Notaufnahme oder Zuhause bleiben?
KaMa01, Monday, 13.04.2026, 22:01 (vor 28 Tagen)
Ich habe einfach Fokale Anfälle,
Karfreitag 20 an der Zahl, in der Regel sind es epigastische und somatosensible Auren mit anhaltenden Druckgefühl.
Jetzt hatte ich Karfreitag ab 00:05 Uhr bis ca 20:00 Uhr in Abständen von 10 - 30 - 45 - 60 Minuten mit einer Dauer von gefühlt ein paar Sec bis 3-4 Minuten.Gegen 19:00 Uhr nahm ich meine abendliche Dosis Lamotrigin und da es nicht besser wurde 30 Minuten später eine weitere 100 mg, allerdings eine andere Firma als sonst, ca 15 Minuten später folgte ein Intensiver langanhaltender Anfall bzw 3 aufeinander folgende mit ein paar Millisekunden Abstand, ich rief dann in der Notaufnahme an, zweimal hatte ich eine telefonisch-neurologische Notfallberatung in der Notaufnahme, die mir diesesmal von der Leitstelle der ZNA mit dem Argument dass das grob fahlässig wäre verweigert wurde und ich darum gebeten wurde in die Notaufnahme zu kommen, schon einmal war ich auf Empfehlung zweier Oberärzte und Bereitschaftsdienst in der Notaufnahme wo ich von der Diensthabenen Assistenzärztin gefragt wurde was ich in der Notaufnahme mache wenn es bei Art und Intensität der Anfälle bleibt, so wie das die Beschwerdemanagementmitarbeitende der Annahme ist, das akut erst dann akut ist wenn eine sofortige Intervention erforderlich ist um eine Verschlechterung zu vermeiden, ich hatte nun 2 Möglichkeiten zur Auswahl:
1. Einen Spatziergang zur reitsüberfluteten Notaufnahme und dort stundenlang rumsitzen mit dem Bedarf zu liegen und dem Risiko in der Notaufnahme und/oder auf dem Weg dorthin weitere Anfälle zu bekommen oder
2. Dem Bedarf nach liegen und Ruhe nachzukommem, Zuhause zu bleiben mit dem Risiko einen Status Epilepticus zu entwickeln.
Ich habe mich dann entschieden meinem Bedarf nach Liegen und Ruhe nachzugehen und bin Zuhause geblieben.
Was macht man in so einer Situation?
Notaufnahme oder Zuhause bleiben?
Lilli, Tuesday, 14.04.2026, 08:47 (vor 27 Tagen) @ KaMa01
Hallo.
Ich möchte ( und darf ich auch noch weil ich keine Ärztin bin ) Dir nicht schreiben oder darüber entscheiden was in dieser Situation richtig ist.
So wie Du die Häufigkeit beschreibst klingt es aber nicht gut und würde ich dringend mit Deinem Neurologen oder Neutologin besprechen. Ich habe struktuelle Epilepsie mit komplex fokalen Anfällen und kenne solche Zeiten auch. Auch an einem Status epilepticus wäre ich im vergangenen Jahr beinahe gestorben.
Auch möchte ich Dir mitteilen dass es für solche Situationen Notfallmedikamente gibt die diese Zustände / Auren und Anfälle beenden. Denn das reguläre Medikament Lamotrigin ist nicht für solche Situationen gedacht und ändert weder etwas noch beendet es die Zustände. Es bringt also nichts ( eigenständig ) eine weitere Dosis zu nehmen.
Bzgl. der Notfallmedikation habe ich das zum Beispiel weil aufgrund der strukturellen Epilepsie und der Empfindlichkeit meines Gehirn auf auslösende Reize sehr schnell sensibel reagiert und meine Anfälle dazu neigen eskalieren zu können sodass es zu einem weiteren Status führen kann. Ich bin daher darauf angewiesen frühzeitig zu handeln und diese zu unterbinden. Vor allem dann wenn es so kommt wie Du es beschreibst wenn die Anfälle und auch Auren so stark ausgeprägt sind.
Dies ist aber nur meine Erfahrung und mein Gefühl auf das ich immer hören und vertrauen kann. Und ich weiß auch ( wie sicherlich viele hier ) wie schlimm und belastend das sein kann.
Bitte bespreche das zeitnah und nach Möglichkeit mit einem Neurologen oder einer Neurologin.
--
Wie und was sich auch immer gerade in Deinem Leben zeigt:
Sei lieb zu Dir.
Notaufnahme oder Zuhause bleiben?
