Nährstoffmängel und Gelegenheitsanfälle

Tiara, Thursday, 14.05.2026, 20:01 (vor 118 Tagen)

Hallo zusammen,

es ist verrückterweise das erste Mal, dass ich mit Menschen spreche, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich - obwohl ich meinen ersten Anfall 2004 hatte.
Aktuell bin ich auf 600mg Valproat eingestellt. Meine Lage ist recht "besonders" und ich würde mich freuen, Menschen zu finden, die ähnliches erlebt haben.

- insgesamt hatte ich 9 (Gelegenheits-)Anfälle
- Neurologen sagen mir, dass es epileptische Anfälle wären, aber ich keine Epilepsie hätte. EEG immer negativ zwischen den Anfällen. Nach den Anfällen positiv. MRT negativ.
- Valproat wäre das einzige Antiepileptikum, das mir helfen würde, weil es mich auch emotional beruhigen würde (also Lamotrigin und Keppra wären keine sinnvollen Optionen).
- ich habe über längere Zeit gar keine (über 9 Monate) bzw sehr wenig (150mg über mehrere Jahre) genommen und war anfallsfrei. Mein EEG war ebenfalls in Ordnung
- wenn ich in absoluten Stresssituationen bin, also auch selbst sage, dass ich nicht mehr kann, dann ist es zu diesen Anfällen gekommen, die überwiegend tonisch waren
- man entdeckte bei mir folgendes: Milcheiweißunverträglichkeit, die zu starken Nährstoffmängeln führte (insbesondere Ferritin und Vitamin D), relative Östrogendominanz (die Anfälle können katamenial eingeordnet werden), latente Schilddrüsenunterfunktion, Morbus Meulengracht, Neurotoxikose durch Quecksilber, Blei, Aluminium und Cadmium, von-Willebrand-Syndrom durch VPA
- was in meinem Blutbild außerdem auffällig ist, ist ein stark erhöhter Vitamin B12-Wert ohne Supplemente, ein sehr niedriger Wert der Alkalischen Phosphatase

Durch Supplements und Ernährungsumstellung habe ich es geschafft, dass ich wieder schlafe (früher jahrelang unter der Woche nur durchschnittlich 3h, viele Nächte gänzlich ohne Schlaf), keine Kopfschmerzen mehr habe, meine PMS mehr.

Leider werden meine Blutwerte von "normalen" Neurologen nicht ernst genommen und sie tun es ab, dass ich halt einfach mein Leben lang VPA nehmen soll und mich "nicht so aufregen soll, dann passiert ja nichts". Auch mein jahrelanger Schlafmangel wurde nicht ernst genommen, obwohl er aus Mängelzuständen resultierte, die ich beheben konnte. Ebenso auch die Milcheiweißunverträglichkeit...

Gibt es da draußen bei jmd von euch Überschneidungspunkte? Ich würde mich freuen :)
Viele Grüße und alles Gute für euch!

Nährstoffmängel und Gelegenheitsanfälle

Anton, Wednesday, 10.06.2026, 19:38 (vor 91 Tagen) @ Tiara

Hallo,

herzlich willkommen bei uns im Forum. Patient zu sein ist heutzutage im Vergleich zu früher ein leichtes Spiel. Die Ärzteschaft geht davon aus, dass wir als Patienten um uns kümmern und so gut wie möglich für uns interessieren. Das Internet, „richtig“ benutzt, hilft uns dabei.

Wir liefern dem Arzt die Symptome, er stellt die Diagnose und sucht nach der Therapie. Und bei Letzterem beginnt es schwierig zu werden, weil er es mit Individuen zu tun hat, es gibt in den wenigsten Fällen die eine richtige Therapie.

Und jetzt kommt der Punkt, wo wir uns für uns interessieren müssen, ohne die Therapie des Arztes in Frage zu stellen. Wer sich ausreichend schlau macht und für sich interessiert, wird auf die Idee kommen, dass es zu der vom Arzt verordneten Medikation noch Optionen gibt, die genauso viel bewirken oder noch gezielter helfen.

Nur eine „Sicherung“ hat der Gesetzgeber bei der Verordnung von Medikamenten eingebaut: „Therapeutische Bedenken“. Die kann der Apotheker anmelden, wenn er der Meinung ist, der Arzt liegt mit einer Medizin bei einem ihm bekannten Patienten völlig daneben.

