Medikamente

Neubeginn69, Zwickau / Sachsen, Wednesday, 26.03.2025, 18:36 (vor 260 Tagen)

Hallo. Ich war schon genügend male in der Klinik für Epilepsie. Da hatte ich auch schon eine OP risskiert, wo nichts besser geworden ist. Eher hin ich jetzt noch empfindlicher an dieser Stelle im Hirn. Denn ich merke jetzt noch schneller Wetteränderungen (schönstes trockenes Wetter wird zu nass-kaltem Wetter wie Gewiiter).
Jedenfalls jetzt nach 10maliger Neueinstellung in der Klinik + 1x wo anders änderte sich nicht viel. Das neue Medikament hat nach dem Klinikauffenthalt einige Monate angehalten, bis alles von vor los ging und die Anfälle kamen wieder und dies in anderen Verschiedenen Arten dazu.
Jetzt frage ich mich warum ich überhaupt noch Medikamente nehme. Auch wegen den Nebenwirkungen. Weiterhin bin ich mir im Bild eine Umstellung auf Cannabis zu versuchen. Kennt dies Jemand und hat vieleicht eine Klinik zu empfehlen ?

Danke

und viele Grüße

Medikamente

Anton, Saturday, 29.03.2025, 15:39 (vor 257 Tagen) @ Neubeginn69

Hallo und guten Tag,

herzlich willkommen bei uns im Forum. Was Du derzeit durchlebst, muss schlimm sein. Du hast alles versucht und bist keinen Schritt weitergekommen. Leider gibt es Epilepsie-Arten, die so gut wie nicht befriedigend therapierbar sind. Ich gehe davon aus, dass Du noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft hast. Wie wäre es mit dem Einholen einer zweiten Meinung in einem anderen Epilepsie-Zentrum?

Magst Du schreiben, um welche Anfallsart es sich bei dir handelt? Und welche Medikamente Du nimmst? Die Medikamente von heute auf morgen abzusetzen ist mit großen Risiken verbunden, das sollte dann in Absprache mit dem Neurologen geschehen.

Auf welcher Seite bist Du operiert worden? Sind die Anfälle sofort oder erst später wieder aufgetreten? Vielleicht können wir etwas dazu sagen. Ich wünsche erstmal gute Besserung!

Liebe Grüße
Anton

--
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Bitte wenden Sie sich an ihren Neurologen!

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Medikamente

Neubeginn69, Zwickau / Sachsen, Saturday, 29.03.2025, 18:10 (vor 257 Tagen) @ Anton

Hallo und guten Tag,

herzlich willkommen bei uns im Forum. Was Du derzeit durchlebst, muss schlimm sein. Du hast alles versucht und bist keinen Schritt weitergekommen. Leider gibt es Epilepsie-Arten, die so gut wie nicht befriedigend therapierbar sind. Ich gehe davon aus, dass Du noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft hast. Wie wäre es mit dem Einholen einer zweiten Meinung in einem anderen Epilepsie-Zentrum?

Magst Du schreiben, um welche Anfallsart es sich bei dir handelt? Und welche Medikamente Du nimmst? Die Medikamente von heute auf morgen abzusetzen ist mit großen Risiken verbunden, das sollte dann in Absprache mit dem Neurologen geschehen.

Auf welcher Seite bist Du operiert worden? Sind die Anfälle sofort oder erst später wieder aufgetreten? Vielleicht können wir etwas dazu sagen. Ich wünsche erstmal gute Besserung!

Liebe Grüße
Anton

Hallo Anton

Ich danke dir für deine schnelle Antwort und möchte dir natürlich auch gerne antworten. Auch damit wir uns vieleicht gegenseitig helfen können.
Jedenfalls die Anfallsart die ich habe sind tonosch-klonische Anfälle linksseitig (Temporallappenepilepsie).
Jetzt gerade nehme ich Briviact und Lacosamid. Der Haken ist aber auch, das ich diese Medikamente alles schon hatte, nur ich anderen Dossierungen und mit anderen Medikamenten dazu, bzw. mehr und weniger.
Ich bi jetzt 56 Jahre und habe die Epilepsie schon ab dem 6. Lebensjahr, merkte aber schon in der 4. Klasse (mit 10 Jahren) das ich extrem auf Wetteränderungen reagiere. So wie jetzt gerade. Kalt-nasses Wetter zu schönsten warm-trockenen Wetter und auch anders herrum.

