Lamotrigin-Erfahrungen bei fokaler Epilepsie: Nebenwirkungen
Hallo zusammen,
ich habe seit über 20 Jahren Epilepsie (fokale Epilepsie mit Auren/fokalen Anfällen) und suche Erfahrungsberichte.Zu mir: weiblich, Ende 20, sehr schmal gebaut. Ich schreibe aktuell meine Masterarbeit, daher ist mir wichtig, wie sich eine (neue) Medikation auf Konzentration, Energie und Stimmung im Uni-/Arbeitsalltag auswirken kann. Außerdem ist Kinderwunsch ein Thema.
Warum ich lange ohne Medikamente war: Als Kleinkind wurden Medikamente ausprobiert, aber es gab entweder keine stabile Anfallsfreiheit oder deutliche Nebenwirkungen. Deshalb bin ich über viele Jahre ohne Dauermedikation geblieben und habe im Alltag meist gut funktioniert. Jetzt möchte ich das Thema medizinisch strukturiert angehen (MRT-Update, ggf. Epilepsiezentrum). Meine Neurologin hat mir Lamotrigin (Lamictal) nahegelegt.
Ich bin unsicher, weil ich Lamotrigin früher schon einmal genommen habe und es damals nicht gut vertragen habe (v.a. starke Müdigkeit, Reizbarkeit und deutliche Gangunsicherheit/„wackelig“). Besser wurde es erst nach komplettem Absetzen.
Mich interessieren eure Erfahrungen, besonders zu diesen Punkten:
1. Lamotrigin bei fokaler Epilepsie: Welche Nebenwirkungen hattet ihr (Müdigkeit, Stimmung, Schwindel/Gangunsicherheit) und wurden sie mit der Zeit besser?
2. Einschleichen: Wie langsam seid ihr gestartet und was hat Nebenwirkungen minimiert?
3. Uni/Arbeit: Wie hat Lamotrigin eure Konzentration, Gedächtnis und Belastbarkeit beeinflusst – eher neutral, eher besser (weil weniger Anfälle) oder eher schlechter?
4. Schwangerschaft mit Lamotrigin: Wie habt ihr das praktisch erlebt? (z.B. Anfallskontrolle, Wohlbefinden, typische Probleme). Mir ist bewusst, dass in der Schwangerschaft oft eine Dosisanpassung/Monitoring nötig ist; mich interessiert vor allem, wie das in der Realität bei euch ablief und worauf ihr rückblickend geachtet hättet.
5. Kinderwunsch/Fruchtbarkeit: Hattet ihr unter Lamotrigin Veränderungen beim Zyklus/Eisprung oder beim Schwangerwerden?Danke euch! Mir helfen vor allem praktische Erfahrungen und Tipps, wie man den Start möglichst nebenwirkungsarm gestaltet und gleichzeitig im Alltag leistungsfähig bleibt.
Guten Abend,
Ich habe auch eine Fokale Epilepie, also Beginn 2x 200 mg,
Lamictal hatte ich auch mal da war ich wohl auch recht müde weswegen das abgesetzt wurde, ich habe dann 20 Jahre Carbamzepin genommen was dann die Wirkung verlor, jetzt nehme ich wieder seit bald 20 Jahren Lamotrigin, zu Anfang hatte ich eine Urtikaria (Hautausschlag) ich nehme an dass das eine Erstreaktion des Körpers war, das Verlangen nach Geschlechtsverkehr habe ich nicht (Lipidoverlust?), Zyklusstöhrungen oder der gleichen sind mir nicht aufgefallen, allerdings habe ich eine chronische Leukopenie durch Lamotrigin.
Bei zu hohem Lamotriginspiegel bekam ich schubweise Sehstörungen (Downbeat-Nystagmus mit Ozillopsie, ein schweifendes Sichtbild, typische Nebenwirkung bei Antikonvuliva)
Schwanger war ich nicht, mein ehemaliger Neurologe sagte mir aber das monatlich eine Ableitung gemacht werden, und die Dosis sogar erhöht werden muss.
Lamotrigin zählt bei Kinderwunsch zu den Medikamenten der Erstewahl während man auf Valporat bei Kinderwunsch verzichten sollte da das die Gefahr birgt dass das Kind einen offenen Rücken (Spina bifida) entwickelt.
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Sta_Gate,
14.04.2026, 18:22
- Lamotrigin-Erfahrungen bei fokaler Epilepsie: Nebenwirkungen - KaMa01, 14.04.2026, 23:22