern eher das Gegenteil, ich wurde regelrecht Fit.

Gleiches gilt auch für meine epigastrischen Auren. Sobald ich die bemerke, war zuvor meine Reaktion immer hinlegen und ich bekam den Anfall. Irgendwann habe ich mich dann nicht hingelegt, sondern bin entweder sitzengeblieben oder bin aufgestanden. Damit konnte ich zwar den generalisierten Anfall nicht verhindern, aber wenigstens hinauszögern bis jemand da war, der mir dann geholfen hatte (Rettungssanitäter und ihr Pseudowissen über Epilepsie einmal ausgenommen).

usw usw.

D.h. vom Grundprinzip her, so habe ich bisher festgestellt, sollte man immer das Gegenteil dessen machen was der natürlichen Reaktion entspricht.