Meine OP (Hippocampus-Sklerose links) hatte ich 2013 und seitdem jedes Jahr Umstellungen/Neueinstellungen in einer Spezialklink (nicht UNI-Klinik oder Neurologieabteilungen in Kliniken. Eine OP jetzt hatte man mir nicht mehr empfolen, auf Grund der zu starken Vernarbung nach 10 Jahren,
2023 war ich aber auch in einer anderen Klinik für Langzeit EEG und da wurde mir auch eine zweite OP dieser Art auch abgeraten und ein Vorschlag für einen Vagusverv-Stimulator. Aber den Erfolg dafür max. 50%. Jedenfalls gamacht habe ich dies nicht wegen zu wenig Erfolg dafür,
Vor ca. einem Jahr habe ich mit einer Vertreterin (bei einem großen Treffen deutschlands) aus einem UNI-Klinikum gesprochen, die wieder Neueinstellungen auf Cannabiss macht. Jedenfalls habe ich jetzt Interesse daran. Auch weil mein Arzt mir auch sagte, das die Spezialklinik von mir alles durch hat.

Viele Grüsse aus Zwickau

Roy

Medikamente

Lizzy, Monday, 31.03.2025, 07:24 (vor 256 Tagen) @ Neubeginn69

Guten Morgen Roy,

willkommen hier im Forum. Warst du denn in einem Epilepsiezentrum oder in Zentren mit Neurologieabteilung?

Hast du auch schon Ontozry durch? Das ist das allerneueste Medikament.

Ich kann schon etwas mit dir mitfühlen, auch ich habe tonisch- klonische Anfälle linkseitig. Mit einer Temporallappenepilepsie und bei mir wurde gesagt, leg ich mich nochmal unters Messer, bin ich ziemlich sicher ein Pflegefall, weil schon so viel rausgeschnitten wurde...

Es gibt tatsächlich eine Klinik, die mit Cannabis Anfälle behandelt. Das Universitätsklinikum Freiburg hantiert damit.

Allerdings habe ich großen Respekt davor, da ich im Bekanntenkreis jemand kenne, der nach dem Konsum (auch ohne Epilepsie) eine Schizophrenie entwickelt hat und sein Lebensentwurf nun doch sehr traurig ist...

Aber wie immer gilt: Jeder Körper reagiert anders. Und man wird immer mehrere Leute finden, die dafür oder dagegen sind. Da hilft nur eigene Erfahrungen zu sammeln.

Alles Gute und Gute Besserung dir.

lg Lizzy

Medikamente

Neubeginn69, Zwickau / Sachsen, Sunday, 03.08.2025, 18:10 (vor 130 Tagen) @ Lizzy

Guten Morgen Roy,

willkommen hier im Forum. Warst du denn in einem Epilepsiezentrum oder in Zentren mit Neurologieabteilung?

Hast du auch schon Ontozry durch? Das ist das allerneueste Medikament.

Ich kann schon etwas mit dir mitfühlen, auch ich habe tonisch- klonische Anfälle linkseitig. Mit einer Temporallappenepilepsie und bei mir wurde gesagt, leg ich mich nochmal unters Messer, bin ich ziemlich sicher ein Pflegefall, weil schon so viel rausgeschnitten wurde...

Es gibt tatsächlich eine Klinik, die mit Cannabis Anfälle behandelt. Das Universitätsklinikum Freiburg hantiert damit.

Allerdings habe ich großen Respekt davor, da ich im Bekanntenkreis jemand kenne, der nach dem Konsum (auch ohne Epilepsie) eine Schizophrenie entwickelt hat und sein Lebensentwurf nun doch sehr traurig ist...

Aber wie immer gilt: Jeder Körper reagiert anders. Und man wird immer mehrere Leute finden, die dafür oder dagegen sind. Da hilft nur eigene Erfahrungen zu sammeln.

