Sind das zwingend Anzeichen für einen epileptischen Anfall?

Mareike, Wednesday, 28.06.2017, 11:44 (vor 3335 Tagen)
bearbeitet von Mareike, Wednesday, 28.06.2017, 11:49

Liebe Community,

als ich die Diagnose Epilepsie mit Absencen und Myoklonien bekam, konnte ich nicht glauben, dass ich nachts unbemerkt Anfälle gehabt haben könnte.

Ich hatte vor einigen Jahren ab und zu eine schmerzende Zunge am Morgen oder hatte mir in die Wange gebissen, manchmal war ich sehr müde. Doch ich habe das auf psychischen Stress geschoben. An beiden Zungenrändern sind tiefe Zahnabdrücke zu sehen, auch habe ich ein Fibrom auf der Zunge, das bald entfernt werden soll. Geblutet hat es aber wohl nie. Zumindest hatte ich nie Blut auf dem Kopfkissen.

Mein Zahnarzt meinte, dass ich die Zunge nachts gegen die Zähne presse, während der Neurologe die Verletzungen für Bissverletzungen hielt.
Tja, wem soll man da glauben?

Heute bin ich nach längerer Zeit mit schmerzender Zunge aufgewacht. Es scheint so, dass ich mir in den rechten Zungenrand gebissen habe (vielleicht habe ich ja auch nur gegen die Zähne gepresst). Wenn ich mit dem Finger darüber streiche, fühlt es sich ganz wund an. Außerdem bin ich sehr müde, obwohl ich nach meinem Empfinden gut geschlafen habe. Auch habe ich starke Kopfschmerzen, mein Nacken ist total verkrampft, so dass ich schon eine Tablette genommen habe.

Sind das zwingend Anzeichen für einen epileptischen Anfall?

Viele Grüße,
Mareike

Sind das zwingend Anzeichen für einen epileptischen Anfall?

mezeg, München, Wednesday, 28.06.2017, 15:36 (vor 3335 Tagen) @ Mareike

zwingend bestimmt nicht. Aber bei mir war es so. Dazu... naßes Bett!

mezeg

Sind das zwingend Anzeichen für einen epileptischen Anfall?

Mareike, Wednesday, 28.06.2017, 15:45 (vor 3335 Tagen) @ mezeg

Oh, das stelle ich mir sehr unangenehm vor! Eingenässt habe ich zum Glück noch nie.

Natürlich kann man nicht hundertprozentig sagen, ob es wirklich letzte Nacht ein Anfall war.
Gerade habe ich mit einer Freundin telefoniert, die meinte, dass sie sich heute auch total zerschlagen fühle und Kopfschmerzen habe. Das soll mit dem Wetter zusammenhängen.
Ich war halt nur irritiert, weil meine Zunge so weht tut und meine Halswirbelsäule so verkrampft ist.

Sind das zwingend Anzeichen für einen epileptischen Anfall?

stepl, Tuesday, 04.07.2017, 06:51 (vor 3330 Tagen) @ Mareike

Hallo,

Bei dem Anfall arbeitet der Körper. Die Muskulatur arbeitet.
So führen die Anfälle später zu Erschöpfung. Die Schwere des Anfalls führt später auch zur Erschöpfung.

Ich habe Schlafepilepsie. Ich bekomme die Anfälle nur im Schlaf. Ich bekomme die Anfälle im Schlaf nicht mit. Nur bei größeren Anfällen bekomme ich hinterher die Müdigkeit, Erschöpfung und Kopfschmerzen mit. Die Kopfschmerzen sind nicht sehr stark. Bei normalen Kopfschmerzen hat man ja einen Brummschädel. Nur zwischendurch merke ich, dass ich leichte Kopfschmerzen habe und damit einen Anfall hatte.

Ich habe kaum, so gut wie gar nicht, Verletzungen. Sie sind so leicht, dass ich sie erst später erst merke. Leichter Biss in die Backe.


gruss stepl.

Sind das zwingend Anzeichen für einen epileptischen Anfall?

Mareike, Tuesday, 04.07.2017, 22:07 (vor 3329 Tagen) @ stepl
bearbeitet von Mareike, Tuesday, 04.07.2017, 22:12

@ stepl

Danke auch für deine Antwort.

Im Moment habe ich anscheinend ein paar (leichtere) Anfälle im Schlaf.
Als ich heute morgen wachgeworden bin, habe ich bemerkt, dass ich mir letzte Nacht in die Wange gebissen habe. Ich war heute auch wieder den ganzen Tag wie erschlagen, hatte aber zum Glück keine Kopfschmerzen. Außerdem war ich nicht nur müde, sondern auch meine Aufnahmefähigkeit war total schlecht. Ich hatte heute Mühe, einem einfachen Gespräch zu folgen.

Ich habe eigentlich immer geglaubt, dass sich Anfälle im Schlaf viel mehr bemerkbar machen mit schwerem Zungenbiss oder schlimmen Muskelkater am nächsten Tag.

Sind das zwingend Anzeichen für einen epileptischen Anfall?

stepl, Wednesday, 05.07.2017, 06:35 (vor 3329 Tagen) @ Mareike


Danke auch für deine Antwort.

Ich habe eigentlich immer geglaubt, dass sich Anfälle im Schlaf viel mehr bemerkbar machen mit schwerem Zungenbiss oder schlimmen Muskelkater am nächsten Tag.

Hallo,

Ich habe mal (den Beruf kann ich nicht angeben, Fehlermeldung) gelernt.
Daher weiß ich, dass die Muskeln gegeneinander arbeiten. Ein Muskel beugt den Arm, Beuger, und der andere Arm, streckt den Arm, Strecker. Die beiden sind immer gegeneinander aktiv. Daher kommt es auch zu dem Zittern bei der spastischen Lähmung.

Bei dem Krampfen wird die Kraft, im Gegensatz zu anderen Tätigkeiten, gleichmäßig verteilt. Dadurch entsteht kein Muskelkater. Aber es kommt zu der Erschöpfung.
Das Gehirn ist nicht nur zum Denken da. Es steuert auch den Körper. Durch veraltete, besonders durch moralische Vorstellungen, gibt es zu wenige Vorstellungen zwischen dem Zusammenhang von Körper und Geist.


gruss stepl

Sind das zwingend Anzeichen für einen epileptischen Anfall?

pegasus, Wednesday, 05.07.2017, 11:37 (vor 3328 Tagen) @ Mareike

Mein Zahnarzt meinte, dass ich die Zunge nachts gegen die Zähne presse, während der Neurologe die Verletzungen für Bissverletzungen hielt.
Tja, wem soll man da glauben?

Ich würde mich da eher Fragen, wo ist da der effektive Unterschied?

Das Resultat ist jeweils das gleiche, deine Zunge oder Innenwange werden Wund daher ist es eigentlich gehoppt wie gesprungen, meiner Meinung nach und daher würde ich einfach gar nichts darauf geben und wenn sich die beiden Ärzte streiten darüber wollen, was es letztendlich ist/war, dann sollen die das untereinander klären.