Von Levetiracetam auf Briviact

Stef2025, Monday, 17.11.2025, 11:18 (vor 271 Tagen)

Hallo liebes Forum,
ich kam vor 13 Jahren, während meiner 2. Schwangerschaft, zu Epilepsie wie die Jungfrau zum Kind. Ich hatte 3 GM Anfälle bis ich eine Diagnose hatte und 2 weitere bis ich so eingestellt war, dass ich seit her anfallsfrei bin. Ich nehme Levetiracetam und Vimpat. Ich habe das Gefühl, dass ich schon immer müde war, durch diese Medikamente. Aber zum Zeitpunkt, als ich diese bekam, hatte ich nun mal auch 2 kleine Kinder und wenig Schlaf. Es war also nicht wirklich eindeutig zu deuten. Auch habe ich schon lange die Vermutung, dass ich doch recht reizbar bin. Aber auch hier... kleine Kinder, viel Stress, kam es wirklich durch die Medikamente? Nun kommt hinzu, dass ich seit ca. 3 Jahren echt schlecht schlafe. Habe keine Probleme mit dem Einschlafen. Wache aber sehr oft (8-15 Mal pro Nacht) auf. Manchmal schlafe ich dann auch schlecht wieder ein. Fühle mich daher tagsüber oft ausgelaugt. Mein Arzt meint, es könnte durchaus auch von den Medikamenten kommen. Es wäre untypisch, dass es nach so langer Zeit kommt, ausschließen möchte er es aber nicht.
Er meinte ich könnte evtl. von Levetiracetam auf Briviact umstellen. Dies könnte Besserung bringen. All zu begeistert ist er aber nicht. Er meinte, er wäre froh, mich überhaupt anfallsfrei bekommen zu haben, nachdem ich mit solch einer Heftigkeit und Frequenz von heute auf morgen Epilepsie bekommen habe. Er würde mich aber durchaus unterstützen, wenn ich dies wollen würde.
Nun meine Frage an euch... hat jemand damit Erfahrung? Egal ob mit Umstellung oder auch mit spät einsetzenden Nebenwirkungen?
Danke schon Mal und viele Grüße!

Von Levetiracetam auf Briviact

Anton, Monday, 17.11.2025, 17:57 (vor 270 Tagen) @ Stef2025

Hallo,

ich kenne nur Levetiracetam und kann nicht über Müdigkeit klagen.Ich weiß jedoch, dass Levetiracetam Schlafstörungen auslösen kann. Und da weiß ich von anderen, die das Mittel nehmen, dass eine frühe Einnahme am Abend die Situation verbessern soll. Eine Nebenwirkung von Levetiracetam ist Feindseligkeit. Da sollte man auf sich achten. Von Vimpat weiß ich nur vom Hörensagen, dass es in einigen Fällen auch als „Verstärker“ des Hauptmedikaments eingesetzt wird.

Und wenn in Zukunft Brivaracetam genommen wird, könnte vielleicht auf das Vimpat ganz verzichtet werden, weil Brivaracetam mehr Power haben soll. Ich kenne einige Patienten, bei denen die Umstellung von Levetiracetam auf Brivaracetam die Situation wesentlich verbessert hat. Gerade im Bereich der Kognition. Aber: Die Bedenken des Arztes sind berechtigt. Bei Anfallsfreiheit sollten Experimente vermieden werden.

Viele Grüße
Anton

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Von Levetiracetam auf Briviact

Lustepi, Thursday, 15.01.2026, 16:58 (vor 211 Tagen) @ Anton

Oh ja, bitte verzichte auf Experimente ! Wir wären so froh, wenn wir die Anfälle in den Griff kriegen würden. Da wären Schlafprobleme u Müdikeit ok. Nicht böse gemeint aber überleg es dir sehr gut....🙏👍🤗


ich kenne nur Levetiracetam und kann nicht über Müdigkeit klagen.Ich weiß jedoch, dass Levetiracetam Schlafstörungen auslösen kann. Und da weiß ich von anderen, die das Mittel nehmen, dass eine frühe Einnahme am Abend die Situation verbessern soll. Eine Nebenwirkung von Levetiracetam ist Feindseligkeit. Da sollte man auf sich achten. Von Vimpat weiß ich nur vom Hörensagen, dass es in einigen Fällen auch als „Verstärker“ des Hauptmedikaments eingesetzt wird.

Und wenn in Zukunft Brivaracetam genommen wird, könnte vielleicht auf das Vimpat ganz verzichtet werden, weil Brivaracetam mehr Power haben soll. Ich kenne einige Patienten, bei denen die Umstellung von Levetiracetam auf Brivaracetam die Situation wesentlich verbessert hat. Gerade im Bereich der Kognition. Aber: Die Bedenken des Arztes sind berechtigt. Bei Anfallsfreiheit sollten Experimente vermieden werden.

Viele Grüße
Anton

Hallo,

ich kenne nur Levetiracetam und kann nicht über Müdigkeit klagen.Ich weiß jedoch, dass Levetiracetam Schlafstörungen auslösen kann. Und da weiß ich von anderen, die das Mittel nehmen, dass eine frühe Einnahme am Abend die Situation verbessern soll. Eine Nebenwirkung von Levetiracetam ist Feindseligkeit. Da sollte man auf sich achten. Von Vimpat weiß ich nur vom Hörensagen, dass es in einigen Fällen auch als „Verstärker“ des Hauptmedikaments eingesetzt wird.

Und wenn in Zukunft Brivaracetam genommen wird, könnte vielleicht auf das Vimpat ganz verzichtet werden, weil Brivaracetam mehr Power haben soll. Ich kenne einige Patienten, bei denen die Umstellung von Levetiracetam auf Brivaracetam die Situation wesentlich verbessert hat. Gerade im Bereich der Kognition. Aber: Die Bedenken des Arztes sind berechtigt. Bei Anfallsfreiheit sollten Experimente vermieden werden.

Viele Grüße
Anton

Von Levetiracetam auf Briviact

Libelle, Friday, 21.11.2025, 18:16 (vor 266 Tagen) @ Stef2025

Hallo,
Ich bin gerade in der Umstellung auf Lamotrigin, da Levetiracetam bei mir eher mehr Anfälle bewirkt hat. Ich habe 40 Jahre lang ohne Medikamente gelebt, da ich nur ab und zu eine Aura hatte - aber schlicht nicht wusste, was das ist und es harmlos fand. Seit 2 Jahren dann die offizielle Diagnose und mehrere Anfälle. Mir ging es ähnlich: schnell genervt, gereizt - aber ob das der Alltagsstress mit Job und Kindern war oder das Medikament..? Ich kann es nicht sagen. Erst dann, wenn ich komplett umgestellt bin und Lamotrigin bei mir wirkt. Das wird noch dauern und ich bin gespannt. 8 bis 15 x Aufwachen pro Nacht würde für mich aber auf jeden Fall heissen: das geht nicht auf Dauer. Da sollten alle eventuellen Gründe geprüft werden. Bei mir hat Levetiracetam keine Schlafprobleme mit sich gebracht, behaupte ich mal. Die kamen eher von der Belastung: wann kommt der nächste Blackout...? Bist du schon bei einer Epilepsie-Ambulanz gewesen? Mir hat das wenig gebracht, aber für dich könnte es sich vom Leidensdruck her schon lohnen. Viele Grüsse!