Alles Gute und Gute Besserung dir.

lg Lizzy

Hallo Lizzy

Wie du, habe ich auch linksseitig die OP durch gemacht und nach ca. 3 Wochen danach ging alles wieder los bei mir. Auch die Anfälle sind die gleichen.
Man hatte mir damals 2014 (nach einem Jahr nach der 1.OP) eine zweite OP angeboten, aber mit extremen Risiken danach. Da habe ich die zweite OP danach damals abgesagt, aus Hoffnung, das es mit Medikamenten weg geht. Doch es wurde nichts daraus. Der Grund zur Absage der Klinik war, das es jetzt zu lange her ist nach der ersten OP. Der Grund war, das die Narbe jetzt zu hart wäre. Weiterhin habe ich auch schon mit mehrern Patienten gesprochen und diese erzählten mir dann die Nachfolgen nach dieser OP, was ich auch selbst bei ihnen Sah und aus dem Sprechen herraus hörte. Die Bewegungen waren langsamer und auch das Sprechen. Dazu lag eine Person drei Jahre im COMA und die andere Person war linksseitig gelähmt, bis alles einiger Maßen wieder ging.

Das ONTOZRY kenne ich auch schon. Es hat die Anfälle eher verschlechtert bei mir, bis es wieder raus genommen wurde bei mir.
Die UnI Freiberg und die Behandlung mit Cannabis kenne ich von einem Vortrag von einem großen EPI Treffen. Wo Patienten, Ärzte und Verteter der Kliniken, Arzneimittelhersteller sich über viele Dinge direkt unterhalten. Da hatte ich auch mal kurz mit dem Vertreter der UNI Klinik Freiburg gesprochen.
Ich habe nur noch keinen Kontakt aufgenommen, weil er mir sagte das es bis zu 9 Monate gehen kann, Was den Aufenthalt betrifft.

Was ich bemerkt habe bei mir, ist, das ich bei Alkohol besser sprechen kann, dazu geht alles viel leichter bis zu einem bestimmten Grad. Darauf hin habe ich bei einem bestimmten Gespräch mit einer Person erfahren, das Alkohol das Blut verdünnt. Dies habe ich über Jahre bei mir beobachtet.
Aus diesen Grund frage ich mich selbst, was besser ist. Cannabis oder Arzneimittel mit extremen Nebenwirkungen.

Jedenfalls die Anfälle sind bei mir fast regelmäßig und dazu noch vom Wetter abhängig dazu. Ich beobachte dies bei mir seit meiner Kindheit seit 45 Jahren.

Danke für deine Nachicht und Empfehlung der UNI Freiburg

Tschüß und VG aus Sachsen

Medikamente

Neubeginn69, Zwickau / Sachsen, Wednesday, 20.08.2025, 14:58 (vor 113 Tagen) @ Anton

Hallo und guten Tag,

herzlich willkommen bei uns im Forum. Was Du derzeit durchlebst, muss schlimm sein. Du hast alles versucht und bist keinen Schritt weitergekommen. Leider gibt es Epilepsie-Arten, die so gut wie nicht befriedigend therapierbar sind. Ich gehe davon aus, dass Du noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft hast. Wie wäre es mit dem Einholen einer zweiten Meinung in einem anderen Epilepsie-Zentrum?

Magst Du schreiben, um welche Anfallsart es sich bei dir handelt? Und welche Medikamente Du nimmst? Die Medikamente von heute auf morgen abzusetzen ist mit großen Risiken verbunden, das sollte dann in Absprache mit dem Neurologen geschehen.

Auf welcher Seite bist Du operiert worden? Sind die Anfälle sofort oder erst später wieder aufgetreten? Vielleicht können wir etwas dazu sagen. Ich wünsche erstmal gute Besserung!

