Stereotypen oder was anderes?

lyrella, Tuesday, 04.04.2017, 16:39 (vor 3420 Tagen)

Hallo zusammen :)

folgendes: Ich habe immer mal wieder eigenartige Stereotypen, bei denen ich aber alles mitbekomme, also nicht bewusstlos. Ich fühle mich dabei nur eigenartig, kann es schlecht beschreiben... wie eine Art "Trance" also ganz komisch... bisher wurde es von Psychotherapeuten als Neurose also Zwangsstörung benannt und deswegen war ich auch lange Zeit in Therapie, doch mit keinem Erfolg leider... es "überkommt" mich in verschiedenen Situationen. Z.B. stehe ich am Lichtschalter wenn ich diesen gerade angemacht habe, möchte zurücklaufen, dahin wo ich herkam. Aber in dem Moment kann ich entweder ganr nicht laufen, bleibe dann stehen wie angewurzelt oder laufe hin und her ohne das ich es steuern oder kontrollieren kann. Oft wird mir dann komisch und ich merke wie ich irgendwie in eine Art Trance falle.... Manchmal fasse ich dann Gegenstände immer und immer wieder an, kann es aber nicht steuern, nicht stoppen. Es passiert wie am Fließband, dabei wird mir neben der komischen Trance oft Übel dabei... danach bin ich sehr oft müde und vergesse was mir z.B. zuvor gesagt wurde (wenn ich in den Keller geschickt wurde zum was holen, z.B. eine Flasche Wasser und dann noch Äpfel mitbringen sollte). Ich habe das was vor der Sache mit den Stereotypen war dabei, also die Wasserflasche...aber die Äpfel habe ich vergessen und weiß auch nicht mehr das mir das aufgetragen wurde mitzubringen...

Ich weiß es hört sich wie Neurosen an... aber dann hätte doch die Therapie etwas gebracht oder? :/
Sollten es doch welche sein..okay, dann bin ich bzw mein Gehirn vielleicht so komisch das die Therapie nicht hilft...dann muss ich mich damit abfinden...

Was meint ihr dazu?

Stereotypen oder was anderes?

pegasus, Tuesday, 04.04.2017, 17:30 (vor 3420 Tagen) @ lyrella

Meinst du ungefähr so:

Komplex-fokaler Anfall

Er unterscheidet sich von dem einfach-fokalen Anfall durch seinen ausgestalteten Charakter und die zu Beginn oder im Verlauf des Anfalls einsetzende Bewusstseinsstörung. Dieser Anfall beginnt nicht abrupt. Er kann durch verschiedenartige Missempfindungen eingeleitet werden (z. B. mit einer so genannten Aura). Oft zeigt die erkrankte Person Automatismen (stereotyp ausgeformte Bewegungsabläufe), wie z. B. nesteln an der Kleindung oder an Gegenständen, sich räuspern, hüsteln, schmatzen, schlucken, komplexe Handlungen oder sprachliche Abläufe. Ferner kann es zu Sprach- bzw. Wortfindungsstörungen, Sprechstörungen, Veränderung der Lautstärke und / oder Sprechgeschwindigkeit, Erzeugung von Tönen oder unverständlichen, nur aus Vokalen bestehenden Worten, kommen. Nach dem Abklingen des Anfalls hellt sich das Bewusstsein wieder auf und der Patient versucht sich wieder zurechtzufinden.

hier

Stereotypen oder was anderes?

lyrella, Tuesday, 04.04.2017, 17:44 (vor 3420 Tagen) @ pegasus

Ja pegasus... kann nur den link "hier" nicht öffnen leider...
Also können es durchaus stereotypen sein weil ich mich da ja komisch fühle?

Stereotypen oder was anderes?

pegasus, Tuesday, 04.04.2017, 20:50 (vor 3420 Tagen) @ lyrella

Also es kann sowohl epileptisch, wie auch psychisch sein. Deswegen hieß das ganze irgendwann auch mal der psychomotorische Anfall (heute heißt dat ganze ja komplex fokaler Anfall)

Was es letztendlich ist, wird man nur feststellen können bei einem EEGMonitoring (in deinem Falle auch mit Videoüberwachung), denn allein durch Beobachtung Dritter oder die Selbstwahrnehmung eine Diagnose zu stellen ist hierbei unmöglich.

So erklärte man es mir halt mal und habe ich auch selbst in vielen Büchern nachlesen können.

UNd da du den Link nicht öffnen kannst, hier noch einmal der Versuch

https://www.norddeutsches-epilepsienetz.de/krankheitsbild/epilepsie/anfallsformen-und-i...

Stereotypen oder was anderes?

lyrella, Saturday, 08.04.2017, 17:58 (vor 3416 Tagen) @ pegasus

Vielen dank der link hat funktioniert :)