Re: ohneMedikamente???!!

Ramona M. @, Thursday, 06.07.2006, 23:27 (vor 7351 Tagen) @ juli

Hi, also ich bin eine Mutter von einem Kind dass mit einem Jahr Epi bekommen hat... Sicher kannst du dir vorstellen, wie es ist, wenn man ein Kind hat, dass völlige Rückschläge durch solch einen Anfall bekommt. Kurz ich habe im Kidron ( Epicentrum in Bethel für Kinder) mitbekommen, dass Entzugsanfälle, bei Medi wechsel sehr häufig vorkommen, auch meine Tochter hat Orfiril bekommen und war völlig aufgedreht unkonzentriert und nicht mehr sie selbst. Man konnte sie vergleichen mit einem Pingpongball. In Bethel wollte man sie umstellen, was ich nicht zustimmte. Ich schlich mit Orfiril raus, das heisst ich nahm alle 2 Wochen immer weniger an mg. Also von 300 auf 150 morgens, drei wochen später wieder abends von 300 auf 150mg und dann vier wochen später wieder 75 mg weniger usw. Ich bin sehr langsam rausgeschlichen. Sie hatte lange nicht mehr den sicheren Schutz, den die Ärzte kennen, aber sie hatte da auch keinen Anfall. Als ich nach ca 4 Monaten endlich raus war, bekam sie ihre Anfälle erst alle 14 Tage einmal dann verkürzte sich der Abstand. So dass ich auf Keppra wechselte. Abends fing ich an mit 250mg und nach 1 Woche 250 mg abends. Da ging es 2 wochen gut, bis ich auf die Enddosis 500 mg erhöhte wie vorgeschrieben. Zwei Tage später bekam sie ihren Anfall des Lebens. Mit Notarzt, Narkose und Intensiv war alles drinne, weil sie nicht rauskam. Aber als wir wieder runter gegangen sind mir der Medikation auf 250 m u. a. sind wir anfallsfrei. was meinen Neurologen völlig entfremdet. Er kennt es nicht so, da normalerweise keine Wirkung sein kann. Ich sollte nämlich Lamictal zusätzlich geben zu Keppra. Jetzt sind wir schon 4 Wochen anfallsfrei und das mit einer niedrigen Dosis; völlig unerklärlich, aber sie ist viel besser drauf und gut so. Möchte noch hinzufügen, dass mein Kind keine Auffälligkeiten im EEg und MRT hat: es ist alles normal..
Mein Tipp: wenn aufhören, dann ganz langsam und viel Zeit nehmen dafür: ich finde: manchmal ist weniger mehr.Nicht die Enddosis ist entscheidend, sondern die Wirkungsweise eines Medis bei jeder einzelnen Person
'Die Ärzte sagen doch selbst, jede Epi ist anders zubewerten; warum ist es bei den Medis nicht anders??
Übrigens gibt es viele Medis wo man mit Entzugsanfällen rechnen muss; Keppra ist eines von vielen; also immer langsam sehr langsam raus gehen
Liebe Grüsse Ramona


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