Die Medikamenteneinnahme – Voraussetzung für Anfallsfreiheit

Anton @, Mittwoch, 30.11.2022, 18:31 (vor 70 Tagen)

Neben einer guten Organisation der Medikamenteneinnahme ist auch ein Thema, wie man die Pillen einnimmt und was man auf jeden Fall unterlassen sollte!


Wer Tabletten, Kapseln oder Tropfen schlucken muss, sollte bei der Einnahme nicht zu Kaffee, Saft oder Milch greifen. Und das sind nicht die einzigen Fallstricke über die Patienten stolpern können.

„Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.“ Diesen Satz kennt jeder, der ab und zu den Fernseher einschaltet oder Anzeigen liest. Denn er ist für herkömmliche Arzneimittelwerbung vorgeschrieben. Eigentlich müsste er um die Worte „...und zur richtigen Einnahme“ ergänzt werden.

Denn wie Tabletten, Kapseln, Tropfen und Co. korrekt geschluckt werden, lässt sich nicht allgemein sagen. Ein paar grundsätzliche Tipps lassen sich aber dennoch geben.

Tabletten, Pillen, Kapseln: Sie werden am besten mit Wasser geschluckt. „Fruchtsäfte enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe wie Vitamine, Kalzium, Eisen oder Magnesium. Die können mit dem Medikamentenwirkstoff reagieren“ erklären Pharmakologen

Grapefruitsaft macht viele Arzneimittel unwirksam.
Auch Kaffee könne durch seine Gerbstoffe die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. Gleiches gelte für das Kalzium in der Milch. Besonders schlecht ist Grapefruitsaft. Er verändere viele Medikamente bis zur Unwirksamkeit.

Eine weitere Regel lautet: Tabletten dürfen geteilt werden, wenn auf der Packung eine Bruchrille abgebildet ist und die Tabletten selbst solche Rillen aufweisen, so Fink. „Es gibt aber auch Tabletten, auf denen Rillen fehlen und die trotzdem zerteilt werden dürfen“, ergänzt Stephan Bernhardt, Hausarzt in Berlin.

Wer allerdings die falschen Pillen teilt, riskiert unerwünschte Wirkungen. Denn manche Tabletten sind mit einer Schutzschicht überzogen, die sie resistent gegen Magensäfte macht. Sie sorgt dafür, dass der Wirkstoff erst im Dünndarm freigesetzt wird, erklärt Fink. Wird der Überzug verletzt, gelangt der Wirkstoff früher in den Körper – mit möglicherweise unerwünschten Folgen.

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Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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