Plötzlich hat die Freundin Epilepsie - 2-3 Anfälle pro Woche

AnnDom, Samstag, 26.03.2022, 11:34 (vor 56 Tagen)

Hallo zusammen,
meine Freundin hatte Ende Januar den ersten Grand Mal Anfall in der Nacht. In der Klinik wurde dann schnell die Diagnose gestellt, da sie in der ersten Nacht mit Monitoring einen kleineren Anfall hatte. Seitdem geht es nur noch rund.
Es treten 2-3 Mal wöchentlich ganz unterschiedliche Anfälle auf. Zuletzt auch mit einer Aura. Zudem häufige Absencen.
Die aktuelle Medikation mit 3000 mg Levitiracetam täglich scheint nicht zu wirken oder wie lange kann das dauern bis sich das einstellt? Die 3000mg nimmt sie seit 2 Wochen und seit 4 Wochen nimmt sie es generell. Wie sind da eure Erfahrungen?

Auch für mich ist die Situation gerade hoch belastend und habe mich krankschreiben lassen, da ich in ständiger Alarmbereitschaft bin und sich alles nur noch darum dreht.
Wenn das in dieser Häufigkeit weitergeht, weiß ich gerade nicht wie ich das mit dem Arbeiten hinbekommen kann, weil ich in ständiger Sorge bin.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

Und was sollte man als Betroffene in dieser Situation tun?

Liebe Grüße und Danke schonmal im Voraus

Dominik

Plötzlich hat die Freundin Epilepsie - 2-3 Anfälle pro Woche

Anton @, Samstag, 26.03.2022, 17:45 (vor 56 Tagen) @ AnnDom
bearbeitet von Anton, Samstag, 26.03.2022, 17:50

Hallo und herzlich willkommen bei uns im Forum,

ich gehe davon aus, dass dir bekannt ist, dass auch in diesem Forum, wie in allen anderen medizinischen Foren, sich nur Patienten austauschen, also wir sind in der Lage, unsere Erfahrungen weiterzugeben, mehr aber auch nicht. Medizinischen Rat dürfen nur Ärzte erteilen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, als ich an Epilepsie erkrankte, dass es anfangs ein Prozess des Ausprobierens war. Ganz wichtig dabei: Patient und Arzt müssen zusammenarbeiten. Das bedeutet, als Patient sollte man jedes noch so kleine Ereignis, das vom Normalgesundheitszustand abweicht, dokumentieren. Für den Epilepsiekranken bedeutet das in erster Linie, dass er einen Anfallskalender führt, dass er die Anfälle von Dritten beobachten lässt, damit diese schildern können, wie der Ablauf ist.

Gerade bei Wirkstoffen gegen Epilepsie ist Therapietreue, die Compliance, ein sehr wichtiges Thema. Du kannst noch so hohe Dosen Tabletten nehmen, wenn sie nicht regelmäßig genommen werden, ist alles für die Katz. Wichtig ist eine solide Lebensweise, ausreichend Schlaf, möglichst ohne Nikotin, auf keinen Fall Alkohol.

Was Du im Moment machen könntest? Ich würde sagen, um einen zeitnahen Termin beim Neurologen bitten und die Angelegenheit schildern, damit er entscheiden kann, wie es weitergehen könnte. Bei den Ereignissen würde ich auf die Notwendigkeit einer raschen Vorstellung beim Arzt hinweisen. Sollte das nicht hilfreich sein, auch woanders noch eines Termines wegen anfragen. Ich wünsche viel Erfolg!

Gute Grüße
Anton

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Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Plötzlich hat die Freundin Epilepsie - 2-3 Anfälle pro Woche

moni1992, Dienstag, 29.03.2022, 23:20 (vor 52 Tagen) @ AnnDom

Hallo zusammen,
meine Freundin hatte Ende Januar den ersten Grand Mal Anfall in der Nacht. In der Klinik wurde dann schnell die Diagnose gestellt, da sie in der ersten Nacht mit Monitoring einen kleineren Anfall hatte. Seitdem geht es nur noch rund.
Es treten 2-3 Mal wöchentlich ganz unterschiedliche Anfälle auf. Zuletzt auch mit einer Aura. Zudem häufige Absencen.
Die aktuelle Medikation mit 3000 mg Levitiracetam täglich scheint nicht zu wirken oder wie lange kann das dauern bis sich das einstellt? Die 3000mg nimmt sie seit 2 Wochen und seit 4 Wochen nimmt sie es generell. Wie sind da eure Erfahrungen?

