LGBT/Queer und Epilepsie

spacelad, Schweiz, Friday, 22.04.2022, 23:39 (vor 1576 Tagen) @ Mad
bearbeitet von spacelad, Saturday, 23.04.2022, 00:32

Hallo,

gibt es hier noch andere, die Epilepsie haben und in irgendeiner Weise dem LGBT-Spektrum zugehören? Ich würde mich freuen, wenn sich jemand meldet. Vielleicht können wir uns ja austauschen.
Es ist nicht immer einfach, zu mehreren Randgruppen zu gehören, also schwul/lesbisch/bi/trans und behindert zu sein. In der LGBT-Community werden Leute außerhalb der körperlichen Norm häufig ausgegrenzt, und in der übrigen Gesellschaft fällt man gleich aufgrund von zwei Merkmalen durch das normale Raster. 
Falls sich irgendeiner oder irgendeine wiedererkennt, würde ich mich über einen Kontakt freuen.

Viele Grüße
Florian

Hi Forian

Ich nicht mehr ganz aktuell, aber ich will trotzdem darauf antworten:

Ich bin homosexuell. Ich lebte (zu) lange aus gesellschaftlichen/sozialen Gründen heterosexuell, aber fühlte nie so. Ich habe deshalb mehrere Kinder. Heute stehe ich dazu, dass ich schwul bin. Heute lebe ich es. Gleichzeitig sehe ich aber meine Kinder als eine grosse Bereicherung.

Es ist auch meine Erfahrung, dass es innerhalb der LGBTQ-Szene selbst viel Diskriminierung gibt. Ich habe z.B. schon oft erlebt, wie Homos über Bi herziehen und so
ähnlich. Und das oft von Leuten, die dauernd von Toleranz sprechen. Das schockiert mich jedes mal.

Bei dem ganzen Perfektionismus des Körperkults, den viele LGBTQs zelebrieren, bleiben alle mit Beeinträchtigungen leider aussen vor. Das musste ich auch schon schmerzlich erfahren, als Epilrptiker. Das ist aber leider in machen hetero-Kreisen nicht anders, wie mein Sohn beweist.

Zum Glück habe ich sexuell gleichgesinnte Menschen kennengelernt, die mit Epilepsie kein Problem haben und einge wurden sehr gute Freunde von mir. Menschen die mich und ich sie, heute weit über den Sex hinaus unterstützen.


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