Haarausfall bei Medikamenten
Hallo malou,
schaue mal in den Beipackzetteln, ob dort etwas von wegen Haarausfall steht. Durchaus in beiden, denn auch, wenn das erste Medikament lange gut vertragen wurde, kann es passieren, dass ein zweites Medikament eine Nebenwirkung "aktiviert", die es nicht selbst mitbringt.
Wenn das Haarproblem seit Einnahme des Vimpat auftritt, sprecht auf jeden Fall mal mit dem behandelnden Neurologen drüber. (Egal ob im Beipackzettel erwähnt oder nicht.) Allerdings wird ein Neurologe immer nach der Wirkung des Medikaments und den gesamten Nebenwirkungen schauen. Wenn die Medikamentenkombination hilft und sich die restlichen Nebenwirkungen ansonsten im Rahmen halten, wird der Arzt der Haarverlust - sofern dein Sohn nicht gerade alles büschelweise verliert - tendenziell als akzeptabel einzustufen. Die Frage ist an solchen Stellen immer, was das kleinere Übel für den Lebensalltag ist. Eventuell wird der Arzt aber auch sagen, dass die Medikamente eher nichts damit zu tun haben. Dann könnt ihr weiter forschen, was ggf. noch als Ursache in Frage kommt.
Eine Medikamenteneinstellung im Krankenhaus ist übrigens - anders als hier empfohlen wurde - nicht nötig, sofern dein Sohn nicht extrem sensibel auf Umstellungen reagiert oder die Umstellung möglichst rasch vollzogen werden soll. Im Krankenhaus ist man in solchen Fällen natürlich immer unter besserer Überwachung. Nötig ist das aber in vielen Fällen nicht, noch dazu es auch durchaus Unterschiede macht, welche Anfallsart man überhaupt hat.
Gruß,
Sanktus Achtzehn
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