Blutspende, bin Medikamentenfrei

mezeg, München, Thursday, 26.01.2017, 08:59 (vor 3489 Tagen) @ jorzech

ich war "davor" Blutspender, 25 mal davon 23 bei BRK, dies auf Abruf. Bis ich mal mit den Töchtern auf der Piratenschaukel war. Am nächsten Morgen unregelmässigen Herzschlag und deutlichen Extra-Systolen. Die Reaktion war sofort "Allez vous rhabiller", wie man in Frankreich sagt. **

Zugegeben solche Unrelgemässigkeiten waren im Monat davor bereits gekommen, ich hatte sie aber nicht auf Herzprobleme gedeutet. Bis ich einen anständigen Internist fand, hat es etwas Zeit gedauert. Diagenose: Extra-Systolen, Kontrolle aber eher harmlos.

Ging eine ganze Weile später zum BRK. Der Kontroll-Arzt blieb unsicher, man müßte sehen etc. Ich gab es auf, auch weil ich dann für Abruf einen zu langen Weg von und nach der Arbeit hatte.

Vor 6 Jahren gehe ich dann zum Städtischen Blutspenderdienst. Die Ärztin bemerkte sofort, daß es eine große Zeitspanne seit der letzten Spende gab und warum. Auf meine Antwort war sie sichtlich enttäuscht "So eine schöne Blutgruppe!". Wenn ich aber ein Attest vom Internist bringe, dann gerne.

Das Attest bekam ich sofort, hatte aber Urlaub auf dem Rad geplant und wollte dafür meine "gute Ware" behalten. Kurz nach der Rückkehr kam die Diagnose Epilepsie.

Nach einer OP und ein Bißchen Zeit fragte ich den Städtischen Blutspenderdienst per e-mail, natürlich mit Info über Epilepsie und AE. Kam eine höfflich-nette Antwort: Spende gefährlich, während der Spende könnte ich einen Krampf bekommen. Hier im Forum kam auch die Zusatz-Information: mit dem AE im Blut würde ich dem Empfänger stören/gefährden. Auch wenn ich an dem Morgen das AE erst danach nehmen würde.

Ich bin jetzt über die Altersgrenze sowieso ausgesperrt.

VG

mezeg

** Ich bekam einen Blutgruppenausweis mit Hinweis "Zum Spenden ungeeignet". Habe ihn sofort weggeschmissen, empfand es als Erniedrigung. Den gerade davor ausgestellen Ausweis mit den schönen vermerkten 25 Mal habe ich aber behalten... :-D :-D :-D


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