Fahrverbot

Cooky2010, Monday, 01.05.2023, 11:33 (vor 413 Tagen)
bearbeitet von Cooky2010, Monday, 01.05.2023, 14:19

Hallo, ich bin neu hier.
Ich hatte 2015 meinen ersten unprovozierten Anfall. EEG und unauffällig. Ich hatte damals gesagt bekommen, dass ich 1 Jahr nicht fahren darf. Da ich aber vom Beruf her aufs Autofahren angewiesen bin, hatte mir der Neurologe nach 6 Wochen ein Schreiben fertig gemacht, dass ich fahren durfte. Hatte 1 Jahr Medikamente genommen und durfte diese wieder nach einem Jahr absetzen. Jetzt war im Februar 2023 wieder ein erneuter unprovozierter Anfall. EEG wieder unauffällig. Da wurde mir jetzt die Diagnose Epilepsie gestellt und darf wieder 1 Jahr kein Auto fahren. Hat damit jemand Erfahrung? Kann man somit von der Diagnose Epilepsie ausgehen?
Würde mich über Antworten freuen.

Fahrverbot

Anton, Tuesday, 02.05.2023, 11:01 (vor 412 Tagen) @ Cooky2010
bearbeitet von Anton, Tuesday, 02.05.2023, 11:54

Hallo und herzlich willkommen bei uns im Forum,

ob man bei den beiden Anfällen, die Du bisher hattest, von der Diagnose Epilepsie ausgehen kann, wird dir nicht mal ein Neurologe beantworten können, es bleibt dir nur, abzuwarten und Tee zu trinken. Wichtig in dieser Situation ist jedoch, den Kontakt zum Neurologen zu suchen und zu halten.

Denn es gibt Richtlinien „Epilepsie und Führerschein“, die sagen dem Arzt, was wann zu tun ist. Es liegt im Ermessen des Arztes, ob Du Autofahren darfst oder nicht. Gerade in einer Zeit, wo Du seit einem Jahr von der Epilepsie weißt, ist es für dich und Deine Mitmenschen wichtig, dass Du das Autofahren soweit wie möglich einschränkst. Auch wenn der Arzt dir rein rechtlich gesehen nichts verbieten darf, ist seine Anweisung für dich verbindlich. Nach dem zweiten Anfall wird er dich bestimmt erneut mit Medikamenten versorgen, die bringen nur jedoch nur etwas, wenn Du sie regelmäßig nimmst. Tut mir leid, dass ich als Nichtmediziner dir keine Antwort geben darf. Ich wünsche gute Besserung!

Viele Grüße
Anton

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Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Fahrverbot

Cooky2010, Tuesday, 02.05.2023, 20:24 (vor 412 Tagen) @ Anton

Hallo Anton,
ich nehme die Medikamente wieder seit dem Anfall. Diese hatte ich vor 8 Jahren auch genommen und 1 Jahr später mit meinem Neurologen zusammen wieder abgesetzt. Diesemal ist es wieder der Fall, nehme genau dasselbe Medikament, wie vor 8 Jahren. Durch meinen Wechsel in der Firma, habe ich jetzt mehr Stress und weniger Schlaf. Das sind aber auch Faktoren, die sowas auslösen. Darum mache ich mir eher Sorgen. Gerade auch, wenn man auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist.
Danke!

Viele Grüße


Hallo und herzlich willkommen bei uns im Forum,


ob man bei den beiden Anfällen, die Du bisher hattest, von der Diagnose Epilepsie ausgehen kann, wird dir nicht mal ein Neurologe beantworten können, es bleibt dir nur, abzuwarten und Tee zu trinken. Wichtig in dieser Situation ist jedoch, den Kontakt zum Neurologen zu suchen und zu halten.

Denn es gibt Richtlinien „Epilepsie und Führerschein“, die sagen dem Arzt, was wann zu tun ist. Es liegt im Ermessen des Arztes, ob Du Autofahren darfst oder nicht. Gerade in einer Zeit, wo Du seit einem Jahr von der Epilepsie weißt, ist es für dich und Deine Mitmenschen wichtig, dass Du das Autofahren soweit wie möglich einschränkst. Auch wenn der Arzt dir rein rechtlich gesehen nichts verbieten darf, ist seine Anweisung für dich verbindlich. Nach dem zweiten Anfall wird er dich bestimmt erneut mit Medikamenten versorgen, die bringen nur jedoch nur etwas, wenn Du sie regelmäßig nimmst. Tut mir leid, dass ich als Nichtmediziner dir keine Antwort geben darf. Ich wünsche gute Besserung!

