Medikamenteneinstellung

Katrinity, Dienstag, 24.01.2023, 20:17 (vor 15 Tagen)

Hallo an alle,
ich habe viele grand Mal anfälle, ca einmal alle vier bis sechs Wochen. EEG sieht schlecht aus, bin Dauergast auf der Intensivstation wegen häufigem Status.
Ich nehme 400mg Lamotrigin, 325mg Topiramat und 2000mg levetiravetam.
Zudem nehme ich auch Antipsychotika (haldol, leponex) gegen Psychose. Kennt sich jemand aus mit polymedikation? Was soll ich bloß tun? Die Anfälle werden einfach nicht weniger und ich bin mit meinem Latein am Ende..
Viele Grüße, Katrin

Medikamenteneinstellung

Dennis, Mittwoch, 25.01.2023, 16:59 (vor 14 Tagen) @ Katrinity

Nabend Katrin,
das hört sich ja wirklich nicht so dolle an :(
Hast du diesen Medikamenten Coktail von deinem Neurologen ??
Falls ja könntest Du dir ja mal eine 2. Meinung bei einem anderen Neurologen oder in einem Epilepsie Zentrum holen ( Bonn,Bethel ,Münster .. ect.) die kennen sich meisten besser aus vor allem auch mit Antipsychotika, es gibt welche die sich nicht mit Antiepileptiker vertragen sollen.

Ich hatte Lamotrigin 300, Valproat 1600mg & Citralopram 30mg bisher gleichzeitig genommen.
Damals habe ich mir eine 2. meinung in Bonn geholt,da hat man mich dann einmal komplett auf den Kopf gestellt und Durchleuchtet seid dem bin ich auf Lamotrigin 700mg & Levetiracetam 3000mg
das Citralopram wurde bei mir nach einer MOSES-Schulung abgesetzt wo ich gelernt/erklärt bekommen habe besser mit unserer Nervenaufreibenden Krankheit umzugehen.

Hoffe das ist mal ein Ansatz der dir helfen kann.
Aber bitte versuche nicht selber herum zu probieren mit den Medikamenten auf/ab Dosieren - das solltest du am besten immer mit einem Arzt absprechen.

Gruß Dennis

Medikamenteneinstellung

Anton @, Mittwoch, 25.01.2023, 17:07 (vor 14 Tagen) @ Katrinity

Hallo Katrin,

ich gehe davon aus, dass Du regelmäßig den Neurologen aufsuchst. Ferner unterstelle ich, dass Du die Regeln für Epilepsiekranke einhältst und bei der Medikamenteneinnahme nicht versagst. Was bedeutet, eine Therapie-Treue von ungefähr 100 Prozent. Denn nur so kann man beurteilen, ob an der medikamentösen Therapie etwas geändert werden muss.

Ich weise darauf hin, dass ich Patient und ohne medizinisches Wissen bin, also kann ich zu den einzelnen Tabletten nichts sagen. Das darf nur ein Arzt. „Was Du tun kannst? Wenn Dein Verhalten hinsichtlich des Lebenswandels und der Medikamenteneinnahme einwandfrei ist und der behandelnde Neurologe nicht weiterweiß, bleibt eigentlich nur die Zweitmeinung bei einem anderen Neurologen.

Sollte auch hier keine Besserung eintreten, empfehle ich, den Neurologen zu fragen, ob er bereit wäre, dich in ein Epilepsie-Zentrum zu überweisen. Dort sind ausschließlich Neurologen, die mit dem Krankheitsbild der Epilepsie bestens vertraut sind. Dort gibt es dann auch die Möglichkeit, dich auf den Kopf zu stellen und noch einmal von Vorne alles zu untersuchen, um die richtige Therapie zu finden.

Dazu wäre jedoch erforderlich, dass Du folgende Unterlagen zur Hand hättest. Einen gut geführten Anfallskalender. Ein Anfallsbeschreibung eines Angehörigen, der dich während eines Anfalls beobachtet hat. Alle bisher angefallenen Krankenhausberichte, eine Aufstellung der aktuellen Medikation. Auch frühere Krankheiten sollten aufgeschrieben werden, möglichst von der Geburt an. Je mehr Du an Unterlagen und Informationen zu der Erkrankung liefern kannst, umso größer ist die Chance, dass dir geholfen werden kann. Aktive Mitarbeit ist auf jeden Fall erforderlich und wird heutzutage vorausgesetzt. Ich wünsche gute Besserung!

Liebe Grüße
Anton


Wichtig für Epilepsie-Kranke: Einhaltung bestimmter Regeln,
um Anfälle abzuwenden!
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