Was tun nach einem Krampfanfall?
Hallo zusammen,
zu allererst: Toll, dass es dieses Forum gibt. Danke an die Betreiber und die Nutzer.
Ich bin selbst nicht betroffen und auch ein absoluter Neuling auf diesem Gebiet. Aber ich mache mir Sorgen um eine Person, die mir recht nahe steht. Das Verhältnis zwischen uns ist aktuell nicht vollkommen konfliktfrei, aber doch wenigstens freundschaftlich. Die Person hat ausreichend Vertrauen mir von ihren Anfällen zu berichten. Allerdings bin ich unsicher, wie ich mich richtig verhalten kann und bitte euch an dieser Stelle um Hilfestellung.
Zur betroffenen Person: Die betroffene Person leidet bereits länger an neurologischen Erkrankungen (RLS, Depression), hat eine Suchtkrankheit überwunden, arbeitet seit längerer Zeit in einem sehr stressigen/dynamischen Job mit (meiner Meinung nach viel zu) unregelmäßigen Arbeitszeiten und leidet seit einigen Monaten an eher sporadisch auftretenden Krampfanfällen. Ihre Medikation (soweit sie mir bekannt ist) deutet lt. Beipackzettel nicht darauf hin, dass die Krampfanfälle durch Nebenwirkungen entstehen. Inwiefern bereits ein Spezialist eingebunden ist, kann ich an dieser Stelle nicht sagen.
Gestern hatte die Person leider einen erneuten Anfall und ist vorerst krank geschrieben. Ich habe der Person angeboten, dass ich für sie da bin und ihr sehr gerne Gesellschaft leiste, doch die Person möchte lt. eigenen Angaben heute lieber alleine sein. Das respektiere ich natürlich und habe dafür auch vollkommenes Verständnis. Dennoch ist mir unwohl bei dem Gedanken, dass die Person alleine ist.
Nun meine Frage an Betroffene (und natürlich auch Angehörige): Wie sollten sich Angehörige am besten verhalten, bzw. was tut nach entsprechenden Anfällen gut? Ist es z.B. sinnvoll, einen Ausflug in die nahegelegende Natur anzuregen? Hilft absolute Ruhe? Was tut euch nach einem Anfall am besten? Was überfordert euch nach einem Anfall?
Ich hoffe, ihr könnt mir dabei helfen das Richtige zu tun.
Vielen Dank und viele Grüße!
Was tun nach einem Krampfanfall?
Nach jedem Anfall gibt es erst einmal eine Reorientierungsphase, musst du dir so vorstellen, dass jemand gerade aufgestanden ist und noch nicht ganz wieder wach. Die Dauer der Reorientierungsphase ist sehr unterschiedlich und kann variieren aber wichtig ist, dass man dabei in einer vertrauten Umgebung ist. Das bedeutet, zu Hause ist es tatsächlich nach einem Anfall am besten.
Die Dauer ist, wie schon erwähnt, sehr unterschiedlich. Mal dauert Sie nur Minuten, kann je nach schwere des Anfalles aber auch Tage andauern.
Was du machen kannst ist eigentlich Nichts. Deine Ideen sind zwar löblich, aber helfen nicht dabei die Reorientierungsphase zu überwinden. Es dauert solange wie es dauert und Stress sollte hierbei vermieden werden.
Was den Rest angeht, so gibt es unterschiedliche Anfallsauslöser. Stress ist zwar am häufigsten verbreitet, aber genauso kann langeweile einen Anfall auslösen. Mag für dich Paradox klingen, aber ist halt so.
Das bedeutet im Klartext für dich. Wenn es dich interessiert, wie du dich verhalten sollst während eines Anfalles oder auch danach bist du darauf angewiesen, was deine Bekannte dir erzählt. Sie alleine weiß, was ihr vor, während und nach einem Anfall am besten tut.
Was tun nach einem Krampfanfall?
Danke Dir!
Was tun nach einem Krampfanfall?
Hallo,
Ich bin jetzt alt. Als alter Mensch nehme ich wieder das „hier und jetzt“ wahr.
Ich kann wie ein Kind nicht planen und vorausdenken.
Was habe ich noch alles vor? – das kann ich nicht.
„Ich habe aufgehört zu glauben! Ich kann wieder glauben!“ -- In der Kindheit
werden wir beneidet, wie zwanglos wir sind. Der Gedanke bestätigt mir, dass
ich in der Pubertät die Zwanglosigkeit verloren habe und in den Wechseljahren
ist sie wieder zurückgekommen.
Durch den inneren Zwang entsteht auch Stress.
»Ruhe und Gelassenheit« Oft werden Menschen beneidet, wenn sie es gut können.
So gut wie es geht selbst ruhig und gelassen bleiben! Damit wirkt man positiv
auf ihn ein.
»Das Kind ist ganz aufgeregt« die Aufregung ist ein IST-Zustand. „sich aufregen“
über etwas oder jemanden - ist ein Verstoß gegen die Moral!
Warum wir die Aufregung nicht akzeptieren, dass sie zu unserem Leben gehört.
gruss stepl
Was tun nach einem Krampfanfall?
Hallo
Wenn ich einen Anfall gehabt habe, Brauch ich ca eine halbe bis eine Stunde um komplett wieder im hier und jetzt zu sein. Damit meine ich dass ich die Tageszeit weiß und was ich gemacht habe und noch vor hatte.
Deine Ideen sind nett gemeint . Wenn jemand das bei mir macht kläre ich ihn erstmal auf dass der Alltag ganz normal weiter geht. Ich nicht besonders vorsichtig oder sowas behandelt werden möchte. Maximal dass es etwas langsamer geht und ich vieles nicht mehr weiß .
Wenn jemand das weiß und ich ihm das schon öfter das gesagt hätte werfe ich auch gereizter und betone:ich brauche keinen Babysitter. Bin 40 und nicht 4.
Also
Anfall registrierten und weiter geht's
Denkt immer hier dran: behindert ist man nicht, behindert wird man.
Von sich selbst und von anderen
Was tun nach einem Krampfanfall?
Gestern hatte die Person leider einen erneuten Anfall und ist vorerst krank geschrieben. Ich habe der Person angeboten, dass ich für sie da bin und ihr sehr gerne Gesellschaft leiste, doch die Person möchte lt. eigenen Angaben heute lieber alleine sein. Das respektiere ich natürlich und habe dafür auch vollkommenes Verständnis. Dennoch ist mir unwohl bei dem Gedanken, dass die Person alleine ist.
Das verstehe ich gut.
»Dur gehst mir auf den Keks!« ist oft der Gedanke auf der anderen Seite, wodurch wieder
Stress entsteht.
Besser ist es sich im Hintergrund aufzuhalten und den anderen in Ruhe zu lassen.
gruss stepl