KaMa01, Tuesday, 14.04.2026, 21:17 (vor 27 Tagen) @ Lilli
Hallo.
Ich möchte ( und darf ich auch noch weil ich keine Ärztin bin ) Dir nicht schreiben oder darüber entscheiden was in dieser Situation richtig ist.
So wie Du die Häufigkeit beschreibst klingt es aber nicht gut und würde ich dringend mit Deinem Neurologen oder Neutologin besprechen. Ich habe struktuelle Epilepsie mit komplex fokalen Anfällen und kenne solche Zeiten auch. Auch an einem Status epilepticus wäre ich im vergangenen Jahr beinahe gestorben.
Auch möchte ich Dir mitteilen dass es für solche Situationen Notfallmedikamente gibt die diese Zustände / Auren und Anfälle beenden. Denn das reguläre Medikament Lamotrigin ist nicht für solche Situationen gedacht und ändert weder etwas noch beendet es die Zustände. Es bringt also nichts ( eigenständig ) eine weitere Dosis zu nehmen.
Bzgl. der Notfallmedikation habe ich das zum Beispiel weil aufgrund der strukturellen Epilepsie und der Empfindlichkeit meines Gehirn auf auslösende Reize sehr schnell sensibel reagiert und meine Anfälle dazu neigen eskalieren zu können sodass es zu einem weiteren Status führen kann. Ich bin daher darauf angewiesen frühzeitig zu handeln und diese zu unterbinden. Vor allem dann wenn es so kommt wie Du es beschreibst wenn die Anfälle und auch Auren so stark ausgeprägt sind.
Dies ist aber nur meine Erfahrung und mein Gefühl auf das ich immer hören und vertrauen kann. Und ich weiß auch ( wie sicherlich viele hier ) wie schlimm und belastend das sein kann.
Bitte bespreche das zeitnah und nach Möglichkeit mit einem Neurologen oder einer Neurologin.
Ich habe das Selbe wie du, ich habe ein strukturelle Epilepsie mit einfach fokalen gelegentlich auch komplex - fokale Anfällen, sehr selten psychomotorische, eine beidseitige Hippocampussclerose rechts ausgeprägter + eine Genveränderung, die Krankheitsrelevanz ist unklar. Mein ehemaliger Neurologe der seit 6 Jahren Privatpatienten behandelt verschrieb mir damals 10 mg Frisium da habe ich aber den Eindruck das mir das nichts bringt, meine Epilepsie Ambulanz verschrieb mir letztes Jahr erstmals Buccolam 5 mg zur Anwendung für die Mundhöhle, ich habe mich zur Erstanwendung und vorallem nachdem ich was von Atemlähmung und Atemdepression gelesen habe nicht rangetraut. Vor 2 Jahren hat mein ehemaliger Neurologe eine Kompination von Lamotrigin und Lacosamid empfohlen und als ich in der Notaufnahme anrief und glücklicherweise mein Epileptologe in der ZNA war, empfahl er mir auch 2x (wenn 1x nicht ausreicht) 50 mg Lacosamid zur eigentlichen Dosis dazuzunehmenn, die zweite 50 mg war auch notwendig aber in die Notaufnahme musste ich nicht. Lacosamid wurde ich zwischen abgesetzt. Wie oben beschrieben habe ich das schon mal gemacht das ich 100 mg Lamotrigin zusätzlich genommen habe und da hat es mir geholfen nur war es da im Gegensatz zu Karfreitag der Unterschied das es die selbe und keine andere Fremdfirma zu den anderen Lamotrigindosen war.
2023 als ich noch Versuchsweise Lamotrigin und Lacosamid genommen habe wurde die Dosis nach einem Aufenthalt in der Notaufnahme für beide Medikamente auf 200 mg Tagesdosis angepasst, nach ein paar Tagen bekam ich starke Kopfschmerzen davon, nach Reduktion von Lamotrigin waren sie zun Glück wieder weg, Lacosamid wurde mit einer anderen Ambulanz weil es 2 Natriumkanalblocker sind ausgeschlichen.
Notaufnahme oder Zuhause bleiben?
Lilli, Wednesday, 15.04.2026, 08:46 (vor 26 Tagen) @ KaMa01
Guten morgen.