Viele Grüße
Anton

Fahrverbot

pegasus, Saturday, 06.05.2023, 07:55 (vor 408 Tagen) @ Cooky2010

Das Fahrverbot ist nicht ohne Grund für deinen Neurologen sehr wichtig. Hätte er es dir gegenüber nicht ausgesprochen, könnte er mithaften, wenn du beim Autofahren einen epileptischen Anfall bekommst und es dabei zu Schäden kommt.

Auch solltest du bedenken, wenn du trotz Epilepsie weiterfährst und es sollte zu einem Schaden kommen aufgrund eines Anfalls wirst du auf sämtlichen Kosten sitzenbleiben. Schaue dazu mal in deine Versicherungsverträge, dort ist überall in der Regel ein Ausschluss von Haftungen zu finden, wenn es durch einen epileptischen Anfall zu einem Schaden gekommen ist und das bedeutet, du musst hier dann selbst zahlen.

Fahrverbot

Lefi, Friday, 26.05.2023, 06:27 (vor 388 Tagen) @ Cooky2010

Hallo,

was für ein Medikament nimmst du denn? Und welche Anfallsform hast du? Ich habe nur komplex-fokale Anfälle mit Auren und durfte, nachdem ich richtig eingestellt und anfallsfrei war, auch wieder fahren. Bei dir mit nur einem Anfall nach 8 Jahren ist das natürlich bitter. Willst du dir eine Zweitmeinung einholen oder mal ein Langzeit-EEG machen lassen?

Aber man muss auch bedenken, dass du je nach Anfallsform andere auch gefährdest. Und selbst wenn du nur einen Unfall mit Blechschaden hast, bleibst du evtl. auf den Kosten sitzen.

Ich würde mir bei dieser Krankheit immer eine Zweitmeinung einholen.

Liebe Grüße

Fahrverbot

Cooky2010, Friday, 26.05.2023, 13:31 (vor 388 Tagen) @ Lefi

Hallo,

Ich nehme Levetiracetam. Ich habe schon einen Termin für ne 2te Meinung. Ich bin schon eingestellt. Mein Neurologe ist nicht so gesprächig, welche Art von Anfall es ist. Er stellt eine Diagnose und erklärt mir nichts richtig dazu und hört mir auch nicht richtig zu. Er stellt eine Diagnose, obwohl er nichts hat, woran man eine Diagnose stellen kann. Darum, habe ich mir jetzt direkt einen Termin geben lassen in einem Epilepsiezentrum. Er macht auch keine weiteren Untersuchungen. Er nimmt nur auf aus Erzählungen. Ich werde jetzt einmal abwarten, ob die Diagnose bestätigt wird. Laut der Notfallassistäntin, die mich damals betreut hatte, bis der RTW eingetroffen war, erzählte mir etwas anderes. Diese Punkte habe ich mir aufgeschrieben und werde diese auch für die 2te Meinung mit einbringen. Das hat mir schon etwas mehr Sicherheit gegeben, dass es eine falsche Diagnose ist.

Liebe Grüße

Hallo,

was für ein Medikament nimmst du denn? Und welche Anfallsform hast du? Ich habe nur komplex-fokale Anfälle mit Auren und durfte, nachdem ich richtig eingestellt und anfallsfrei war, auch wieder fahren. Bei dir mit nur einem Anfall nach 8 Jahren ist das natürlich bitter. Willst du dir eine Zweitmeinung einholen oder mal ein Langzeit-EEG machen lassen?

Aber man muss auch bedenken, dass du je nach Anfallsform andere auch gefährdest. Und selbst wenn du nur einen Unfall mit Blechschaden hast, bleibst du evtl. auf den Kosten sitzen.

Ich würde mir bei dieser Krankheit immer eine Zweitmeinung einholen.

Liebe Grüße

Fahrverbot

Lefi, Monday, 29.05.2023, 18:36 (vor 385 Tagen) @ Cooky2010

Hallo, ich wollte nicht sagen, dass es eine falsche Diagnose ist. Ich finde es nur schade für dich, dass die Diagnose nach zwei Anfällen gestellt wird. Das bedeutet nicht, dass es nicht auch so ist. Es gibt bestimmt einige, die wenig Anfälle haben.

Aber eine Zweitmeinung würde ich mir bei so einer Krankheit und den Konsequenzen wie zB auch den Medikamenten immer einholen.