Auch für mich ist die Situation gerade hoch belastend und habe mich krankschreiben lassen, da ich in ständiger Alarmbereitschaft bin und sich alles nur noch darum dreht.
Wenn das in dieser Häufigkeit weitergeht, weiß ich gerade nicht wie ich das mit dem Arbeiten hinbekommen kann, weil ich in ständiger Sorge bin.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

Und was sollte man als Betroffene in dieser Situation tun?

Liebe Grüße und Danke schonmal im Voraus

Dominik

Moin,

aus eigener Erfahrung kann ich sagen das es echt schwer für mich war einen guten Neurologen zu finden. Der erste hatte die falschen Medikamente und hat darauf beruht trotz Anfällen. Der zweite total unfreundlich, keine Verbindung. Seit einem Aufenthalt für einen Monat im Epilepsiezentrum bin ich perfekt eingestellt. Außerdem habe ich einen perfekten Neurologen vermittelt bekommen. Ich persönlich halte einen Aufenthalt in einem Zentrum für Sinnvoll, da man gut durchleuchtet wird.
Da ich die Betroffene bin kann ich nur im Namen meines Mannes sprechen. Er hat (wenn es mal vor kam) gelernt ruhig zu bleiben. Da ich auch Grand mal Anfälle habe: Ich möchte danach nur meine Ruhe. Solange es mir Sichtbar Körperlich ``gut`` geht brauche ich das auch. Die Kopfschmerzen sind abnorm und das Gefühl danach ist unbeschreiblich! Aber das wurde dir sicherlich bereits beschrieben.
Außerdem denke ich der Alltag muss weiter gehen und wenn sich beide unter Druck setzen kann es nur noch mehr stressen.

Erstmal alles Gute! Lg Monique

Plötzlich hat die Freundin Epilepsie - 2-3 Anfälle pro Woche

Sachse, Sonntag, 10.04.2022, 13:46 (vor 41 Tagen) @ moni1992
bearbeitet von Sachse, Sonntag, 10.04.2022, 13:50

Hallo zusammen,
meine Freundin hatte Ende Januar den ersten Grand Mal Anfall in der Nacht. In der Klinik wurde dann schnell die Diagnose gestellt, da sie in der ersten Nacht mit Monitoring einen kleineren Anfall hatte. Seitdem geht es nur noch rund.
Es treten 2-3 Mal wöchentlich ganz unterschiedliche Anfälle auf. Zuletzt auch mit einer Aura. Zudem häufige Absencen.
Die aktuelle Medikation mit 3000 mg Levitiracetam täglich scheint nicht zu wirken oder wie lange kann das dauern bis sich das einstellt? Die 3000mg nimmt sie seit 2 Wochen und seit 4 Wochen nimmt sie es generell. Wie sind da eure Erfahrungen?

Auch für mich ist die Situation gerade hoch belastend und habe mich krankschreiben lassen, da ich in ständiger Alarmbereitschaft bin und sich alles nur noch darum dreht.
Wenn das in dieser Häufigkeit weitergeht, weiß ich gerade nicht wie ich das mit dem Arbeiten hinbekommen kann, weil ich in ständiger Sorge bin.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

Und was sollte man als Betroffene in dieser Situation tun?

Liebe Grüße und Danke schonmal im Voraus

Dominik


Moin,

aus eigener Erfahrung kann ich sagen das es echt schwer für mich war einen guten Neurologen zu finden. Der erste hatte die falschen Medikamente und hat darauf beruht trotz Anfällen. Der zweite total unfreundlich, keine Verbindung. Seit einem Aufenthalt für einen Monat im Epilepsiezentrum bin ich perfekt eingestellt. Außerdem habe ich einen perfekten Neurologen vermittelt bekommen. Ich persönlich halte einen Aufenthalt in einem Zentrum für Sinnvoll, da man gut durchleuchtet wird.
Da ich die Betroffene bin kann ich nur im Namen meines Mannes sprechen. Er hat (wenn es mal vor kam) gelernt ruhig zu bleiben. Da ich auch Grand mal Anfälle habe: Ich möchte danach nur meine Ruhe. Solange es mir Sichtbar Körperlich ``gut`` geht brauche ich das auch. Die Kopfschmerzen sind abnorm und das Gefühl danach ist unbeschreiblich! Aber das wurde dir sicherlich bereits beschrieben.
Außerdem denke ich der Alltag muss weiter gehen und wenn sich beide unter Druck setzen kann es nur noch mehr stressen.

