Ist die Neigung zu psychogenen Anfällen im EEG erkennbar?

Trishka, Friday, 24.03.2017, 15:38 (vor 3431 Tagen)

Liebe Community,

wie ich hier bereits vor längerer Zeit geschrieben habe, bekam ich die Diagnose "primär generalisierte Epilepsie" aufgrund von Bewusstseinsstörungen und Zungen-und Wangenbissen im Schlaf.
Beim Einholen einer zweiten Meinung wurde die Diagnose von einem Arzt, der gleichzeitig als Neurologe und Psychiater tätig ist, widerlegt. Bei ihm hieß es stattdessen "Bewusstseinsstörungen unbekannter Ursache und Panikstörung". Das EEG bei ihm war unauffällig. Ebenso war das MRT unauffällig.

Für den Neurologen, bei dem ich zuerst war, sprachen auch die Veränderungen im EEG für eine Epilepsie. Im Befund hieß es "Unter Hyperventilation und nach Hyperventilation wiederholte dysrhythmische Abläufe mit Zwischenwellen, wiederholt auch generasliert auftretende spike-wave-Komplexe".

Im Internet habe ich gelesen, dass Wangen-und Zungenbisse oft auf das Vorliegen einer Epilepsie geschoben werden, diese aber auch häufig bei psychogenen Anfällen vorkommen. Psychogene Anfälle sollten vor allem bei Patienten in Erwägung gezogen werden, die unter Depressionen, Angststörungen und Persönlichkeitsstörungen leiden. Leider liegt das alles bei mir auch vor, und ich habe vom Versorgungsamt aufgrund einer psychischen Behinderung einen GdB von 30 bekommen.

Ist eurer Meinung nach die Wahrscheinlichkeit groß, dass demzufolge bei mir gar keine Epilepsie vorliegt?
Sind denn bei einer Neigung zu psychogenen Anfällen auch Veränderungen wie spike-wave-Komplexe im EEG zu erkennen oder ist das ausgeschlossen? (Leider konnte ich hierzu nichts eindeutiges im Internet finden)

Liebe Grüße,
Trishka


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