Angehörige, mein Mann hat Epilepsie. Hilfe auf Fragen
Julia15, Saturday, 28.03.2020, 10:10 (vor 2331 Tagen)
Hallo,
Kurze Vorgeschichte.
Bei meinem Mann wurde 2017 Epilepsie festgestellt. Er hatte nie einen großen an Anfall ist immer nur 1 mal im Jahr zusammen gebrochen. Jedenfalls nach der Diagnose hat er ja Tabletten bekommen da hatte er ständig Nebenwirkungen und da gab's dann andere die waren aber noch schlimmer. Er war antriebslos, etwas depressiv und er hat die einfachsten Dinge nicht mehr verstanden. Das tat so weh seinen Mann so leiden zusehen. Darauf hin wurden die Tabletten wieder umgestellt. Lief ganz gut bis er letztes Jahr einen Autounfall hatte. Von der Nachtschicht heim und ganz plötzlich eingeschlafen, was durch die Tabletten ausgelöst wurde wie er selber meint. Da war er bei seiner Neurologie und bestand auf andere Tabletten sonst würde er keine nehmen. Er kommt halt schlecht damit klar überhaupt sowas nehmen zumüssen.
Jetzt haben wir unser 3 Kind bekommen und bauen ein Haus aus. Klar ist das stressig aber er macht sich auch noch mehr.
Er klagt die ganze Zeit unter Abgeschlagenheit und das ihn ganz schlimm Arme und Beine einschlafen und das ständig.
Zurzeit nimmt er Levetiracetam 500g.
Hat jemand da jemand solche Nebenwirkungen oder kommt das gar ne davon?
Er meint auch das er Probleme bei seiner Arbeit hat. Er müsste 3 Maschinen bedienen und schafft aber nur 1 max. 2.
Ich würde ihm so gerne helfen weil ich merk das ihm das so fertig macht die ganze Situation.
Vllt hat ja jemand ein paar Tipps
Angehörige, mein Mann hat Epilepsie. Hilfe auf Fragen
pegasus, Saturday, 28.03.2020, 12:19 (vor 2331 Tagen) @ Julia15
Ich würde eher sagen, wenn er abgeschlagen ist, ist es anstrengend sich auch zusammenzureissen und das führt zu Anspannungen, die dann die Nerven einklemme (einschlafende Gliedmaßen).
Was man gegen Anspannungen tun kann ist relativ simple. Fängt bei Entspannung im privaten Bereich an, geht über Massagen und hört bei Spritzen auf.
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Julia15, Saturday, 28.03.2020, 14:32 (vor 2331 Tagen) @ pegasus
Aber das passiert ja auch im Schlaf er wacht auf und Arme oder Beine sind eingeschlafen. Oder er stützt sich wo ab und schon ist der Arm eingeschlafen. Es ist auch beim Fahrradfahren schon aufgetreten das ihm so langsam die Hand einschläft.
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pegasus, Saturday, 28.03.2020, 17:03 (vor 2331 Tagen) @ Julia15
Passiert mir auch währenddessen, dennoch hat das nichts mit den Medikamenten (ich nehme Leviarecetam, davor Topamax und habe das auch schon durch, allerdings durch eine PTBS) zu tun, sondern mit der Körperhaltung und auch der durch Stress bedingten körperlichen Anspannung.
Du hast selbst geschrieben, dass dein Partner Depressiv sei bzw. gewesen sei, sitzt, steht und fährt er mit geradem Kreuz oder ist die Körperhaltung gebeugt? Hat er desöfteren Rückenschmerzen?
Wenn ja, dann liegt es daran, dass sich die Muskeln verkürzt haben, während die Nervenbahnen weiterhin die gleiche größe beibehalten haben und da muss man nun kein großes Genie sein, dass wenn ein Strang verkürzt und angespannt ist und der andere locker hin und her wehen kann, dass der lockere Strang sich verheddern oder einklemmen kann irgendwo.
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Julia15, Saturday, 28.03.2020, 17:22 (vor 2331 Tagen) @ pegasus
Nicht direkt Depressionen. Topamax hatte er auch und da war er so insichgekehrt und hat alles nur schlecht gesehen, Am schlimmsten war es aber das er die einfachsten Dinge nicht verstand und sich nix merken konnte.
Gut das klingt sehr logisch zwecks der Körperhaltung. Ja Rückenschmerzen gibt er sehr oft an. Und sobald es draußen wärmer wird und er arbeitet ist er fix und alle.
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pegasus, Saturday, 28.03.2020, 17:40 (vor 2331 Tagen) @ Julia15
Dann schicke ihn mal zum Orthopäden... Dann bekommt er Massagen verschrieben und eventuell eine Rückenschulung oder RehaSport zur Stärkung der Rückenmuskulatur
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Julia15, Saturday, 28.03.2020, 19:58 (vor 2331 Tagen) @ pegasus
Massagen hatte er von der Neurologie bekommen, er meinte nur das es noch schlimmer ist als vorher. Aber das wird bestimmt erst so sein oder wenn die Muskeln verkürzt sind?
