Spurenelemente und Mineralstoffe

Anici, Sunday, 13.07.2025, 23:25 (vor 397 Tagen)

Ihr lieben,

mich beschäftigt schon länger die Frage bzgl. der Einnahme von Spurenelemente und Mineralstoffe.

Bei Medikamenten zur Behandlung von Epilepsie wird ja erklärt, dass bei Einnahme des Antiepileptika-Medikaments spannungsabhängige Natriumkanäle blockiert werden, wodurch wiederum die Erregung des zentralen Nervensystems verringert wird und somit das Risiko von Krampfanfällen minimiert wird, im besten Fall ist man sogar Krampffrei.
Bei Lamotrigin z.B. steht auch noch "Bindung an spannungsabhängige Calciumkanäle"

Helft mir mal auf die Sprünge, ich lese von Natrium, Calcium, auch von Kalium bgzl der Wirkung... was bedeutet das in Hinblick auf die Einnahme dieser Mineralstoffe als Supplement?

Wie schaut es mit Lithium aus, das soll sich positiv auf das ZNS auswirken. Aber wie schaut das im Zusammenhang mit Epilepsie aus? Hat da jemand eigene Erfahrungen? Dabei interessieren mich eher Erfahrungsberichte direkt vom Patienten, nicht, was man im Internet zu lesen bekommt ;-)

Ich freue mich auf Eure persönlichen Erfahrungen

Spurenelemente und Mineralstoffe

benuna, Monday, 14.07.2025, 14:44 (vor 397 Tagen) @ Anici

Ich schließe mich der Frage mal an. Auch Vitamin D und einige Vitamin B Varianten sollen betroffen sein. Ärztlich wurde das bei mir abgewunken und nicht weiter kommentiert. Von selber traue ich mich da nicht ran und von Nahrungsergänzungsmitteln habe ich nie viel gehalten. Dazu kämen noch weitere Inhaltsstoffe wie z.B. Ethanol. Auch wenn es Kleinstmengen sind, überwiegt meine Unsicherheit.
Ärztlich komme ich da, gesetzlich versichert, kaum weiter.

Gruß, benuna

Spurenelemente und Mineralstoffe

Anton, Tuesday, 15.07.2025, 18:07 (vor 395 Tagen) @ benuna

Hallo Benuna,

ich finde, es besteht heutzutage kaum noch ein Unterschied in der Behandlung von Privat oder Kassenpatienten. Voraussetzung: Man muss als Patient richtig kommunizieren können. Dass bedeutet, dass man sich selbst Fragen zur eigenen Gesundheit stellt. Und sich so gut wie möglich schlau macht.

Die leitende Ärztin meiner Hausarztpraxis führt mich durch mein Leben, gibt vor, wann welche Untersuchungen oder Impfungen dran sind, bei speziellen Untersuchungen oder Impfungen gibt sie den Rhythmus vor. Zur Blutabnahme gehört immer eine Woche später ein Besprechungstermin, wenn die Werte vorhanden sind. Ich nutze diese Termine immer für Fragen aller Art.

Bei Krankenhausaufenthalten war es vor gut 50 Jahren ein himmelweiter Unterschied, ob man als Privat- oder als Kassenpatient dort lag. Diese Unterschiede gibt es heute nicht mehr. Du als Patient hast das Recht auf Informationen.

Liebe Grüße
Anton

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Spurenelemente und Mineralstoffe

benuna, Wednesday, 16.07.2025, 20:14 (vor 394 Tagen) @ Anton

Hallo Anton,

Ja, sowas berichteten Privatpatienten mir auch. Ausnahme ist, das sogenannte IGEL Leistungen dort quasi selbstverständlich sind.

Mein Hausarzt hat mich nach Einführung der Epilepsie Medikamente gleich gegen Grippe und Lungenentzündung geimpft, weil man Risikopatient sei durch die Medikation. Grippe erwähne ich, da ich mich noch nicht in dem Alter befinde, wo Ärzte das für sinnvoll erachten.

Die Neurologische Praxis überprüft ca. alle halbe Jahre die Verträglichkeit der Medikamente. Leber, Nierenwerte und ein paar andere. Befunde bekomme ich auch ungefragt ausgehändigt.

Im Bezug auf bekannte eventuelle Aufnahmemängel der Vitamine und Mineralstoffe durch die Medikation wird aber abgewunken, was Blutuntersuchung angeht.

Gruß, benuna

Spurenelemente und Mineralstoffe

Anton, Monday, 14.07.2025, 17:56 (vor 396 Tagen) @ Anici

Hallo und guten Tag,

ein interessantes Thema, wobei die Mediziner mittlerweile wieder davon ausgehen, dass Nahrungsersatzmittel so gut wie nicht erforderlich sind bei ausgewogener Ernährung. Man geht dabei noch ein Stück weiter und warnt zum Beispiel vor zu viel Magnesium und Calcium, weil sich diese Stoffe in den Gefäßen ablagern und mit zur Arteriosklerose beitragen können.

Es wird im Allgemeinen gewarnt vor übermäßiger Einnahme freiverkäuflicher Medizin, es sollte in jedem Fall immer mit dem Arzt abgesprochen werden. Es ist ein Thema, mit dem wir als medizinische Laien nicht zurechtkommen. Aber trotzdem halte ich es für sehr wichtig, dass wir uns dafür interessieren. Ich lass von Zeit zu Zeit ein Blutbild machen, grundsätzlich lass ich mir davon eine Ablichtung geben und beschäftige mich damit.

Natrium
Worauf ich persönlich achten muss. Ich nehme Oxcarbazepin. Dieses Mittel senkt den Natriumspiegel im Blut. Wer wasserabführende Medikamente nehmen muss, muss auch auf seinen Natriumspiegel achten. Über einen zu niedrigen Natriumspiegel im Blut haben wir in diesem Forum viel diskutiert, über sie Suchfunktion gibt es zahlreiche Beiträge. Um den Natriumspiegel im Blut im Referenzbereich zu halten, nehme ich Schwedentabletten, das sind Salztabletten, morgens 500 mg und abends 250 mg.

Kalium
Vor längerer Zeit erhielt ich vom Nierenfacharzt (Nephrologen) den Hinweis, in Zukunft weniger Obst und Gemüse zu essen. Diese Lebensmittel enthalten viel Kalium. Wer Probleme mit den Nieren hat, muss hier auf diesen Wert achten. Wenn man bedenkt, dass es einige Millionen Bürger in Deutschland gibt, die nierenkrank sind und nichts davon wissen, ist es schon wichtig, hierauf zu achten. Ich esse seither weniger Bananen und Tomaten, somit liegt der Spiegel wieder im Normbereich.

Magnesium
Gegen den Cluster-Kopfschmerz und gegen Wadenkrämpfe hat mir ein Internist Magnesium verordnet. 100 Tabletten kosten ungefähr 3 Euro bei Aldi-Nord. Davon nehme ich abends eine. Diese Pille macht müde, sie hilft gegen Wadenkrämpfe und hat gleichzeitig abführende Wirkung.

Vitamin D
Vitamin D ist gut für die Knochengesundheit. Im Sommer bildet die Sonne Vitamin D, im Winter scheint sie seltener. Ich nehme einmal in der Woche eine Vitamin-D-Tablette (Dekristol 20.000 I. E.). Sie ist ärztlich verordnet.

Viele Grüße
Anton

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