Levetiracetam/Keppra - Entzugserscheinungen oder doch Epi?
Hallo :)
ich hoffe, jemand könnte mir weiterhelfen. Ich hatte Ende August zwei epileptische Anfälle nach einer durchzechten Nacht. Das waren meine zwei einzigen Anfälle, die ich bisher hatte. Ich wurde im Krankenhaus mit Keppra behandelt, das ich daheim langsam ausschleichen lassen wollte.. bin dann daheim nochmal zum Neurologen gegangen.. der meinte nach einem EEG, dass er keinerlei Anzeichen für Epilepsie sehen kann und dass ich Levetiracetam in 250er Schritten Woche für Woche ausschleichen lassen kann.. zum Zeitpunkt des EEGs hatte ich eine Tagesdosis von 750mg. Jetzt, drei Wochen später, habe ich die letzten Tabletten genommen und nehme seit 3 Tagen garkeine mehr. Das Problem ist aber, dass ich ab und zu entweder Herzstolpern, Atemprobleme, Zuckungen im Liegen oder kurz vorm Einschlafen, Schwindelattacken oder Taubheitsgefühle in Armen oder Beinen und vor allem heftige Rückenschmerzen bekomme... diese Symptome habe ich aber schon die letzten 2 Monate gehabt... Kardiologe, Neurologe, Bluttests, MRT... alles in Ordnung und unauffällig für irgendetwas ...ich bin langsam echt am Verzweifeln, weil ich wirklich nicht weiß, was das sein könnte. Die Symptome verschlimmern sich auch immer dadurch, dass ich bei jedem ungewohnten oder nicht normalen Gefühl in Panik gerate, einfach aus Angst, dass ich wieder einen Anfall oder sowas bekomme... kann mir einer vielleicht mit ähnlichen Erfahrungen weiterhelfen oder hat noch eine Idee? :(
Levetiracetam/Keppra - Entzugserscheinungen oder doch Epi?
Beim Orthopäden gewesen ?
Gruss Green
Levetiracetam/Keppra - Entzugserscheinungen oder doch Epi?
Hallo Green,
nein, noch nicht.. will ich aber auch noch unbedingt machen... Denkst du, das kommt durch die Wirbelsäule etc. oder so?
Levetiracetam/Keppra - Entzugserscheinungen oder doch Epi?
Hallo
bin kein Arzt....könnte sein ...mir ist immer wichtig alles ab geklopft zuhaben.
...Ostheopathen....können auch sehr hilfreich sein.
Lg Green
Levetiracetam/Keppra - Entzugserscheinungen oder doch Epi?
Danke für deine Antworten, ich versuch mal mein Glück!
LG
Levetiracetam/Keppra - Entzugserscheinungen oder doch Epi?
Ich hatte Ende August zwei epileptische Anfälle nach einer durchzechten Nacht. Das waren meine zwei einzigen Anfälle, einte nach einem EEG, dass er keinerlei Anzeichen für Epilepsie sehen kann udie ich bisher hatte. >
Hallo us83,
Deine Anfälle waren ganz klar provoziert. Ich würde mir da keinen so großen Kopf machen, denn selbst "gesunde" können bei übermäßigem Alkohol, oder Schlafmangel Anfälle bekommen. Das ist eigentlich noch keine Epilepsie.
Ich wurde im Krankenhaus mit Keppra behandelt, das ich daheim langsam ausschleichen lassen wollte.. >
Jetzt, drei Wochen später, habe ich die letzten Tabletten genommen und nehme seit 3 Tagen garkeine mehr. Das Problem ist aber, dass ich ab und zu entweder Herzstolpern, Atemprobleme, Zuckungen im Liegen oder kurz vorm Einschlafen, Schwindelattacken oder Taubheitsgefühle in Armen oder Beinen und vor allem heftige Rückenschmerzen bekomme... >
Dazu kommt noch der Alkoholabbau und dem Medikamentenabbau, das kann zu Entzugserscheinungen führen. Lass Dich auf jeden Fall von einem guten Neurologen, besser noch einen Epileptologen untersuchen.
Ich wünsche Dir alles Gute
lieber Gruß
Heidi
Levetiracetam/Keppra - Entzugserscheinungen oder doch Epi?
Wie viel trinkst du denn so an Flüssigkeiten am Tag?