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pegasus, Saturday, 28.03.2020, 21:49 (vor 2331 Tagen) @ Julia15
Na was dachte denn dein mann, was da passiert?
Wenn man immer angespannt ist und dann die Verspannungen löst, dann ist es klar, dass das erst einmal schmerzhaft ist, denn die Verspannung bleibt offenbar bei deinem Mann bestehen. Es wäre daher wohl erst einmal angebracht, die psychische Komponent bei deinem Mann zu betrachten, denn wenn er denkt, dass er nicht mehr so Leistungsfähig ist etc pp, dann kann das auch Stress verursachen, das führt zu Depressionen und das wiederum zu verspannungen usw usf.
Hat er mal eine MOSES Schulung mitgemacht?
Ansonsten kann ich dir noch sagen was ich mache. Entweder ich benutze eine Wärmflasche, wenn es leichte schmerzen sind und wenn ich merke, dass ich im Nacken/Schulterbereich verspannt bin, trage ich Schmerzöl auf bevor ich schlafen gehe und danach ist es wieder gut (das Öl kann man auch für Massagen verwenden, hatte es seinerzeit von meiner Masseurin empfohlen bekommen). Gleiches kann man natürlich auch mit wärmende Schmerzsalben machen.
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Julia15, Saturday, 28.03.2020, 23:11 (vor 2331 Tagen) @ pegasus
Das Problem ist vllt ehr das niemand also ärztlicher Seite was gesagt hat was es sein kann. Es wurden die Untersuchungen gemacht und nie kam was raus.
Hätte vllt mal jemand das so erklärt wie Sie, das es sowas sein könnte wäre er nicht so negativ bei der Sache.
Verstehen Sie bissel das es deprimierend ist man rennt von Arzt zu Arzt schildert seine Probleme es werden Untersuchungen gemacht und am Ende kommt nix raus. Und es wird einen nicht geholfen. Deswegen hab ich hier mal die Sache so geschildert damit wir Erfahrungen von anderen einholen können.
Von dieser Schulung hab ich noch nix gehört. Werde mich dazu mal belesen.
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Green, Saturday, 28.03.2020, 23:19 (vor 2331 Tagen) @ Julia15
Ja so ist das Leben echt scheibe 5 Ärzte und 6 Meinungen.
Meine Lebenserfahrung ist egal was wie wer sagt letztendlich ...bleibt über man muss
selber tun...sonst passiert nix.
Lg Green
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pegasus, Sunday, 29.03.2020, 18:48 (vor 2330 Tagen) @ Julia15
Nun ja, keine Ahnung was für Ärzte bisher aufgesucht wurden. Mein Neurologe meinte nur, dass ich mir das einbilde wegen der PTBS halt, sprich es sollte Dissoziativ sein. Ich bin dann zu meinem Hausarzt, der hat sich meinen Nacken und meine Schultern angeschaut, bemerkt, dass ich halt extrem angespannt war und mich zur Massage geschickt.
Wurde dann auch besser, war aber immer noch da, also ab zum Orthopäden und dieser hat dann RehaSport verschrieben zur Stärkung der Rückenmuskulatur und zusätzlich noch herausgefunden, dass einer meiner Halswirbel halt nicht mehr richtig sitzt.
Dass das auch anders laufen kann ist mir klar, habe ich auch schon hinter mir. Mein alter Hausarzt (mittlerweile in Rente) nahm das auch nie ernst und hat mir dieses und jenes verschrieben, was nicht wirklich geholfen hatte bzw. immer nur kurzfristig mit den darauf resultierenden Konsequenzen.
Also nochmal mein Rat:
Orthopäden aufsuchen und halt MOSES Schulung einmal machen.
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stepl, Thursday, 02.04.2020, 16:49 (vor 2326 Tagen) @ Julia15
Hallo,
»Du kannst nicht alles alleine machen!«
Ich gehöre zur 3. Generation. Ich kenne von zu Hause Hilfsbereitschaft:„Kannst du mir mal helfen?“
Jetzt im Alter stellte ich fest: Wir werden alt und schwach. Um so älter wir werden, um so mehr sind wir auf die Hilfe andere angewiesen. – Das Kind wird groß und stark. Ich sah das Kind am Boden sitzen und versuchte sich den Schuh alleine anzuziehen. Um so größer das Kind ist, um so mehr kann es von alleine. „Du musst groß und stark werden!“ als läuft alles entgegengesetzt, wie beim alten Menschen.
Es ist für viele schwer einzusehen, dass er mehr schaffen will als er kann.
