Keiner weiß mehr weiter...

Sonnenblume, Wednesday, 15.02.2017, 20:23 (vor 3468 Tagen)

Hallo, ich wende mich an euch, da ich mir Sorgen um meine Mutter mache.

Diese läuft jetzt von Jahr zu Jahr zum Arzt und wird immer nur belächelt.

Sie bekommt alle paar Wochen (manchmal alle 4 Wochen oder auch alle 2 Wochen) "Anfälle".
Das ganze äußert sich jedoch so: Sie merkt es meist schon gegen Abend. Ihr ist nicht gut im Magen. Am nächsten Tag ist sie dann in einem, naja, verwirrten Zustand. Sie kann sich schlecht konzentrieren, hat Magendarmbeschwerden, trinkt sehr viel Wasser und ist sehr müde. Das dauert meistens einen Tag. Dann bekommt sie (man kann wirklich abschätzen wann) teils sehr starke Kopfschmerzen. Danach bzw. am nächsten Morgen geht es ihr wieder gut. Der Ablauf dieser "Tage " ist immer der gleiche, trotz Medikamenten. Z.z. nimmt sie morgen 25mg und abends 50mg Topamax.

Dass sie mal umgekippt und gekrampft hat, ist in den letzten 15 Jahren zweimal passiert. Der Neurologe sagt, dass er weiter nichts machen kann und sie müsste halt mit solchen Tagen klar kommen... Die Epileptologie in Bonn konnte auch nicht weiterhelfen, trotz stationärem Aufenthalt.

Ich merke jedoch an meiner Mutter wie sie sich immer weiter einigelt weil die Situation sehr belastend ist. Sie ist Hausfrau.
Die Gedanken kreisen nur noch und planen kann sie nicht wirklich. "Ich weiß ja nicht ob es mir dann gut geht."
Ich habe Angst, dass diese Situation sich immer mehr zu einer depressiven Stimmung auswächst.

Kennt evtl jemand solche Symptome oder Auren, die sich durch solche Anzeichen äußern?
Gibt es irgendwo Hilfe? Jemanden, der einen ernst nimmt?

Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen! Danke!

Keiner weiß mehr weiter...

pegasus, Thursday, 16.02.2017, 07:25 (vor 3468 Tagen) @ Sonnenblume

Wenn die nichts mehr machen können, dann würde ich einmal nachfragen wieso ....

Diese Einschätzung kommt ja nicht von ungefähr und davon einmal abgesehen, wann hatte die Epilepsieklinik das gesagt?

Wenn das schon Jahre her ist, sollte darüber nachgedacht werden nochmals zur Kontrolle in eine Epilepsieklinik zu gehen, denn auch bei der Epilepsie entwickeln sich Therapien und Möglichkeiten weiter.

Ach und die Dosis würde ich einfach nur belächeln, denn bei mir würde sie gar nichts bewirken.

Keiner weiß mehr weiter...

Susanna, Friday, 24.02.2017, 10:30 (vor 3459 Tagen) @ Sonnenblume
bearbeitet von Susanna, Friday, 24.02.2017, 10:34

Ich kenne solche Tage, auch wenn sie bei mir anders ablaufen. Ich bin extrem müde und liege den ganzen Tag im Bett und schlafe. Bevor ich Levitiracetam bekommen habe, hatte ich zweimal einen Zungenbiss, es hat aber keiner bei mir einen Anfall gesehen. Beobachtet wurden aber Absencen. Wenn ich solche "Schlaf-Tage" habe, habe ich auch in der Regel (starke) Kopfschmerzen, oft hatte ich auch eine ganz charakteristische Übelkeit. Das ganze dauert ziemlich genau einen Tag, am Abend normalisiert sich mein Zustand wieder. Manchmal bin ich an den Folgetagen noch müde, aber nicht immer. Nun hat mein Neurologe, bei dem ich wegen meiner MS in Behandlung bin, die Dosis so lange erhöht, dass ich zuletzt nur noch Kopfschmerzen hatte und geschlafen habe, aber weder eine Absence noch andere Anfälle. Auch die Regelmäßigkeit kenne ich. Bei mir sind es meist 3-4 Wochen. Anfangs war es seltener. Was ich damit machen soll, weiß ich auch nicht ...