Mache ich jetzt auch…

Ich welches Zentrum gehst du denn?

Fahrverbot

Cooky2010, Tuesday, 30.05.2023, 13:03 (vor 384 Tagen) @ Lefi

Hallo,

Da ich aus dem Raum Hessen komme, gehe ich nach Baden-Württemberg in ein Epilepsiezentrum. Dort habe ich erstmal einen Zermin, wo ich die ganzen Arztberichte mitbringen soll und dann schaue ich mal weiter, wie es weitergeht. Ich denke mal, wenn sie mich dort auf dem Kopf stellen, dann muss ich eh erst die Tabletten ausschleichen müssen. Darf ich fragen, in welches Zentrum du gehst?

LG

Hallo, ich wollte nicht sagen, dass es eine falsche Diagnose ist. Ich finde es nur schade für dich, dass die Diagnose nach zwei Anfällen gestellt wird. Das bedeutet nicht, dass es nicht auch so ist. Es gibt bestimmt einige, die wenig Anfälle haben.

Aber eine Zweitmeinung würde ich mir bei so einer Krankheit und den Konsequenzen wie zB auch den Medikamenten immer einholen.

Mache ich jetzt auch…

Ich welches Zentrum gehst du denn?

Fahrverbot

Lefi, Tuesday, 30.05.2023, 13:47 (vor 384 Tagen) @ Cooky2010

Hallo,

ich habe wieder einen Termin in Bonn, aber ambulant. Vorab wird noch der Lamotriginspiegel kontrolliert und ein MRT gemacht.

Damals bin ich nach dem ambulanten Termin stationär in Bonn gewesen. Dabei wurde das Medikament ausgeschlichen und dann wieder ein anderes aufdosiert, wenn ich mich richtig erinnere. Ob jeder stationär muss weiß ich nicht... Bei mir stand eine OP zur Debatte, weil sie eine Vernarbung gefunden haben. Ob es daran lag kann ich dir nicht sagen. Du bist in einem Epilepsiezentrum aber in guten Händen.

Liebe Grüße

Fahrverbot

mdjohn, Sunday, 25.02.2024, 13:12 (vor 113 Tagen) @ Cooky2010

Hallo, ich bin neu hier.
Ich hatte 2015 meinen ersten unprovozierten Anfall. EEG und unauffällig. Ich hatte damals gesagt bekommen, dass ich 1 Jahr nicht fahren darf. Da ich aber vom Beruf her aufs Autofahren angewiesen bin, hatte mir der Neurologe nach 6 Wochen ein Schreiben fertig gemacht, dass ich fahren durfte. Hatte 1 Jahr Medikamente genommen und durfte diese wieder nach einem Jahr absetzen. Jetzt war im Februar 2023 wieder ein erneuter unprovozierter Anfall. EEG wieder unauffällig. Da wurde mir jetzt die Diagnose Epilepsie gestellt und darf wieder 1 Jahr kein Auto fahren. Hat damit jemand Erfahrung? Kann man somit von der Diagnose Epilepsie ausgehen?
Würde mich über Antworten freuen.

Hallo, ich bin neu hier.
Ich hatte 2015 meinen ersten unprovozierten Anfall. EEG und unauffällig. Ich hatte damals gesagt bekommen, dass ich 1 Jahr nicht fahren darf. Da ich aber vom Beruf her aufs Autofahren angewiesen bin, hatte mir der Neurologe nach 6 Wochen ein Schreiben fertig gemacht, dass ich fahren durfte. Hatte 1 Jahr Medikamente genommen und durfte diese wieder nach einem Jahr absetzen. Jetzt war im Februar 2023 wieder ein erneuter unprovozierter Anfall. EEG wieder unauffällig. Da wurde mir jetzt die Diagnose Epilepsie gestellt und darf wieder 1 Jahr kein Auto fahren. Hat damit jemand Erfahrung? Kann man somit von der Diagnose Epilepsie ausgehen?
Würde mich über Antworten freuen.

Hallo, ich bin hier auch neu eingestiegen.
Mit dem Führerschein ist es immer eine Frage was man machen soll. Ich besitze meinen Führerschein noch, bin aber fast 10 Jahre kein Auto mehr. Eigentlich kann man ja den Führerschein erst bei einen Unfall entzogen werden. Uns kann eigentlich nur der Arzt nahelegen wegen einer Unfallgefahr mit dem Fahren aufzuhören.
Mir hatte es meine Ärztin gesagt und habe mich auch daran gehalten.