Angstzustände nach zweitem Anfall

Susi_2311, Sunday, 11.01.2026, 16:41 (vor 215 Tagen)

Hallo zusammen,

Ich bin 35 Jahre alt und hatte vor 2,5 Jahren meinen ersten Anfall, welcher wahrscheinlich ein Resultat von damaligen Nachtschichten und viel privatem Stress war. Danach hatte ich zweieinhalb Jahre keine Probleme.

Aktuell nehme ich Lamotrigin 350 mg pro Tag, und hatte jetzt vor einigen Tagen einen neuen Anfall, wahrscheinlich aufgrund von einem schlechten Schlafrhythmus im Urlaub; anders kann ich mir das nicht erklären und die Neurologin auch nicht. Nun wieder drei Monate Fahrverbot :(
Jetzt habe ich allerdings massive Angst dass ich mir nochmal etwas passiert, wie soll ich am besten damit umgehen?

LG

Angstzustände nach zweitem Anfall

Neubeginn69, Zwickau / Sachsen, Sunday, 11.01.2026, 17:29 (vor 215 Tagen) @ Susi_2311

Hallo zusammen,

Ich bin 35 Jahre alt und hatte vor 2,5 Jahren meinen ersten Anfall, welcher wahrscheinlich ein Resultat von damaligen Nachtschichten und viel privatem Stress war. Danach hatte ich zweieinhalb Jahre keine Probleme.

Aktuell nehme ich Lamotrigin 350 mg pro Tag, und hatte jetzt vor einigen Tagen einen neuen Anfall, wahrscheinlich aufgrund von einem schlechten Schlafrhythmus im Urlaub; anders kann ich mir das nicht erklären und die Neurologin auch nicht. Nun wieder drei Monate Fahrverbot :(
Jetzt habe ich allerdings massive Angst dass ich mir nochmal etwas passiert, wie soll ich am besten damit umgehen?

LG

Hallo Susi

Wie ich aus deinen auftretenden Anfällen herraus lesen kann, ist die Ursache vermuhtlich Stress, Schlafmangel, unregelmäßiges Schlafen und jetzt noch die Innere Angst dazu.
Was ich dazu sagen kann, ist, das du innerlich ein bisschen runter fahren musst.
Diese Ursachen hatte ich auch schon. Dazu kommt bei mit das Wetter. Kenne dies jetzt seit 50 Jahren. Jedenfalls ich nehme jetzt alles etwas gelassener um nicht so schnell in eine Notlage zu kommen

Viel Erfolg

Angstzustände nach zweitem Anfall

Vau, Wednesday, 14.01.2026, 11:28 (vor 213 Tagen) @ Neubeginn69

Hallo Susi,
ich kann dich da sehr gut verstehen.
Mir geht es ähnlich. Ich hatte vor etwas über zwei Jahren meinen zweiten tonisch-klonischen Anfall und bin seitdem anfallsfrei.
Dennoch ist da die ständige Angst.
Das eine ist sicherlich, die bekannten Risikofaktoren zu eleminieren. Also Schlaf, Stress Alkohol…
Das ist, jedenfalls für mich, kein Problem, da ich ja durch die Krankheit genügend Motivation mitbekommen habe.
Das andere jedoch, die ständige Angst vor einem erneuten Anfall und den daraus resultierenden Konsequenzen.
Das ist eine ganz andere Sache.
Ich habe mal den Spruch gelesen: „Bei der Epilepsie ist der Anfall ansich häufig das geringere Problem“
Das hat mir geholfen zu erkennen, dass ich mit meiner Angst nicht ganz alleine bin.
Meine Gedanken kreisen ständig darum.
- hab ich genug geschlafen?
- hab ich zuviel Stress?
- ernähre ich mich richtig
Diese Angst lähmt mich in meinem Leben und kostet so unfassbar viel Energie.
Manchmal sind mir soziale Kontakte zu anstrengend, die ich sonst immer so gerne gemacht habe und ich sage immer mehr Termine ab.
Ich will -nicht, dass die Krankheit das Steuer für mein Leben übernimmt und habe ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben.
Mit der Epilepsie werde ich den Rest meines Lebens gesegnet sein. Damit muss ich lernen umzugehen. Ich weiß nur nicht wie.

Deshalb habe ich für mich entschlossen, dass ich alleine damit auf Dauer nicht klarkomme und habe mich auf eine Warteliste von einem Psychologen setzen lassen.
Hoffe, das wird helfen.

Ich wünsche dir viel Stärke.
Ich weiß, da ist Licht am Ende des Tunnels.
Wir müssen nur noch den Weg dahin finden.

Liebe Grüße
Volker