epileptische vs. nichtepileptische Anfälle

DiDao, Monday, 06.11.2017, 18:17 (vor 3204 Tagen)

Hallo zusammen,:-)

ich habe epileptische sowie nichtepileptische Anfälle...
War eine ganz komplizierte Geschichte bis man es festgestellt hat, aber das lassen wir außer Acht.
Für die epileptischen nehme ich Lamotrigin, Gabapentin, Carbamazepin und Rivotril. Ich hatte überwiegend einfache fokale Anfälle (z.B. Deja-vue und co.) und höchst wahrscheinlich habe ich eine Temporallappenepilepsie.
Dazu habe ich aber noch die nichtepileptischen, die viel länger dauern und mich überhaupt nicht müde machen. Die haben sich als Grand-mal Anfälle, Absance Anfälle oder als Sturz mit geschlossenen Augen geäußert/ getarnt. Waren auch viel häufiger.

Und jetzt meine Frage... Hat jemand von euch auch sowas und wie könnt ihr dazwischen unterscheiden (also auramäßig)? Und kann man die irgendwie unterbrechen?

Da habe ich immernoch meine Schwierigkeiten bei... Der Artz meinte, die nichtepileptischen gehen weg, wenn ich allgemein ruhiger werde und meine Lebenseinstellung ändere... War es bei euch auch so?

VG :-P

epileptische vs. nichtepileptische Anfälle

Green, Monday, 06.11.2017, 19:41 (vor 3204 Tagen) @ DiDao

Hallo

sind sie in einer Praxis mit Schwerpunkt Epilepsie oder einem Epilepsiezentrum
in Behandlung? Wie alt sind sie den das es so weg gehen soll.
Die einen behandelt man mit Medis.....sie nehmen ja viele verschiedene.
Und die anderen mit Psychotherapie...hat man Ihnen diese Hilfe angeboten?

Gruss Green

epileptische vs. nichtepileptische Anfälle

DiDao, Monday, 06.11.2017, 20:12 (vor 3204 Tagen) @ DiDao

Also ich war in einer Klink für Epilepsie und dann in der Tagesklinik von einer Psychiatrie, um das koplett zu klären, weil meine echten Anfälle sich auch psychisch geäußert haben. Jetzt bin ich bei einem Neurologen mit Schwerpunkt Epilepsie in Behandling.
Ich bin 24 und habe Epilepsie seitdem ich 4 bin (wurde aber erst mit 17 diagnostiziert) und nichtepileptische Anfälle habe ich seit 4 Jahren. Mal mehr, mal weniger. Mir wurde erst jetzt vorgeschlagen, dass ich ambulante Psychotherapie machen könnte.

epileptische vs. nichtepileptische Anfälle

Green, Tuesday, 07.11.2017, 11:49 (vor 3203 Tagen) @ DiDao

Hallo
Danke für Deine Antwort ...das klingt soweit ja positiv...Psychotherapie kann gut helfen da lernt/erarbeitet man Strategien mit Dingen um zugehen.
Und die wendet man dann an es ist wie Tabletten nehmen.

Lg Green

epileptische vs. nichtepileptische Anfälle

spechti04 ⌂, Uttendorf, Monday, 06.11.2017, 20:15 (vor 3204 Tagen) @ DiDao

Hallo DiDao

also ich kann dr soviel sagen. mir wurde das so erklärt.

bei psychogenen also nicht epileptischen Anfällen hast du keinen zungenbiss, nässt nicht ein, usw. Was bei richtigen Epi-Anfällen aber ganz sichere Zeichen sind.

und aucch die Augen. Bei epileptischen Anfällen hat man ja die Augen offen und verdreht meistens. bei psychogenen sind die Augen meistens zu, oder auch zugedrückt. das habe ich schon live im KH miterlebt.

ich hoffe es hat dir ein bisschen geholfen.

