Führerschein-Alternative

Wolli76, Thursday, 13.07.2017, 21:57 (vor 3320 Tagen)

Hallo zusammen,
wegen leider wieder vereinzelt aufgetretener Anfälle will mir die Führerscheinstelle demnächst meinen Führerschein einziehen. Dies wird für mich ziemlich bitter werden, da der Führerschein ein MUSS in Deutschland ist.
Nun überlege ich, als Alternative die Prüfbescheinigung für das Mofa (25km/h)noch zu machen. Wird das dann akzeptiert oder hängt das eine mit dem anderen zusammen.

Weitere Alternative wäre ein E-Bike. Da ich aber selbst seit längerer Zeit Motorroller-Fahrer bin, möchte ich irgendwie auch weiterhin auf den Straßen fahren dürfen.

LG
Wolli76

Führerschein-Alternative

Anton, Friday, 14.07.2017, 09:27 (vor 3319 Tagen) @ Wolli76

Hallo,

eine Alternative zum Autofahren ist das Fliegen. Ich bin ich in meinem Leben zweimal geflogen, einmal nach Wangerooge und einmal von der Schule.

Und nun zum Ernst. Wenn die Führerscheinstelle dir den Lappen wegnehmen will, bist Du gefahren, und das ohne die erforderliche Anfallsfreiheit, obwohl der Neurologe dich darauf hingewiesen hat, dass Du nicht fahren darfst.

Es gibt Richtlinien „Epilepsie und Führerschein“, dort ist genau geregelt, wann Du fahren darfst und wann nicht. Wenn Du dich ein wenig hier im Forum umsiehst, wirst Du sie finden.

Außerdem regelt der Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung, dass das die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr bei teilweise Bewusstseinsstörungen nicht erlaubt ist. Dein Verhalten ist also nicht in Ordnung.

Gute Grüße
Anton


PS.: Übrigens, mit einem Motorroller darfst Du in Deiner Situation auch nicht fahren.

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Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Bitte wenden Sie sich an ihren Neurologen!

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Führerschein-Alternative

mezeg, München, Friday, 14.07.2017, 10:35 (vor 3319 Tagen) @ Wolli76

Dies wird für mich ziemlich bitter werden, da der Führerschein ein MUSS in Deutschland ist.

Ein MUSS in Deutschland? Den Führerschein habe ich nicht, sowieso nie gemacht. Unabhängig von Epilepsie, für mich ganz neu (70 Jahr in den nächsten Tagen).

Bei der ersten Untersuchung sagte der Neurologe, ich darf nicht (mehr) Autofahren. Das gleiche von den Neurologen im Krankenhaus. Radfahren wurde nach sehr kurzem Zögern akzeptiert. Aber nur mit Helm und abseits stark befahrenen Straßen.

Wen auf das Auto wirklich angewiesen ist (Arbeit, Wohnen ohne gute Verbindung durch öffentliche Verkehrsmittel), trifft es sehr hart. Mein Mitgefühl, ich wohne in einer Großstadt.

Aber Fahrerlaubnis als soziales Status in Deutschland? Muß ich das Land verlassen?

mezeg