Levetiracetam/Keppra - Entzugserscheinungen oder doch Epi?
Hallo Heidi,
vielen Dank für deine Antwort! Das hört sich schon mal beruhigend an, den Gedanken hatten nämlich meine Eltern und ich auch schon... Ich habe jetzt demnächst noch einen Termin bei einem Epileptologen.. Mich macht das Ganze psychisch einfach völlig fertig, weil ich einfach nicht weiter weiß und mir die Symptome so nicht erklären kann.
LG!
Levetiracetam/Keppra - Entzugserscheinungen oder doch Epi?
Hallo pegasus,
naja, sonst eigentlich relativ viel, weil ich viel Sport mache. An dem Tag, wo das passiert ist, habe ich fast gar kein Wasser getrunken.. ich weiß, ziemlich dumm.. deswegen hoffe ich auch, dass es einfach Schlafmangel, Alkoholentzug,Flüssigkeitsmangel waren und jetzt die Entzugserscheiungen sind...
LG!
Levetiracetam/Keppra - Entzugserscheinungen oder doch Epi?
Hallo us83!
Mir geht es heute gleich wie dir damals. Hatte auch einen Anfall nach Schlafentzug. Diesbezüglich interessiert mich, haben sich deine Symptome nach dem absetzten von Levetiracetam gebessert? Und wenn ja wie lange hat es gedauert? Danke und liebe Grüße
Levetiracetam/Keppra - Entzugserscheinungen oder doch Epi?
Hallo med-world,
dass du das durchmachen musstest, tut mir sehr Leid!
Nach dem Absetzen von Keppra/Levetiracetam ging es mir für ein paar Monate wirklich schlecht.
Ich hatte oft das Gefühl, gleich wieder einen Anfall zu bekommen, mir wurde schwindelig, ich hatte Herzrasen etc. etc.
2,5 Jahre später fühle ich mich viel viel besser, allerdings habe ich immer noch manchmal solche Symptome. Meine Ärzte sagten mir, dass das am Anfang zwar wirklich das Medikament war, ich jetzt aber eine Angststörung entwickelt habe, weil ich mich so sehr darauf fixiert habe, eventuell krank zu sein. Seitdem ich das weiß, kann ich viel besser damit umgehen.
Also halte durch und vertraue darauf, dass dein Körper gesund ist und alles geregelt bekommt. Sprich mit einem Arzt und lass dir die Angst vor den Medikamenten nehmen.
In den letzten Jahren hatte ich keine Anfälle mehr. Wie gesagt nur noch diese Panikattacken, die sich fast genauso anfühlen wie die Nebenwirkungen/Entzugserscheinungen.
Liebe Grüße
Levetiracetam/Keppra - Entzugserscheinungen oder doch Epi?
Vielen Dank für deine ausführliche und rasche Antwort!
Du hast mir bereits sehr weitergeholfen!
Kannst du vielleicht deine Nebenwirkungen noch etwas genauer erläutern? Hattest du auch Schlafstörungen oder Muskelzuckungen?
Haben diese starken Nebenwirkungen bei dir erst nach dem Absetzen begonnen oder auch schon während der Behandlung?
Vielen Dank für deine Bemühung und liebe Grüße!
Levetiracetam/Keppra - Entzugserscheinungen oder doch Epi?
Gerne! Ich finde es sehr schön, dass man sich hier mit Leidensgenossen austauschen kann :)
Meine Nebenwirkungen waren so vielseitig. Ich hatte definitiv Schlafstörungen und auch Muskelzuckungen. Das ging sogar so weit, dass ich Schwindel und Herzrasen bekommen habe, sobald ich wusste, dass es jetzt dann bald Zeit fürs Bett war. Muskelzuckungen hatte ich auch ab und zu in Bein oder Arm, aber immer ohne Bewusstseinstrübung. Ich bin SEHR oft zu meinen Ärzten gerannt, die sich viel Zeit für mich genommen haben, und die mir erklärt haben, dass das Nebenwirkungen sind bzw. meine Psyche, die mit mir durchgeht und keine Anzeichen für Epilepsie... davon war ich nämlich die ganze Zeit überzeugt...
