Erfahrungsbericht Vimpat Suizidgedanken nach OP

pit22, Wednesday, 29.04.2026, 15:34 (vor 12 Tagen)

Guten Tag,

ich möchte kurz meine Erfahrung teilen, um aufzuklären, in der Hoffnung, dass niemand in Zukunft Ähnliches erleben muss.

Vor sieben Monaten wurde bei mir der rechte Hippocampus sowie die Amygdala entfernt. Vor der Operation nahm ich fünf Jahre lang Vimpat ohne jegliche Nebenwirkungen. Etwa drei Wochen nach der Operation begann ich langsam, Gedanken an Suizid zu haben. Zunächst machte ich mir keine Sorgen und dachte, dass mein Gehirn einfach überfordert mit der Situation sei.

Mit der Zeit wurden diese Gedanken jedoch immer intensiver, besonders in den Stunden, in denen der Wirkstoff seinen Höhepunkt im Blut erreichte. Aus den Gedanken entwickelte sich ein starker Drang. Schließlich entschied ich mich, mich freiwillig in die Psychiatrie zu begeben, weil ich Angst um mein Leben hatte.

Als das Medikament langsam abgesetzt wurde, bemerkte ich, wie die Intensität der Suizidgedanken nachließ, auf die gleiche Weise, wie sie zuvor aufgebaut worden war. Nach etwa einem Monat konnte ich die Psychiatrie verlassen. Seitdem geht es mir sehr gut. Rückblickend bin ich sogar ein wenig dankbar für diese Erfahrung und teile dies gerne, um andere zu warnen und zu verhindern, dass jemand in eine ähnliche Lage gerät.
Wünsch jedem von Euch Lesern Alles Gute!:)

Erfahrungsbericht Vimpat Suizidgedanken nach OP

Anici, Monday, 04.05.2026, 22:49 (vor 7 Tagen) @ pit22

Hallo Pit und schön, dass es Dir nun besser geht, das ist schön zu lesen.

Leider können die Einen oder Anderen Präparate genau das bewirken, suizidgedanken! Wenn man das einmal weiß, dann reagiert man auch entsprechend. Deshalb rate ich immer dringend, sich die Packungsbeilagen durchzulesen, gerade bei Medikamenten, die auf und im Gehirn wirken.

Ich weiß, dass bei diesem Thema gern abgewunken wird ... und es wird verharmlosend davon abgeraten. Ich sehe das anders. Ich lese immer die Packungsbeilagen und recherchiere zum Nebenwirkungsprofil. Ich weiß, dass das viele leider nicht machen.

Zum Glück hast Du Dir Hilfe gesucht!

Alles Gute Dir!

Anici

Guten Tag,

ich möchte kurz meine Erfahrung teilen, um aufzuklären, in der Hoffnung, dass niemand in Zukunft Ähnliches erleben muss.

Vor sieben Monaten wurde bei mir der rechte Hippocampus sowie die Amygdala entfernt. Vor der Operation nahm ich fünf Jahre lang Vimpat ohne jegliche Nebenwirkungen. Etwa drei Wochen nach der Operation begann ich langsam, Gedanken an Suizid zu haben. Zunächst machte ich mir keine Sorgen und dachte, dass mein Gehirn einfach überfordert mit der Situation sei.

Mit der Zeit wurden diese Gedanken jedoch immer intensiver, besonders in den Stunden, in denen der Wirkstoff seinen Höhepunkt im Blut erreichte. Aus den Gedanken entwickelte sich ein starker Drang. Schließlich entschied ich mich, mich freiwillig in die Psychiatrie zu begeben, weil ich Angst um mein Leben hatte.

Als das Medikament langsam abgesetzt wurde, bemerkte ich, wie die Intensität der Suizidgedanken nachließ, auf die gleiche Weise, wie sie zuvor aufgebaut worden war. Nach etwa einem Monat konnte ich die Psychiatrie verlassen. Seitdem geht es mir sehr gut. Rückblickend bin ich sogar ein wenig dankbar für diese Erfahrung und teile dies gerne, um andere zu warnen und zu verhindern, dass jemand in eine ähnliche Lage gerät.
Wünsch jedem von Euch Lesern Alles Gute!:)