Nicht greifbare Gefühle

Moni92, Buchholz i. d. N., Monday, 29.12.2025, 16:13 (vor 228 Tagen)

Hallo, ich hoffe ihr hattet alle schöne Feiertage.
Ich frage mich oft, ob das was ich fühle oder sehe wenn ich die Augen schließe, etwas mit der Krankheit zu tun hat.

Ein Freund von mir liegt im Krankenhaus und ich glaube nicht, das er noch lange Leben wird. Das wirft mich schon sehr aus der Bahn (Gefühle und Gedanken).

Aber da ist noch mehr, noch ein Gefühle oder Gedanke, das/den ich nicht greifen kann. Das macht mich unsicher und sorgt dafür, das ich mich in einigen Situationen überfordert fühle. Ich habe tatsächlich, das erstmal seit 8 Jahren, Angst einen Anfall zu bekommen. Aber keinen von meinen "kleinen" sondern ein großen.

Kennt das jemand ?
Was kann ich da machen ?

Ich wünsche euch allein ein guten Rutsch ins neue Jahr

Danke fürs Lesen :)

Nicht greifbare Gefühle

Vau, Monday, 05.01.2026, 11:10 (vor 222 Tagen) @ Moni92

Liebe Moni,
ich glaube, dass so ziemlich jeder von uns diese „ungreifbaren“ Gefühle hat.
Bei mir zum Beispiel sind diese Gefühle erst nach gut zwei Jahren massiv aufgetreten. Damit komme ich im Moment auch nicht so wirklich klar.
Die Angst vor einem erneuten Anfall habe ich auch,- und sie wird schlimmer.
Ich beschreibe das immer mit einem schwarzen Panther, der bei mir im Nacken sitzt und von dem ich nicht weiß, wann er das nächste Mal zuschlägt.
Aber er ist da und wird mich den Rest meines Lebens begleiten. In ich will oder nicht.
Das schafft Verunsicherung.
Immer wieder taucht bei mir in unterschiedlichen Situationen die Frage auf: was wäre, wenn es jetzt passiert.

Was kann man tun?
Ich persönlich versuche jetzt mit einem Psychotherapeuten mir professionelle Hilfe zu holen.
Ich weiß, ich bekomme das alleine nicht geschoben.
Dazu kommt noch, dass ich alle mir zur Verfügung stehende Energie zur Bewältigung des Alltags brauche und um diese Gedanken loszuwerden dann nur noch wenig Energie zur Verfügung steht.
Bei dir kommt dann ja noch die Angst dazu, dass dein guter Freund den Krankenhausaufenthalt nicht überleben könnte.
Ich kann mir vorstellen, dass das die schon vorhandenen Gedanken nochmals verschlechtert.
Mein Vorschlag also: hol dir Hilfe.

Liebe Grüße und alles Gute bei der Bewältigung deiner Situation.
Volker