Von krampfanfällen zu Fokalen Anfällen
Hallo Leute
Ich bin 24 und bei mir wurde vor 4 jahren Epilepsie diagnostiziert nach meinem ersten Krampfanfall.
Ich wurde sofort auf Lamotrigin eingestellt 50mg Morgens und 50 Abends.
Diese dosis half nicht und es wurde auf 150mg insgesamt erhöt.
Diese Dosis half und ich hatte das ganze Jahr 2017 nicht einen Anfall.
Ab ende April 2018 ging die Hölle los.
Ich hatte ein mal im Monat einen Grand mal.
Einen Tag nach meinem Geburtstag ging es dann in eine Phase die für mich extrem schlimm war.
Folgendes ist passiert.
Meine Oma fragte mich ob ich ihr einen Gartenschlauch aus dem Baumarkt holen kann ich bejahte und machte mich auf den Weg.
Dort angekommen ging ich in die Gartenabteilung holte den Schlauch und ging Richtung Kasse drehte aber nochmals um weil ich nach einer Arbeitshose gucken wollte habe keine gute gefunden und bin dann zur Kasse.
Auf dem Weg dahin gings los plötlich wurde alles um mich rum verschwommen ich hatte nur einen winzigen Punkt vor mir der scharf war.
Ich geriet in Panik und ging in einen Gang der leer war um mich beruhigen zu können aber das half nicht und plötzlich fing mein Kopf an sich nach Links oben zu drehen (so fangen alle Grand mal bei mir an) und ich gerit so in Panik das ich es noch irgendwie geschafft habe den Anfall zu beenden bevor er richtig los legen konnte.
Ich bin schnell zur Kasse und ich war Nass geschwitzt und meine Hände zitterten so stark das ich Probleme hatte der Frau das Geld zu geben.
Sie fragte mich ob alles in Ordnung sei ich habe darauf nicht geantwortet ich bin sfofort raus gelaufen und nach Hause gefahren.
Ich warf meiner Oma den Schlauch vor die Füße und bin schnell ins Bett um mich zu beruhigen.
Nach einer Stunde war ich dann runter gekommen und bin raus zu meiner Oma und ich merkte das irgendwas nicht stimmte ich fühlte mich wie im Traum wie als wäre das alles nicht real.
Und tags drauf ging es dann so richtig Los.
Ich wohne noch bei meinen Eltern habe aber eine eigene Wohnung eine Etage über ihen (Das Haus gerhört meiner Oma und ist ein 2 Familien Haus) ich bin runter zu ihnen und merkte plötzlich das ich eine Aura bekam und bin schnell wieder hoch und das zog sich 1 Monat hin es war so schlimm das meine Freundin damit nicht klar kam und schluss machte.
Dazu muss ich sagen wir wohnten 40km ausseinander und ich bin immer zu ihr gekommen da sie kaum Geld hatte zum fahren.
Naja ich habe mein Auto stehen gelassen weil ich nicht verrückt bin und fahre in so einer Verfassung Auto (Ja ich darf fahren hatte eine Verkehrsmedizinische untersuchung angeordnet vom Straßenverkehrsamt).
Und gut 1 Monat später beruhigte sich das ganze so das ich langsam wieder vor die Tür gehen konnte.
Aber dieses Traumgefühl ist bis Heute geblieben.
Ich bin in neurologischer behandlung und es wurde die Dosis Nochmals erhöt auf nun insgesamt 500mg.
Jetzt kommt das Problem.
Ich habe bisher keinen Krampfanfall mehr gehabt stadtdessen wurden aus den Grand mal Fokale Anfälle mit heftigsten Halluzinazionen und starker vergesslichkeit und heftihen Deja Vu erlebnissen.
Nur mal so um aufzuzeigen das es keine ''kleinen'' Halluzinazionen sind.
Treppen werden zu Krokodielen Texte werden zu einem Raumschiff mein Arzt rauscht plötzlich im Gesicht usw.
Dagegen steuern kann ich in dem ich mein Handy nehme und komplett hell stelle und es mir vor die Augen halte oder wenn ich meine Augen anderweitig ''beschäftige''.
Das EEG ist mittlerweile unauffällig weshalb mein Neurologe sagt diese Anfälle kommen von der Psyche.
Das kann schon sein da ich seit jahren psychischen belastungen ausgesetzt bin die Teilweise meinen Neurologen ins ''staunen'' verstzen.
Ich habe von meinem Hausarzt eine Überweisung zur Psychotherapie bekommen diese trete ich ab Mai an.
Nun meine Frage.
Hat jemad ähnliche Probleme mit so einer Art von Anfällen und kann mir einen Tipp geben wie er damit umgeht oder sogar diese Anfälle komplett losgeworden ist?
Von krampfanfällen zu Fokalen Anfällen
Ich weiß nicht so recht, aber warst du auch schon einmal in einer Epilepsieklinik?
Hast du auch mal nachgeschaut, was die maximale empfohlene Dosis von deinem Medikament ist, denn 500 mg habe ich noch nie hier zu lesen bekommen.
Was den Rest angeht. Bzgl. den Halluzinatioen solltest du einfach woanders dann hingucken, wenn die auftauchen. Verhindert die zwar nicht, aber sie dauern weniger lang. Bei Dejavus habe ich es bisher so gehalten, dass ich eben das Wort Dejavu sage und somit selbiges unterbrochen, ob es bei dir auch hilft, musst du ausprobieren.
Von krampfanfällen zu Fokalen Anfällen
Hallo Jan,
als erstes würde ich dir auch dringend eine Epilepsieklinik anraten.
Und wenn man bei deinen EEGs nichts sehen kann heißt das nicht, dass keine Epilepsie vorhanden ist und es deswegen psychisch ist. Meine EEGs sind immer unauffällig und nur während eines Anfalles ist das EEG auffällig.
Meine Höchstdosis als Einnahme von Lamotrigin in Monotherapie war mal 600 mg. Ich wusste aber, dass das schon sehr hoch ist, mein Medikamentenspiegel war bei 14 (auch sehr hoch bzw zu hoch) und die Anfälle sind mehr geworden. Ich habe die Neurologin gewechselt und bin inzwischen bei einem Epileptologen. Er hat zum Glück Ahnung und ich bin gut eingestellt.
Deine Anfälle auf die Psyche zu schieben...hmh. Ist immer schön einfach. Sicherlich ist eine Therapie sehr hilfreich nebenbei, da man besser lernt, damit umzugehen.
Ich könnte mir vorstellen, dass du einfach das Medikament nicht verträgst, doch deine Bilder und was du beschreibst, kenne ich als Nebenwirkung nicht. Allerdings dieses wie durch Watte gehen (meine Beschreibung) und alles ein bisschen unwirklich; das kenne ich.
Und auch Anfälle können sich ändern...
Hast du bisher Lamotrigin als einziges Medikament probiert?
LG