Liebe Grüße
Anton

Hallo Anton

Vielen Dank für deine Antwort
Bei mir handelt es sich um bilaterale fokale Epilepsie u. Temporallappenepilepsie links (sprachzentrum) Jedenfalls war ich einmal in einem anderen Klinikum (Vogtareuth) und da hat man mir nur Vagusners-Stmulation links angebuten. Dies könnte aber nur bist bu 50 % die Anfälle minder, so das ich dies ablehnte.
Die Klinik ist eine kleine Klinik und kein EPI Zentrum, wurde mir aber empfohlen von anderen Personen.

Die Anfälle sindschon nach 3 Wochen nach de OP wieder aufgetreten. Was mir auch immer wieder auffällt, ist, das ich jetzt empfinlicher bin bei Wetterwechsel. Denn ich beobachte dies schon seit 45 Jahren bei mir. Ich konnte darauf warten, wenn extre Wetterwechsel war, bekam ich einen bzw. mehrere starke Anfälle. Die ist auch jetzt wieder so, bei dem Wetter. Erst trockenes warmes Wetter (37 Grad) und dann innerhalb kurzer Zeit 22 Grad und sehr feuchte Luft. Auch jetzt wieder vor einigen Tagen warm-trocken bis sich plötzlich das Wetter änderte und bei mir war es wieder soweit mit einem Anfall. Dieser war auch nicht so leicht. Lag im anderen Zimmer, Rücken und Hals verdreht, dazu hatte ich alles von den Vortagen vergessen.

Dazu noch, wenn ich etwas Alkohol getrunken habe, geht das Sprechen und andere Dinge leichter. Dies beobachte ich schon seit Jahren bei mir.
Mein Arzt inKleinwachau hat mir jetzt ein neues Medikament angeboten, was noch nicht einmal richtig auf dem Markt ist. Kann diesen Ablauf aber sofort abbrechen, sollte ich Schwierigkeiten haben.

Tschüss

Medikamente

Neubeginn69, Zwickau / Sachsen, Wednesday, 20.08.2025, 15:02 (vor 113 Tagen) @ Neubeginn69

Hallo und guten Tag,

herzlich willkommen bei uns im Forum. Was Du derzeit durchlebst, muss schlimm sein. Du hast alles versucht und bist keinen Schritt weitergekommen. Leider gibt es Epilepsie-Arten, die so gut wie nicht befriedigend therapierbar sind. Ich gehe davon aus, dass Du noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft hast. Wie wäre es mit dem Einholen einer zweiten Meinung in einem anderen Epilepsie-Zentrum?

Magst Du schreiben, um welche Anfallsart es sich bei dir handelt? Und welche Medikamente Du nimmst? Die Medikamente von heute auf morgen abzusetzen ist mit großen Risiken verbunden, das sollte dann in Absprache mit dem Neurologen geschehen.

Auf welcher Seite bist Du operiert worden? Sind die Anfälle sofort oder erst später wieder aufgetreten? Vielleicht können wir etwas dazu sagen. Ich wünsche erstmal gute Besserung!

Liebe Grüße
Anton


Hallo Anton

Vielen Dank für deine Antwort
Bei mir handelt es sich um bilaterale fokale Epilepsie u. Temporallappenepilepsie links (sprachzentrum) Jedenfalls war ich einmal in einem anderen Klinikum (Vogtareuth) und da hat man mir nur Vagusners-Stmulation links angebuten. Dies könnte aber nur bist bu 50 % die Anfälle minder, so das ich dies ablehnte.
Die Klinik ist eine kleine Klinik und kein EPI Zentrum, wurde mir aber empfohlen von anderen Personen.

Die Anfälle sindschon nach 3 Wochen nach de OP wieder aufgetreten. Was mir auch immer wieder auffällt, ist, das ich jetzt empfinlicher bin bei Wetterwechsel. Denn ich beobachte dies schon seit 45 Jahren bei mir. Ich konnte darauf warten, wenn extre Wetterwechsel war, bekam ich einen bzw. mehrere starke Anfälle. Die ist auch jetzt wieder so, bei dem Wetter. Erst trockenes warmes Wetter (37 Grad) und dann innerhalb kurzer Zeit 22 Grad und sehr feuchte Luft. Auch jetzt wieder vor einigen Tagen warm-trocken bis sich plötzlich das Wetter änderte und bei mir war es wieder soweit mit einem Anfall. Dieser war auch nicht so leicht. Lag im anderen Zimmer, Rücken und Hals verdreht, dazu hatte ich alles von den Vortagen vergessen.