Lg Spechti

--
Spechti

epileptische vs. nichtepileptische Anfälle

pegasus, Monday, 06.11.2017, 20:51 (vor 3204 Tagen) @ DiDao

Unterbrechen kannst du die nichtepileptischen Anfälle nur, in dem du dich deiner Vergangenheit stellst, denn diese dissoativen Anfälle sind nur dafür da, deine Psyche vor etwas traumatischem zu beschützen. Ist dieser Schutz nicht mehr notwendig, weil man sich mit diesem Erlebnis auseinandersetzt, gehen die nichtepileptischen Anfälle von alleine weg.

epileptische vs. nichtepileptische Anfälle

stepl, Saturday, 11.11.2017, 07:36 (vor 3199 Tagen) @ pegasus

Unterbrechen kannst du die nichtepileptischen Anfälle nur, in dem du dich deiner Vergangenheit stellst, denn diese dissoativen Anfälle sind nur dafür da, deine Psyche vor etwas traumatischem zu beschützen. Ist dieser Schutz nicht mehr notwendig, weil man sich mit diesem Erlebnis auseinandersetzt, gehen die nichtepileptischen Anfälle von alleine weg.


Das ist nicht ganz richtig!
Als Kind stellte ich fest:
"Der Mensch regt sich über alles und nichts auf! Jeder regt sich über jeden auf!"
-- Das Reagieren auf Umweltreize. Das Umweltreize den Anfall auslöst. Nach einiger Zeit tritt wieder Beruhigung ein, z.B. Wutanfall. Damit ist der Anfall wieder vorbei.
Wutanfall - es gibt auch kleinere Anfälle, fast stille Anfälle, wo wir uns über etwas ärgern. Der Effekt ist der Gleiche. Das schnelle von 0 auf 100 kommen.


Die Aufregung steigt, die Konzentration fällt.
Stress -- wie eine Ermüdung im Körper und Kopf. Bei Kindern im Unterricht: Am Anfang noch still sitzen können. Nach und nach kann es nicht mehr still sitzen und rutscht auf dem Stuhl hin und her. Es tritt eine geistige Ermüdung ein. Es passt nicht mehr im Unterricht auf.

Wie hoch ist die Konzentration? - aus der Chemie, wir können hier die Konzentration messen.


gruss mops
.

epileptische vs. nichtepileptische Anfälle

stepl, Monday, 06.11.2017, 21:44 (vor 3204 Tagen) @ DiDao

Da habe ich immernoch meine Schwierigkeiten bei... Der Artz meinte, die nichtepileptischen gehen weg, wenn ich allgemein ruhiger werde und meine Lebenseinstellung ändere... War es bei euch auch so?

Ich habe schon seit meiner Kindheit Konzentrationsprobleme.
Ich werde schnell nervös. die Konzentration lässt nach.
Stress: das Entstehen von Aufregung und Nervosität.
In der Aufregung steigt der Puls und der Blutdruck!
"Wer beherrscht wen? Der Körper mich oder ich den Körper?" Als spürte ich nur von Innen die Aufregung, aber ich bekam nicht mit, was um mich geschieht.
Als ist es eine Belastung auf den Körper und den Geist.

Ich musste wieder lernen, ruhiger gelassener zu werden.
Die Nervosität (aufgeregt sein, aber nicht wie bei Wut, Empörung)
Auch wie "Ich bin doch nicht aufgeregt!" sagt er mit aufgeregter Stimme. Spielen mit den Schulsachen, Spielen mit der Fernbedienung. -- Die Hände nicht still halten können. "wohin mit den Händen?" in die Hosentaschen stecken oder vor sich zusammenfalten (bei den Frauen)

"Was will ich im Bad?" fragte ich mich gestern.
Heute morgen erlebte ich das Bad ganz anders. Die Konzentration auf den Aufenthalt. Auf das was ich im Bad mache. Als ich aus dem Bad kam, wurde ich an was anderes erinnert "Kurzzeitgedächtnis. Eben wahr ich im Bad. - Das Zeitgefühl. Wie wenn einer gefragt wird und antwortet "Eben wahr er noch hier" Diesen Wechsel nehmen wir oft nicht wahr.

Die Konzentration im Bad, verdrängt wieder störende Gedanken und trägt mit zur Beruhigung bei.

gruss stepl

epileptische vs. nichtepileptische Anfälle

DiDao, Thursday, 09.11.2017, 17:26 (vor 3201 Tagen) @ DiDao

Vielen Dank für die netten Antworten :-)