Erfahrungsbericht Vimpat Suizidgedanken nach OP
Guten Tag,
ich möchte kurz meine Erfahrung teilen, um aufzuklären, in der Hoffnung, dass niemand in Zukunft Ähnliches erleben muss.
Vor sieben Monaten wurde bei mir der rechte Hippocampus sowie die Amygdala entfernt. Vor der Operation nahm ich fünf Jahre lang Vimpat ohne jegliche Nebenwirkungen. Etwa drei Wochen nach der Operation begann ich langsam, Gedanken an Suizid zu haben. Zunächst machte ich mir keine Sorgen und dachte, dass mein Gehirn einfach überfordert mit der Situation sei.
Mit der Zeit wurden diese Gedanken jedoch immer intensiver, besonders in den Stunden, in denen der Wirkstoff seinen Höhepunkt im Blut erreichte. Aus den Gedanken entwickelte sich ein starker Drang. Schließlich entschied ich mich, mich freiwillig in die Psychiatrie zu begeben, weil ich Angst um mein Leben hatte.
Als das Medikament langsam abgesetzt wurde, bemerkte ich, wie die Intensität der Suizidgedanken nachließ, auf die gleiche Weise, wie sie zuvor aufgebaut worden war. Nach etwa einem Monat konnte ich die Psychiatrie verlassen. Seitdem geht es mir sehr gut. Rückblickend bin ich sogar ein wenig dankbar für diese Erfahrung und teile dies gerne, um andere zu warnen und zu verhindern, dass jemand in eine ähnliche Lage gerät.
Wünsch jedem von Euch Lesern Alles Gute!:)