Dazu noch, wenn ich etwas Alkohol getrunken habe, geht das Sprechen und andere Dinge leichter. Dies beobachte ich schon seit Jahren bei mir.
Mein Arzt inKleinwachau hat mir jetzt ein neues Medikament angeboten, was noch nicht einmal richtig auf dem Markt ist. Kann diesen Ablauf aber sofort abbrechen, sollte ich Schwierigkeiten haben.

Tschüss

Was ich auch noch gemacht hatte ist. Ich habe mich mal mit einer Ärtin/Vertreterin aus einer anderen Klinik unterhalten. Diese machen neue Studien über Cannabiss.
Sie sagte zu mir, wenn ich Intersse hätte, sollte ich mich dort melden.

Medikamente

Anton, Wednesday, 20.08.2025, 19:18 (vor 113 Tagen) @ Neubeginn69

Hallo Roy,

ich habe mir noch einmal Deine Beiträge durchgelesen und komme zu dem Ergebnis, dass aus meiner Sicht auf operativen Weg eine Verbesserung nicht zu erzielen ist. Normalerweise dürfte ich dazu gar nichts schreiben, weil ich kein Arzt bin. Wie komme ich zu dieser Ansicht?

Es steht die Diagnose „bilaterale fokale Epilepsie“. Was bei diesen Anfällen genau im Gehirn passiert, ist bei Wikipedia wunderbar erklärt. Und zwar beginnt es mit einem fokalen Anfall, geht dann aber auf die andere Gehirnhälfte über und es generalisiert sich das Ganze noch. Das bedeutet, das Anfallsgeschehen breitet sich auf weite Teile des Gehirns aus. Wo soll da ein Chirurg anfangen und nach anfallsauslösenden Stellen suchen?

Erschwerend für eine gute Prognose nach Epilepsie-Chirurgie käme hinzu, dass es sich um die linke Seite handelt. Und wenn Du geborener Rechtshänder bist, ist davon auszugehen, dass wichtige Gehirnfunktionen auf der linken Seite liegen. Ich kenne zahlreiche Epilepsie-Patienten, die nach einer OP linkstemporal nicht anfallsfrei geworden sind. Ferner spielt bei der Vorhersage, wie eine OP laufen könnte, der Beginn der Epilepsie eine Rolle. Je früher man erkrankt, umso schwieriger wird es, Anfallsfreiheit zu erreichen.

Du bist jetzt Mitte 50 und wünscht dir, dass es dir gesundheitlich besser geht als bisher. Ich stand vor 20 Jahren in Deinem Alter vor der Frage, wie es weitergehen könnte. Da ich die günstigste Konstellation mit der besten Prognose nach einer OP hatte, habe ich mich damals dafür entschieden. Meine Diagnose war „Temporallappen-Epilepsie bei Hippocampus-Sklerose rechts“. Erkrankt war ich im Alter von 25 Jahren. Die OP hat bis heute unter Medikation 100-prozentige Anfallsfreiheit gebracht.

Ich an Deiner Stelle würde alle Unterlagen zusammenstellen, kopieren lassen und einen Ordner anlegen, am besten zwei oder drei Ordner mit jeweils allen wichtigen Unterlagen. Mit diesen Arztberichten würde ich bei Gelegenheit ein Epilepsie-Zentrum aufsuchen und fragen, ob ein weiteres Monitoring erfolgen kann und von der Kasse bezahlt wird. Bei diesem Monitoring könnte als Erstes geprüft werden, ob die Diagnose „bilaterale fokale Epilepsie“ überhaupt stimmt. Selbst wenn bisher drei oder vier Kliniken die Diagnose im Arztbericht stehen hatten, ist es damit nicht gesichert, dass sie stimmt.