Meine Nebenwirkungen zähle ich dir mal schnell auf: Herzrasen, Atemnot, Schwindel, manchmal sogar komischer Druck im Kopf, wahnsinnige Angstgefühle/Panik (auch in Situationen, die völlig harmlos waren oder ich mich wohl gefühlt habe), Kribbeln in Armen und Beinen (etwa wie weiche Knie bei großer Angst), kurz vor dem Einschlafen bin ich sehr oft hochgeschreckt (Atemnot, Herzrasen etc., das war teilweise mehrere Tage hintereinander und das ganze über mehrere Stunden, bis ich vor Erschöpfung eingeschlafen bin), Müdigkeit, Nervosität, Kopfschmerzen. Ein paar Wochen lang hatte ich sogar Probleme mit den Augen, sobald ich irgendwie in einer stressigen Situation war (Augenzittern, Schmerzen, auch Panikgefühle; hab ich alles checken lassen, ich war immer kerngesund)
Nach dem Absetzen (etwa 3 Monate) hatte ich die Symptome weiterhin, deswegen war ich auch überzeugt davon, dass das alles Epilepsie ist, auch wenn ich nicht umkippe oder krampfe.
Aber wie gesagt, die Ärzte waren felsenfest davon überzeugt, dass meine Symptome „definitiv keine Epilepsie“ seien und ich sollte mich mal mit einem Psychologen bzw. einem Therapeuten für Psychosomatik treffen. Das tat ich dann auch und es hat mir SEHR geholfen. Diese Symptome haben mit den Monaten/Jahren immer weiter nachgelassen; in stressigen oder „ungesunden“ Situationen (Uni-Stress, Schlafmangel oder auch Alkohol) bekomme ich diese „Panikgefühle“ manchmal immer noch, weswegen ich es vermeide, Alkohol zu trinken oder zu wenig zu schlafen, aber das tu ich für meinen Seelenfrieden auch gerne :D Mir ist auch aufgefallen, dass sie Symptome im Sommer nicht so stark auftreten, was wahrscheinlich an der vielen frischen Luft und Sonne liegt :)
Falls du noch weitere Fragen hast, melde dich gerne! Liebe Grüße!
Levetiracetam/Keppra - Entzugserscheinungen oder doch Epi?
Achja, und ja, die Nebenwirkungen haben bereits bei der Behandlung begonnen! Wie ist das bei dir?
Levetiracetam/Keppra - Entzugserscheinungen oder doch Epi?
Vielen Dank!
Ja mir geht es genau gleich!
Glaubst du das die ganzen Symptome rein von der Psyche kommen oder dass es einfach seine Zeit braucht bis man sich vom Keppra entwöhnt hat?
Wie lange hat es bei dir gedauert bis du wesentlich eine Besserung gemerkt hast?
Danke und liebe Grüße
Levetiracetam/Keppra - Entzugserscheinungen oder doch Epi?
Ich denke, beides ist der Fall. Das wichtigste ist, dass du dich nicht verrückt machen lässt! Dein Körper ist gesund, darauf musst du einfach vertrauen. Ich glaube, die Psyche kann dir einiges vorspielen und das ist ziemlich verrückt! Gib dir einfach ein paar Monate Zeit und warte einfach ab, sprich über deine Symptome und ansonsten tust du am besten das, was dir gut tut! Mir hat es sehr geholfen, einfach drüber zu sprechen und mir einreden zu lassen, dass das alles nur ein Streich meiner Psyche ist... schon allein der Fakt, dass es dir genauso geht wie mir damals, zeigt mir, dass du vom gleichen Schlaf bist wie ich :D und bei mir wurde es wirklich wirklich besser! Ich habe kaum noch Beschwerden, wie gesagt nur in stressigen Situationen vereinzelt.
Es kann durchaus sein, dass es momentan noch vom Entzug kommt, aber achte darauf, dass du dir keine Angst-/Panikstörung daraus strickst!
Alles wird gut! :)
Levetiracetam/Keppra - Entzugserscheinungen oder doch Epi?
Vielen Dank für deine hilfreichen Tipps!
Wollte dich noch fragen, ob du auch so starke Probleme mit dem Zittern hattest?
Und du hast geschrieben, dass die Nebenwirkungen nach Monaten/Jahre besser geworden sind. Kannst möglicher Weise sagen, wie lange es gedauert hat, bis du erstmals eine deutliche Besserung aller Symptome gemerkt hast?
Danke und liebe Grüße! :)