Dasmals bei meinem ersten schweren Krampfanfall bekam ich ( weil ein Zugang nicht möglich war ) Tavor als expidet. Das hat den Status nicht durchbrochen. Im Nachhinein bekam ich rektales Diazepam was auch den gewünschten Effekt erzielt hat. So kam ich lange Zeit mit Diazepam 10 mg als rektale Gabe. Als ich dann vor gut anderthalb Jahren zum ersten Mal umkippte war eine rektale Gabe nicht möglich weil sich das niemand zugetraut hat und in aller Öffentlichkeit natürlich auch nicht ideal. So bekam ich sowohl Dormicim 7,5 mg ( bei frühen Warnzeichen ) als auch Buccolam 10 mg z.A in der Mundhöhle wenn ich bei Anfällen bewusstlos werde. Bei mir dann sofort Medikamente gegeben werden weil es bei mir sehr schnell zu Generalisierung kommen kann. Auch wenn ich vorher ( ich bin sehr empfindlich bzgl. epileptischen Triggern ) 7,5 mg eingenommen habe.
Ich kann Deine Sorge gut verstehen. Ich wusste bzgl. der Atmung vorher schon Bescheid. Aber es KANN und muss nicht passieren. Mir hilft das sehr gut und im letzten Jahr hat es mir auch das Leben gerettet. Ich möchte Dir nichts aufzwingen aber vielleicht hilft es Dir etwas positives darüber zu lesen. Wenn man es nicht ausprobiert weiß man vorher nicht ob es gut ist und wirkt.
Alles Liebe.
--
Wie und was sich auch immer gerade in Deinem Leben zeigt:
Sei lieb zu Dir.
Notaufnahme oder Zuhause bleiben?
Lizzy, Tuesday, 14.04.2026, 08:49 (vor 27 Tagen) @ KaMa01
Guten Morgen KaMa01,
hattest du denn dann einen Status?
Meine Epilepsieapp sagt ab 10 Anfällen am Tag "gehen sie in die Notaufnahme". Als ich mal beim Arzt angerufen und meine Situation geschildert hatte, hat die Empfangsdame mir gesagt, sie ist dazu verpflichtet, mich darauf hinzuweisen, eine Notaufnahme aufzusuchen, wenn es nicht besser wird.
Du hattest wohl Pech, an eine empathielose Assistenzärztin geraten zu sein. Ich weiß, wie zerstört man auch von Dutzend Auren sein kann, das ist echt kein Spaß! Ich vermute, dass die einfach endlos viel zu tun haben und nur den finalen generalisierten Anfall oder Status als Handlungsbedürftig ansehen.
Hatte mich bisher auch so wie du entschieden- zuhause bleiben.
Vielleicht kannst du deinen Neurologen bitten, dir Notfallmedis zu verschreiben? Ich hatte da Tavor bekommen. Das wirkt erst nach 20 Minuten, aber ein Status geht oft länger...
Und sonst hast du vielleicht Leute, die ein bisschen auf dich aufpassen oder dir Arbeit abnehmen können?
Auf dass das nicht mehr so schnell passiert.🍀🐞
Wenn doch, mal mit den Arzt überlegen, was man an den Medis ändern kann.
lg Lizzy
Notaufnahme oder Zuhause bleiben?
KaMa01, Tuesday, 14.04.2026, 21:36 (vor 27 Tagen) @ Lizzy
Guten Morgen KaMa01,
hattest du denn dann einen Status?Meine Epilepsieapp sagt ab 10 Anfällen am Tag "gehen sie in die Notaufnahme". Als ich mal beim Arzt angerufen und meine Situation geschildert hatte, hat die Empfangsdame mir gesagt, sie ist dazu verpflichtet, mich darauf hinzuweisen, eine Notaufnahme aufzusuchen, wenn es nicht besser wird.
Du hattest wohl Pech, an eine empathielose Assistenzärztin geraten zu sein. Ich weiß, wie zerstört man auch von Dutzend Auren sein kann, das ist echt kein Spaß! Ich vermute, dass die einfach endlos viel zu tun haben und nur den finalen generalisierten Anfall oder Status als Handlungsbedürftig ansehen.
Hatte mich bisher auch so wie du entschieden- zuhause bleiben.
Vielleicht kannst du deinen Neurologen bitten, dir Notfallmedis zu verschreiben? Ich hatte da Tavor bekommen. Das wirkt erst nach 20 Minuten, aber ein Status geht oft länger...
Und sonst hast du vielleicht Leute, die ein bisschen auf dich aufpassen oder dir Arbeit abnehmen können?
Auf dass das nicht mehr so schnell passiert.🍀🐞
Wenn doch, mal mit den Arzt überlegen, was man an den Medis ändern kann.
lg Lizzy
Hallo,
zu einem Status kam es zum Glück nicht, der Serien Anfall von 3 in Folge schien der Höhepunkt gewesen zu sein, danach tauchten keine meher auf an dem Tag, Kopfschmerzen hatte ich 2-3 Tage später noch.
