Können Stürze auf der Treppe epileptisch bedingt sein?
Liebe Community,
bei mir wurde in der Kindheit eine generalisierte Epilepsie mit Absencen und Myoklonien diagnostiziert. Seit meinem 17. Lebensjahr bin ich anfallsfrei. Geblieben sind lediglich eine gewisse Vergesslichkeit und ein langsames Arbeitstempo. Ich bin heute 54 Jahre alt.
Vor ca. 3 Jahren habe ich hier im Forum geschrieben, dass ich den Eindruck habe, die Anfälle könnten zurückgekommen sei, da ich plötzlich wieder ab und an Aussetzer und mehrmals eine Migräne-Aura hatte. Ich war beim Neurologen und im EEG wurde eine erhöhte Anfallsbereitschaft festgestellt, aber keine Absencen. Daher wollte der Neurologe erst mal auf eine erneute Gabe eines Antiepileptikums verzichten.
Seit 2 Jahren stürze ich in unregelmäßigen Abständen auf der Treppe zu meiner Wohnung. Allerdings nur dann, wenn ich Einkaufstaschen in den Händen habe. Es geht alles ganz schnell und zack falle ich plötzlich nach vorn. Ich bemerke vorher keinen Schwindel oder Schwarzwerden vor Augen. Die Einkaufstaschen fallen mir dabei aus der Hand. Zum Glück konnte ich mich bisher immer noch mit einer Hand abstützen. Zuerst dachte ich, dass es jeden mal passieren kann, plötzlich das Gleichgewicht zu verlieren, war aber irritiert, nachdem es einige Male passiert war.
Vor kurzem war ich beim Neurologen und habe ihm von den Stürzen erzählt. Es wurde ein Ruhe-EEG gemacht. Da unter Hyperventilation vereinzelt spike waves auftraten, war er der Meinung, die Stürze könnten epileptischer Natur sein. Es handele sich dabei wahrscheinlich um kleine Absencen oder um einen negativen Myoklonus. Daher soll ich nun Lamotrigin nehmen, auch wegen der Migräne-Auren.
Hat jemand Erfahrung mit solchen Stürzen, die nur auf der Treppe passieren?
Kann so etwas tatsächlich mit Epilepsie zusammenhängen?
Lieben Gruß
Kara
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- Können Stürze auf der Treppe epileptisch bedingt sein? -
Kara,
08.07.2026, 12:05
- Können Stürze auf der Treppe epileptisch bedingt sein? - Anton, 08.07.2026, 19:42