Re: tetanischer Anfall

Fred @, Tuesday, 01.08.2006, 19:26 (vor 7325 Tagen) @ Renate

Hallo Renate,
Info zum tetanischen Anfall:

Die Beschwerden der Patienten beruhen auf der Erniedrigung des Kalziumspiegels infolge des Mangels an Parathormon und äußern sich vorwiegend an der Muskulatur. Das Erscheinungsbild wird als Tetanie bezeichnet. Tetanie bedeutet soviel wie Krampfkrankheit. Damit ist das Charakteristische dieser Erkrankung bereits beschrieben. Im typischen Fall stehen Krämpfe der Gesichtsmuskulatur sowie der Muskulatur von Armen und Beinen im Vordergrund.

Ein tetanischer Anfall beginnt meist mit Empfindungsstörungen, wie z.B. einem Kribbeln in Unterarmen, Händen und Mundregion, verbunden mit psychischen Erscheinungen, wie Angst, Reizbarkeit und Unruhe. Im weiteren Verlauf kommt es zu Muskelkrämpfen mit einer typischen "Pfötchenstellung" der Hände und bei Beteiligung der Unterschenkel und Füße zur "Spitzfußstellung". Durch die Verkrampfung der Gesichtsmuskulatur entsteht die typische "Fischmaulstellung". Wenn die Muskulatur der inneren Organe, wie z.B. des Darmes oder der Harnblase, in das Krampfgeschehen mit einbezogen wird, treten Durchfälle und Harndrang auf. Krämpfe der Atemmuskulatur führen zu Atemnot. Das Bewusstsein ist während des Anfalls nicht beeinträchtigt. Ein tetanischer Anfall kann Minuten aber auch viele Stunden dauern und ist nur durch die intravenöse Gabe von Kalzium zu beenden.


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