Leider gibt es nicht mehr so viele Ärzte die Emphatie, Mitgefühl und Verständnis für Patienten haben was sie andersrum aber einfordern
Während gestern die Hämatologin (Leukopenie) mich nach meinen Anfällen fragte und ich ihr sagte am Karfreitag 20 Anderzahl gehabt zu haben fragte sie mich wann ich wieder in der Neurologie sei, meiner aktuellen Ambulanzärztin und dem Leitenden Oberarzt der Neurologie habe ich eine Informationsmail geschrieben und nach dessen Einschätzung um Rückmeldung gebeten, die Nachricht wurde von beiden Ärzten noch während des Wochenendes gelesen blieb ander unbeantwortet, offenbar sahen beide keinen Bedarf, die Leitstelle las die Mail am Freitag antwortete ebenfalls nicht. Mein ehemaliger Arzt der seit 2020 nur noch Privatpatienten behandelt verordnete 10 mg Frisium wo ich den Eindruck hatte das mir das nichts bringt, meine Ambulanz verordnete letztes Jahr erstmals 5 mg Buccolam für die Mudhöhle, zur Erstanwendung wegen der Nebenwirkung der Atemdepression und Atemlähmung habe ich Bedenken.
Notaufnahme oder Zuhause bleiben?
Lilli, Wednesday, 15.04.2026, 10:58 (vor 26 Tagen) @
KaMa01
bearbeitet von Lilli, Wednesday, 15.04.2026, 11:01
Hallo.
Mehrere Anfälle hintereinander kenne ich auch sehr gut. Aber auch diese gehören einer medikamentösen Behandlung. Und auch ( zumindest bei mir ) wenn Auren über Stunden bleiben bzw. immer stärker werden. Ich soll diese auch ( nach Möglichkeit und Häufigkeit ) „unterbinden. Ich bin aber auch so eine Kandidatin die manchmal und obwohl ich es besser weiß manchmal zu spät ( selbst ) handle. Und wenn mich ein sehr bedrohliches Gefühl einnimmt oder „verfolgt“ soll ich nach Möglichkeit immer gleich zu meiner Hausärztin kommen. Meist gibt es bei mir noch eine relative Zeitspanne die das noch möglich macht. Wobei sie auch unmittelbar in meiner Nähe ist.
Bzgl. Notaufnahme kenne ich auch das weil ich dann denke: „das ist nicht so schlimm und geht bestimmt bald wieder“ und meistens kommt es wenn es kurze Zeit später eigentlich schon zu spät ist. Da musst Du gut auf Dein Gefühl hören und solltest Dich nicht „abwimmeln“ lassen. Es ist ( wenn auch in anderem Kontext ) Dasselbe wenn Du mit leichten Brustschmerzen eingeliefert wird und dann aber keine Symptome mehr hast / wirst entlassen und hast später einen Herzinfarkt weil es niemand ernst genug genommen hat. Da gibt es viele Symptome die auf einen Infarkt hindeuten können und das ist bei solchen Anfällen ähnlich wenn man sie nicht rechtzeitig behandelt. Dabei geht es ( auch ) um Frühwarnzeichen. Es ist nicht erst ein Anfallsgeschehen wenn sichtbare Krämpfe auftreten.
Aber auch ich habe mich eher dazu entschieden zu Hause zu bleiben und mich seitlich hinzulegen. Und ich glaube wenn man genug seiner Anzeichrn und Auren erkennt kann das auch zu Hause gehen sofern es nicht eskaliert. Bei mir treten nahezu ( fast ) immer die selben Symptome auf ( vor einem Anfall ) in unterschiedlicher Intensität. Und dann kenne ich es wenn etwas kleines oder evtl. auch etwas Größeres kommen könnte. Die großen Anfälle kündigen sich bei mir aber auch oft auch Tage vorher an ohne es gleich richtig wahrzunehmen. Beim letzten Anfall bekam ich kurze Zeit später zu allem Übel auch eine Migräne. Kopfschmerzen sind mir danach ebenfalls sehr vertraut.
Passe bitte gut auf Dich auf!
Bzgl. des Buccolams: mir ist bisher nichts passiert. Denke daran dass es passieren kann aber nicht zwingend muss und bei mir war das auch noch nie der Fall. Wenn es Dir aber kein gutes Gefühl gibt ist das auch in Ordnung. Jeder Mensch ist und reagiert anders auf Medikamente.
--
Wie und was sich auch immer gerade in Deinem Leben zeigt:
Sei lieb zu Dir.