Anfall kurz vor Ausschleich-Ende
Hallo,
ein Anfall kurz vor Ende der Ausschleichphase ist bitter, und da ich derzeit nach Umzug ohne Neurologen dastehe, weiß ich nicht wirklich, wie es weitergeht. Medis wieder hochfahren aufs zuvor sichere Niveau? Termine bei Neurologen zu bekommen, ist ja eine Vollkatastrophe. Da lasse ich mir die Medis wohl besser vom Hausarzt verschreiben und greife auf den bewährten Plan zurück, oder?
Gibt es da Meinungen oder bestenfalls Erfahrungen zu? LG
Anfall kurz vor Ausschleich-Ende
Hallo und guten Abend,
ich als Nichtmediziner heiße dich herzlich willkommen bei uns im Forum. So bitter wie es klingt, ich kenne keinen Patienten, der nach dem Absetzen von Levetiracetam anfallsfrei geblieben ist. Dazu muss man wissen, dass es bei dem Messen der Blutserumwerte zwei Größen gibt. Einmal die Halbwertszeit und einmal den Steady State (das Fließgleichgewicht).
So schön wie sich das erst anfühlt ohne Medikamente zu sein, so enttäuscht ist man später beim ersten Rezidiv. Und es kommt noch schlimmer. Ich kenne einige Patienten, bei denen beim zweiten Beginn mit Levetiracetam eine Anfallsfreiheit nicht mehr zu erreichen war.
Du befindest dich einer schrecklichen Situation. Aus dem Grund würde ich alles daransetzen, die Tabletten über den Hausarzt oder bei einem anderen Neurologen bei Vorlage älterer Arztberichte verordnet zu bekommen.
Solltest Du bisher mit Levetiracetam nicht so gut gefahren sein, würde ich gleich das Nachfolgemedikament „Brivaracetam“ verordnen lassen. Ich wünsche viel Erfolg und gute Gesundheit.
Viele Grüße
Anton
Interessantes über Levetiracetam
https://forum.epilepsie-online.de/index.php?id=92593
Levetiracetam (Antiepileptikum)
https://leistungsverzeichnis.labor-gaertner.de/Entry/554
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Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Bitte wenden Sie sich an ihren Neurologen!
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Anfall kurz vor Ausschleich-Ende
Vielen Dank für die Antwort, Anton. Damit wär dann wohl auch die Frage beantwortet, ob es ggf. so einen finalen Ausreißer-Anfall geben kann und es danach bei entsprechender Lebensweise doch ohne Medis weitergehen kann.
Hallo und guten Abend,
ich als Nichtmediziner heiße dich herzlich willkommen bei uns im Forum. So bitter wie es klingt, ich kenne keinen Patienten, der nach dem Absetzen von Levetiracetam anfallsfrei geblieben ist. Dazu muss man wissen, dass es bei dem Messen der Blutserumwerte zwei Größen gibt. Einmal die Halbwertszeit und einmal den Steady State (das Fließgleichgewicht).
So schön wie sich das erst anfühlt ohne Medikamente zu sein, so enttäuscht ist man später beim ersten Rezidiv. Und es kommt noch schlimmer. Ich kenne einige Patienten, bei denen beim zweiten Beginn mit Levetiracetam eine Anfallsfreiheit nicht mehr zu erreichen war.
Du befindest dich einer schrecklichen Situation. Aus dem Grund würde ich alles daransetzen, die Tabletten über den Hausarzt oder bei einem anderen Neurologen bei Vorlage älterer Arztberichte verordnet zu bekommen.
Solltest Du bisher mit Levetiracetam nicht so gut gefahren sein, würde ich gleich das Nachfolgemedikament „Brivaracetam“ verordnen lassen. Ich wünsche viel Erfolg und gute Gesundheit.
Viele Grüße
AntonInteressantes über Levetiracetam
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Anfall kurz vor Ausschleich-Ende
Moin,
ich habe mit der Epilepsie-Hotline in Berlin telefoniert (großartiges Angebot übrigens). Das eine vorweg: Epilepsie ist nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte, und es gilt vor allem zu verhindern, dass Anfälle regelmäßiger und schlimmer werden. Das ist oft ohne Medis nicht möglich. Es soll aber doch Fälle geben, wo es nach langer Anfallsfreiheit und anschließendem Ausschleichen des Medikaments zu einem, aber eben nicht wiederholten Anfällen kam. Plausible Begründung: Man hat den Körper an etwas gewöhnt, das nun fehlt, und darauf folgt eine Reaktion. Ob man aufgrund einer so vagen Hoffnung (dass es bei einem Anfall bleibt) das Risiko eingeht und weitere Anfälle abwartet, ehe man die Medikation wieder hochfährt, ist eine sehr individuelle Entscheidung. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Neurologe dazu raten würde. Es mag für den einen oder anderen aber trotzdem in Frage kommen. Mit seinem Neurologen darüber zu sprechen, kann nie schaden. Entscheiden muss das jeder selbst. Erleidet man mehrere Anfälle, dürfte es indes kaum sinnvoll sein, auf den Schutz durch Medikamente mit wohl immer weniger Nebenwirkungen zu verzichten. LG
Hallo und guten Abend,
ich als Nichtmediziner heiße dich herzlich willkommen bei uns im Forum. So bitter wie es klingt, ich kenne keinen Patienten, der nach dem Absetzen von Levetiracetam anfallsfrei geblieben ist. Dazu muss man wissen, dass es bei dem Messen der Blutserumwerte zwei Größen gibt. Einmal die Halbwertszeit und einmal den Steady State (das Fließgleichgewicht).
So schön wie sich das erst anfühlt ohne Medikamente zu sein, so enttäuscht ist man später beim ersten Rezidiv. Und es kommt noch schlimmer. Ich kenne einige Patienten, bei denen beim zweiten Beginn mit Levetiracetam eine Anfallsfreiheit nicht mehr zu erreichen war.
Du befindest dich einer schrecklichen Situation. Aus dem Grund würde ich alles daransetzen, die Tabletten über den Hausarzt oder bei einem anderen Neurologen bei Vorlage älterer Arztberichte verordnet zu bekommen.
Solltest Du bisher mit Levetiracetam nicht so gut gefahren sein, würde ich gleich das Nachfolgemedikament „Brivaracetam“ verordnen lassen. Ich wünsche viel Erfolg und gute Gesundheit.
Viele Grüße
AntonInteressantes über Levetiracetam
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