Blutspende, bin Medikamentenfrei

jorzech, Wednesday, 25.01.2017, 19:46 (vor 3489 Tagen)

Hallo Leute,

ich hatte vor gut 2 Jahren zwei epilepsie Anfälle. Darauf hin hab ich 1,5 Jahre Medikamente genommen, die ich jetzt vor einem halben Jahr abgesetzt habe.

Da ich ein gutmütiger Mensch bin würde ich gerne Blut etc spenden,
jedoch steht auf der Internetseite des roten Kreuzes, dass bei Epilepsie permanenter Ausschluss gelte. Warum denn? Epilepsie hat ja wenig mit dem Blut zu tun....

Danke für eure Hilfe

Blutspende, bin Medikamentenfrei

Green, Wednesday, 25.01.2017, 21:52 (vor 3489 Tagen) @ jorzech

Hallo

jedoch steht auf der Internetseite des roten Kreuzes,

Mensch das musst Du doch die Fragen es ist doch deren Entscheidung.Schreib denen eine Mail wie Ihr auch und lass uns deren Antwort wissen.

Oder geh einfach hin sag nix von deiner Epilepsie.
2 Anfälle sind ja auch noch keine Epilepsie.

Gruss Green

Blutspende, bin Medikamentenfrei

pegasus, Wednesday, 25.01.2017, 21:55 (vor 3489 Tagen) @ jorzech

Na weil Blutverlust u.a. auch einen Auslöser ist, daher ist es egal ob man die Epilepsie behandelt oder nicht, es besteht das nicht unerhebliche Risiko, dass man während einer Blutspende einen Anfall bekommt.

Blutspende, bin Medikamentenfrei

jorzech, Wednesday, 25.01.2017, 23:25 (vor 3489 Tagen) @ pegasus

Das hört sich ja immerhin nach einem Grund an, ich werde einfach mal der Organisation schreiben, bei der ich spenden will und mit meinem Arzt reden...

Und einfach nicht hinzuschreiben, dass ich Epilepsie habe, das kann mich eben in ernsthafte Probleme versetzen.

Blutspende, bin Medikamentenfrei

mezeg, München, Thursday, 26.01.2017, 08:59 (vor 3489 Tagen) @ jorzech

ich war "davor" Blutspender, 25 mal davon 23 bei BRK, dies auf Abruf. Bis ich mal mit den Töchtern auf der Piratenschaukel war. Am nächsten Morgen unregelmässigen Herzschlag und deutlichen Extra-Systolen. Die Reaktion war sofort "Allez vous rhabiller", wie man in Frankreich sagt. **

Zugegeben solche Unrelgemässigkeiten waren im Monat davor bereits gekommen, ich hatte sie aber nicht auf Herzprobleme gedeutet. Bis ich einen anständigen Internist fand, hat es etwas Zeit gedauert. Diagenose: Extra-Systolen, Kontrolle aber eher harmlos.

Ging eine ganze Weile später zum BRK. Der Kontroll-Arzt blieb unsicher, man müßte sehen etc. Ich gab es auf, auch weil ich dann für Abruf einen zu langen Weg von und nach der Arbeit hatte.

Vor 6 Jahren gehe ich dann zum Städtischen Blutspenderdienst. Die Ärztin bemerkte sofort, daß es eine große Zeitspanne seit der letzten Spende gab und warum. Auf meine Antwort war sie sichtlich enttäuscht "So eine schöne Blutgruppe!". Wenn ich aber ein Attest vom Internist bringe, dann gerne.

Das Attest bekam ich sofort, hatte aber Urlaub auf dem Rad geplant und wollte dafür meine "gute Ware" behalten. Kurz nach der Rückkehr kam die Diagnose Epilepsie.

Nach einer OP und ein Bißchen Zeit fragte ich den Städtischen Blutspenderdienst per e-mail, natürlich mit Info über Epilepsie und AE. Kam eine höfflich-nette Antwort: Spende gefährlich, während der Spende könnte ich einen Krampf bekommen. Hier im Forum kam auch die Zusatz-Information: mit dem AE im Blut würde ich dem Empfänger stören/gefährden. Auch wenn ich an dem Morgen das AE erst danach nehmen würde.

Ich bin jetzt über die Altersgrenze sowieso ausgesperrt.

VG

mezeg

** Ich bekam einen Blutgruppenausweis mit Hinweis "Zum Spenden ungeeignet". Habe ihn sofort weggeschmissen, empfand es als Erniedrigung. Den gerade davor ausgestellen Ausweis mit den schönen vermerkten 25 Mal habe ich aber behalten... :-D :-D :-D