Medikamentenumstellung wegen Übelkeit
Hallo,
es geht um meine Tochter mittlerweile 19 Jahre.
In der Pubertät mit 14 Jahre hatte sie erstmalig einen Grandmal Anfall. Nach Aufnahme in der Klinik hieß es epileptische Potentiale vorhanden, langsamer Beginn mit Lamotrigin. Während der Aufdosierungsphase ging es dann richtig rund. Grandmal Anfälle mit Zungenbiss und Atemstillstand, ungedämpft durch Lamotrigin in kurzen Abständen, man dosierte Levetiracetam hinzu. Sofortiger Stillstand der Anfälle, allerdings war sie zu nix mehr zu gebrauchen nur noch am schlafen.
Man sagte Lamotrigin wäre mittlerweile auf der Enddosis angelangt, Monotherapie sowieso erstrebenswert also wieder langsames abdosieren von Levetiracetam. Sobald Levetiracetam raus war kam der nächste Anfall.
Bis Einweisung zur Langzeit-Überwachung empfahl die Kinderneurologin zumindest eine kleine Dosis Levetiracetam 2x 125mg, zusätzlich zu 2x tgl. 150mg Lamotrigin. Wieder sofortige Anfallsfreiheit.
In der Langzeitüberwachung lies man das Lamotrigin unangerührt (was ich nicht verstand) und ersetzte das Levetiracetam durch 2x 50 mg Briviact (das mache weniger müde, wobei sie auch mit Levetiracetam 2x 125 mg anfallsfrei und wenig müde war).
Es besteht nun unter der Dosierung 2x 150 mg Lamotrigin und 2x 50mg Briviact schon fast 3 Jahre Anfallsfreiheit.
Wir sind darüber sehr froh, da ihre Anfälle tatsächlich lebensgefährlich waren (fiel völlig unkontrolliert + Atemstillstand + Bewusstlosigkeit). Allerdings quält sie sich nun schon bald 6 Monate mit Übelkeit bei Kopfbewegung und Schwindel, was sie mittlerweile im Alltag extrem einschränkt. Mir und ihren Freundinnen fällt auch zunehmend ihre Vergesslichkeit und "verpeilt" sein auf. HNO-Arzt ist ohne Befund.
Es tut mir total Leid sie so zu sehen, allerdings habe ich auch massive Angst vor einer Umstellung, da die Anfälle halt wirklich extrem gefährlich sind.
Eure Erfahrungen würden mich sehr interessieren und ob man sowas dann nicht besser stationär macht.
Viele Grüße
Elke