Epilepsie Allgemein // Info Heilung

Hase1426, Tuesday, 19.08.2025, 14:52 (vor 361 Tagen)

Ein persönlicher Weg – was ich über Epilepsie und Eltern gelernt habe

Beitrag:
Hallo zusammen,

ich möchte heute einfach meine persönliche Erfahrung mit euch teilen. Bitte versteht es nicht als „Wahrheit für alle“, sondern als etwas, das ich auf meinem Weg entdeckt habe.

Vor etwa 1 ½ Jahren habe ich eine sehr schwere Zeit durchlebt – eine Trennung, viele eigene Themen und gleichzeitig die Epilepsie meiner Tochter. In dieser Phase habe ich begonnen, mich intensiv mit mir selbst zu beschäftigen: mit alten Spannungen, mit Selbstheilung, mit inneren Blockaden. Ich habe eine Ausbildung in diesem Bereich gemacht und dabei unglaublich viel über den Zusammenhang von Körper, Geist und Seele gelernt – auch über den Vagusnerv, Stressreaktionen und was sie mit uns machen können.

Was mich überrascht hat: Seit ich konsequent an meinen eigenen Themen gearbeitet habe, ist unsere Tochter anfallsfrei. Natürlich kann man nicht sagen, dass das „die“ Ursache war, und jeder Weg ist anders. Aber ich spüre, wie stark Kinder auf Spannungen und unausgesprochene Konflikte der Eltern reagieren. Das habe ich früher unterschätzt.

Mein Weg war lang, intensiv und manchmal auch sehr schmerzhaft. Doch ich kann euch ermutigen: Aufgeben ist keine Option. Jede Veränderung, die wir bei uns selbst anstoßen, kann auch unseren Kindern zugutekommen – vielleicht anders, als wir es erwarten.

Ich möchte euch einfach Mut machen, genau hinzuschauen, euch selbst nicht zu vergessen und Vertrauen zu behalten.

Liebe Grüße Christian H

Epilepsie Allgemein // Info Heilung

Anton, Thursday, 21.08.2025, 17:45 (vor 358 Tagen) @ Hase1426

Hallo Christian,

was Du schreibst sind alte Weisheiten, nur dass sich die meisten erst wieder daran erinnern, nachdem sie tief gefallen sind. Ich denke dabei an Menschen nach Schlaganfall, Herzinfarkt oder onkologischen Leiden. Oder so wie in Deinem Fall, nach einer Lebenskrise – und dazu noch ein krankes Kind.

Eine gleichbleibende Zeit, Tage mit fester Struktur sind mehr wert als die beste Medizin. Das ständige Streben nach Mehr ist Gift für unseren Körper und macht uns in Wirklichkeit krank ohne echten Zugewinn.

Anfallskranke brauchen ein Leben in Kontinuität, es sollte stets auf einem Level laufen, die enormen Schwankungen, ich denke dabei an Stress, Freude, Trauer und an Superereignisse, sie sind für sie zu belastend.

Qi Gong, Yoga, Pilates, Bewegungsbäder, Radfahren oder Laufen können die Gesundheit festigen. Ich hatte in den letzten 20 Jahren eine Vielzahl an Operationen unter Narkose. Die Ärzte sind davon überzeugt, dass ich diese Eingriffe nicht alle überstanden hätte, ohne diese präventive Stärkung durch Sport.

"Früher Reha heute Präha" ist eine Aussage, die den Wandel in der medizinischen Versorgung von der Nachsorge (Reha) zur Vorbereitung auf eine Behandlung (Präha, also Prähabilitation) beschreibt.

Durch eine solide Lebensform lassen sich viele Krankheiten verhindern. Und welche, die vorhanden sind, besser überstehen. Danke für Deinen Beitrag.

Viele Grüße
Anton

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Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Bitte wenden Sie sich an ihren Neurologen!

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