Wenn Du Glück hättest, könnten die Neurologen nach erfolgtem Monitoring einen Medikamenten-Mix zusammenstellen, der Deine Gesamtsituation auf Dauer verbessen würde. Für Versuche mit Cannabis würde ich nicht zu viel Zeit investieren. Bei den Versuchen mit dem neuen Medikament wünsche ich viel Erfolg!

Viele Grüße
Anton

--
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Neubeginn69, Zwickau / Sachsen, Friday, 22.08.2025, 11:13 (vor 112 Tagen) @ Anton

Hallo Roy,

ich habe mir noch einmal Deine Beiträge durchgelesen und komme zu dem Ergebnis, dass aus meiner Sicht auf operativen Weg eine Verbesserung nicht zu erzielen ist. Normalerweise dürfte ich dazu gar nichts schreiben, weil ich kein Arzt bin. Wie komme ich zu dieser Ansicht?

Es steht die Diagnose „bilaterale fokale Epilepsie“. Was bei diesen Anfällen genau im Gehirn passiert, ist bei Wikipedia wunderbar erklärt. Und zwar beginnt es mit einem fokalen Anfall, geht dann aber auf die andere Gehirnhälfte über und es generalisiert sich das Ganze noch. Das bedeutet, das Anfallsgeschehen breitet sich auf weite Teile des Gehirns aus. Wo soll da ein Chirurg anfangen und nach anfallsauslösenden Stellen suchen?

Erschwerend für eine gute Prognose nach Epilepsie-Chirurgie käme hinzu, dass es sich um die linke Seite handelt. Und wenn Du geborener Rechtshänder bist, ist davon auszugehen, dass wichtige Gehirnfunktionen auf der linken Seite liegen. Ich kenne zahlreiche Epilepsie-Patienten, die nach einer OP linkstemporal nicht anfallsfrei geworden sind. Ferner spielt bei der Vorhersage, wie eine OP laufen könnte, der Beginn der Epilepsie eine Rolle. Je früher man erkrankt, umso schwieriger wird es, Anfallsfreiheit zu erreichen.

Du bist jetzt Mitte 50 und wünscht dir, dass es dir gesundheitlich besser geht als bisher. Ich stand vor 20 Jahren in Deinem Alter vor der Frage, wie es weitergehen könnte. Da ich die günstigste Konstellation mit der besten Prognose nach einer OP hatte, habe ich mich damals dafür entschieden. Meine Diagnose war „Temporallappen-Epilepsie bei Hippocampus-Sklerose rechts“. Erkrankt war ich im Alter von 25 Jahren. Die OP hat bis heute unter Medikation 100-prozentige Anfallsfreiheit gebracht.

Ich an Deiner Stelle würde alle Unterlagen zusammenstellen, kopieren lassen und einen Ordner anlegen, am besten zwei oder drei Ordner mit jeweils allen wichtigen Unterlagen. Mit diesen Arztberichten würde ich bei Gelegenheit ein Epilepsie-Zentrum aufsuchen und fragen, ob ein weiteres Monitoring erfolgen kann und von der Kasse bezahlt wird. Bei diesem Monitoring könnte als Erstes geprüft werden, ob die Diagnose „bilaterale fokale Epilepsie“ überhaupt stimmt. Selbst wenn bisher drei oder vier Kliniken die Diagnose im Arztbericht stehen hatten, ist es damit nicht gesichert, dass sie stimmt.

Wenn Du Glück hättest, könnten die Neurologen nach erfolgtem Monitoring einen Medikamenten-Mix zusammenstellen, der Deine Gesamtsituation auf Dauer verbessen würde. Für Versuche mit Cannabis würde ich nicht zu viel Zeit investieren. Bei den Versuchen mit dem neuen Medikament wünsche ich viel Erfolg!

Viele Grüße
Anton

Hallo Anton
Bei mir war die OP 2013 eine Hippokampus- Sklerose links. Ich danke dir für diese Nachicht und werde mich mal ein einem neuen EPI Zentrum umschauen. Jedenfalls Ruhe bekomme ich keine, so wie mir vorkommt. Was auch ist, die Medikamene haben extreme Nebenwirkungen. Schlechte Konzentation, Vergesslichkeit extrem und Müdigkeit.

Viele Grüße
Roy