Wen ich Bedenken habe und der Meinung bin, es geht auch anders, mache ich einfach, solange ich es aufgrund meines Wissens verantworten kann und spreche bei nächster Gelegenheit die Veränderung an und lass sie vom Arzt absegnen. Damit bin ich bisher immer gut gefahren.

Ein gutes Beispiel sind die Medikamente gegen Bluthochdruck. Wer Sommer und Winter mit einer Medikation fährt, wird irgendwann Probleme bekommen. Weil im Sommer die Adern geschmeidiger sind als im Winter, was bei Wärme dann zu einem zu niedrigen Blutdruck führen kann. Eine Änderung der Medikation sollte aber in jedem Fall mit dem Arzt besprochen werden.

Viele Grüße
Anton

--
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Bitte wenden Sie sich an ihren Neurologen!

Weitere Beiträge finden Sie in meinem Profil!
Bitte auf "Anton" auf der Kopfleiste klicken.

Nährstoffmängel und Gelegenheitsanfälle

lionafox, Thursday, 11.06.2026, 17:06 (vor 90 Tagen) @ Tiara

Hallo zusammen,

es ist verrückterweise das erste Mal, dass ich mit Menschen spreche, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich - obwohl ich meinen ersten Anfall 2004 hatte.
Aktuell bin ich auf 600mg Valproat eingestellt. Meine Lage ist recht "besonders" und ich würde mich freuen, Menschen zu finden, die ähnliches erlebt haben.

- insgesamt hatte ich 9 (Gelegenheits-)Anfälle
- Neurologen sagen mir, dass es epileptische Anfälle wären, aber ich keine Epilepsie hätte. EEG immer negativ zwischen den Anfällen. Nach den Anfällen positiv. MRT negativ.
- Valproat wäre das einzige Antiepileptikum, das mir helfen würde, weil es mich auch emotional beruhigen würde (also Lamotrigin und Keppra wären keine sinnvollen Optionen).
- ich habe über längere Zeit gar keine (über 9 Monate) bzw sehr wenig (150mg über mehrere Jahre) genommen und war anfallsfrei. Mein EEG war ebenfalls in Ordnung
- wenn ich in absoluten Stresssituationen bin, also auch selbst sage, dass ich nicht mehr kann, dann ist es zu diesen Anfällen gekommen, die überwiegend tonisch waren
- man entdeckte bei mir folgendes: Milcheiweißunverträglichkeit, die zu starken Nährstoffmängeln führte (insbesondere Ferritin und Vitamin D), relative Östrogendominanz (die Anfälle können katamenial eingeordnet werden), latente Schilddrüsenunterfunktion, Morbus Meulengracht, Neurotoxikose durch Quecksilber, Blei, Aluminium und Cadmium, von-Willebrand-Syndrom durch VPA
- was in meinem Blutbild außerdem auffällig ist, ist ein stark erhöhter Vitamin B12-Wert ohne Supplemente, ein sehr niedriger Wert der Alkalischen Phosphatase

Durch Supplements und Ernährungsumstellung habe ich es geschafft, dass ich wieder schlafe (früher jahrelang unter der Woche nur durchschnittlich 3h, viele Nächte gänzlich ohne Schlaf), keine Kopfschmerzen mehr habe, meine PMS mehr.

Leider werden meine Blutwerte von "normalen" Neurologen nicht ernst genommen und sie tun es ab, dass ich halt einfach mein Leben lang VPA nehmen soll und mich "nicht so aufregen soll, dann passiert ja nichts". Auch mein jahrelanger Schlafmangel wurde nicht ernst genommen, obwohl er aus Mängelzuständen resultierte, die ich beheben konnte. Ebenso auch die Milcheiweißunverträglichkeit...

Gibt es da draußen bei jmd von euch Überschneidungspunkte? Ich würde mich freuen :)
Viele Grüße und alles Gute für euch!

Nährstoffmängel und Gelegenheitsanfälle

lionafox, Thursday, 11.06.2026, 17:09 (vor 90 Tagen) @ lionafox

Es gibt ein vertrauenswürdiges Portal, Globy Blog https://globy.com/blog , wo Sie alle nötigen Informationen zu diesem Thema finden. Es ist eine zuverlässige Quelle mit vielen nützlichen Informationen. Ich verfolge es schon lange und kann es daher empfehlen. Sie werden mit dieser Seite bestimmt zufrieden sein.