Es hängt nicht nur mit der Epilepsie zusammen. Einige Probleme sind menschlich normal. Die haben nicht nur wir Epileptiker. Man kann nicht alles nur auf die Epilepsie schieben!
Der Körper arbeitet rund um die Uhr! Mal mehr – mal weniger. Viele Folgen können auch mit Überanstrengung zusammenhängen.
Du schreibst ja selbst, durch den Bauen des Hauses entsteht noch mehr Stress.
Also ist es auch gut, wenn du ihn dazu bringst, kürzer zu treten
gruss stepl
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Green, Saturday, 28.03.2020, 17:43 (vor 2331 Tagen) @ Julia15
Hallo
klingt nach ein geklemmten Nerven...Chiropraktig/Osteopathie...könnten helfen.
Oder wie schon gesagt Orthopäde.
Der Hausarzt was sagt der?
Mal in einem Laden gewesen wegen einem anderen Kissen....wenn es oft Nachts passiert.
Lg Green
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Julia15, Saturday, 28.03.2020, 20:00 (vor 2331 Tagen) @ Green
Also die Neurologie hatte letztens ein EMG gemacht da war alles in Ordnung auch MRT der HWS war unauffällig.
Und darauf hin hatte er Massagen bekommen die er aber nicht so gut fand.
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Green, Saturday, 28.03.2020, 20:28 (vor 2331 Tagen) @ Julia15
Dann sollte er noch jemand anderes ausprobieren zur Massage ...jeder macht es anders.
Wenn die Praxen wieder auf haben .
Ansonsten...Wärmflasche./Tensgerät..und auch wenn es nicht gefällt etwas mehr Erholung.
Lg Green
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Julia15, Saturday, 28.03.2020, 21:11 (vor 2331 Tagen) @ Green
Alles klar. Vielen Dank für die ganzen Tipps.
Jetzt muss ich meinen Sturrkopf nur noch überzeugen können.
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Green, Saturday, 28.03.2020, 21:15 (vor 2331 Tagen) @ Julia15
Hm überzeugen
nein ich glaube du solltest mehr für Dich sorgen...es ist alles seine Entscheidung.
auch wenn es schwer aus zuhalten ist für Dich.
Es gibt Beratungstelefone und shggruppen für Angehörige ..dort könntest unterstützung
bekommen.
Lg Green
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sandytimmy, Sunday, 29.03.2020, 14:04 (vor 2330 Tagen) @ Julia15
Hallo Julia
Steht denn fest dass das einschlafen der gliedmaßen von den Tabletten kommt?
Ich nehme sie und habe davon keinerlei Nebenwirkungen.
Mein Mann, kein epileptiker, hat diese Phänomene allerdings von stenosen in der hals- und lendenwirbelbereichen.
Oder steht das fest?
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Julia15, Sunday, 29.03.2020, 17:49 (vor 2330 Tagen) @ sandytimmy
Nein. Er hatte das schon manchmal vor der ganzen Diagnose und seit dem er Tabletten nimmt tritt das eigentlich jeden Tag auf.
Wie wurden die Stenosen gefunden durchs MRT?
Ich hab auch schon öfters gesagt das vllt einfach mal MRT vom kompletten Rücken gemacht werden muss um da zusehen ob weiter unten noch was ist.
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sandytimmy, Sunday, 29.03.2020, 18:56 (vor 2330 Tagen) @ Julia15
Ja. Er war beim Hausarzt und dann beim neurochirurgen. Der schickte ihm zum MRT wobei die stenosen zu sehen sind
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med-world, Monday, 11.05.2020, 14:18 (vor 2287 Tagen) @ Julia15
Hallo Julia!
Ich bin Medizinstudent im 6. Semester und leider „Levetiracetam Opfer“ geworden.
Ich hatte im November 2014 einen generalisieren Krampfanfall. Der Anfall war durch sehr starken Schlafentzug provoziert, trotzdem wurde ich auf Levetiracetam gesetzt.
Der Leidensweg begann...
Die ersten Wochen waren ok, ich war sehr stark müde. Nach 5 Wochen bekam plötzlich immer Herzrasen, weshalb ich oft beim Arzt war, es konnte keine Ursache festgestellt werden. Mit den Jahren bekam stark zu zittern, ich schwitze sehr, hatte Probleme mit der Verdauung, dauerhaft Sodbrennen, ständig nervös ect. Kurzgesagt mein vegetatives Nervensystem arbeitete immer auf voll Betrieb. Heuer im Februar bis März setzte ich die Tabletten ab und hoffte das die Nebenwirkungen verschwinden, sie wurde zuerst stärker, jetzt ist es minimal besser. Man wird absolut abhängig von Levetiracetam und man braucht sehr lange bis sich der Körper umstellt. Das sind keine typischen Nebenwirkungen, aber oft mal kann man paradox reagieren.
Aber generell ständige Müdigkeit ist eine der häufigsten Nebenwirkungen.
Lg