Erstmal alles Gute! Lg Monique

Hallo,

ich habe gerade eure Beiträge gelesen. Ich habe selbst fokale Anfälle. Ich habe in Sachen Therapie meine Ziele entsprechend so angepasst, dass ich diese als realistisch einschätze. Auf „Biegen und Brechen“ anfallsfrei werden, ist, denke ich, nicht das richtige Ziel. Ich habe für mich die Zielstellung festgesetzt, dass ich eine möglichst hohe Lebensqualität erreichen will und dabei auch arbeitsfähig sein möchte.

Plötzlich hat die Freundin Epilepsie - 2-3 Anfälle pro Woche

Herr Hajrizaj, Freitag, 01.04.2022, 21:45 (vor 49 Tagen) @ AnnDom
bearbeitet von Marienkäfer, Montag, 11.04.2022, 15:10

Hallo Dominik,

Ich bin von der Firma Sunwater of life.
Würde mich freuen wenn du dich hierzu per Email bei mir meldest.
[Link wurde aufgrund eines Verstoßes gegen die Nutzungsbedingung von der Redaktion entfernt]

Liebe Grüße

Hallo zusammen,
meine Freundin hatte Ende Januar den ersten Grand Mal Anfall in der Nacht. In der Klinik wurde dann schnell die Diagnose gestellt, da sie in der ersten Nacht mit Monitoring einen kleineren Anfall hatte. Seitdem geht es nur noch rund.
Es treten 2-3 Mal wöchentlich ganz unterschiedliche Anfälle auf. Zuletzt auch mit einer Aura. Zudem häufige Absencen.
Die aktuelle Medikation mit 3000 mg Levitiracetam täglich scheint nicht zu wirken oder wie lange kann das dauern bis sich das einstellt? Die 3000mg nimmt sie seit 2 Wochen und seit 4 Wochen nimmt sie es generell. Wie sind da eure Erfahrungen?

Auch für mich ist die Situation gerade hoch belastend und habe mich krankschreiben lassen, da ich in ständiger Alarmbereitschaft bin und sich alles nur noch darum dreht.
Wenn das in dieser Häufigkeit weitergeht, weiß ich gerade nicht wie ich das mit dem Arbeiten hinbekommen kann, weil ich in ständiger Sorge bin.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

Und was sollte man als Betroffene in dieser Situation tun?

Liebe Grüße und Danke schonmal im Voraus

Dominik

Herr Hajrizaj - betreibt werbung

Dennis, Samstag, 02.04.2022, 18:55 (vor 49 Tagen) @ Herr Hajrizaj

Hallo Dominik,

Ich bin von der Firma Sunwater of life.
Würde mich freuen wenn du dich hierzu per Email bei mir meldest.
info@sunwater-of-life.com

Liebe Grüße

Hallo zusammen,
meine Freundin hatte Ende Januar den ersten Grand Mal Anfall in der Nacht. In der Klinik wurde dann schnell die Diagnose gestellt, da sie in der ersten Nacht mit Monitoring einen kleineren Anfall hatte. Seitdem geht es nur noch rund.
Es treten 2-3 Mal wöchentlich ganz unterschiedliche Anfälle auf. Zuletzt auch mit einer Aura. Zudem häufige Absencen.
Die aktuelle Medikation mit 3000 mg Levitiracetam täglich scheint nicht zu wirken oder wie lange kann das dauern bis sich das einstellt? Die 3000mg nimmt sie seit 2 Wochen und seit 4 Wochen nimmt sie es generell. Wie sind da eure Erfahrungen?

Auch für mich ist die Situation gerade hoch belastend und habe mich krankschreiben lassen, da ich in ständiger Alarmbereitschaft bin und sich alles nur noch darum dreht.
Wenn das in dieser Häufigkeit weitergeht, weiß ich gerade nicht wie ich das mit dem Arbeiten hinbekommen kann, weil ich in ständiger Sorge bin.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

Und was sollte man als Betroffene in dieser Situation tun?

Liebe Grüße und Danke schonmal im Voraus

Dominik

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