Re: Re: Re: Re: atonischer/astatischer anfall??

Julia aus Lauffen/ Neckar @, Monday, 20.11.2006, 20:08 (vor 7214 Tagen) @ rea

[zitat=Julia aus Lauffen/ Neckar]Hallo Rea,tut mir leid dass ich erst jetzt schreibe.
Meine Anfälle begannen im Kleinkindalter mit 3 Jahren. Da ich meine Anfälle schlampigerweise bisjetzt nie dokumentiert habe, kann ich es dir nur ungefähr sagen. Ich hatte in der Schule immer Ruhe und fast nie Anfälle, musste nur regelmäßig zur Kontrolle. Als es bei mir mit Berufseinstieg und persönlichen Problemen (Suizid meiner Schwester) losging, hatte ich das Gefühl das meine Anfallssituation schlechter wurde. Anfallssituationen können unter anderem auch mit psychischer Belastung zusammenhängen, muss aber nicht. Ich wurde schlecht in der Berufsschule und schnitt jeweils nie gut ab. Ich war unkonzentriert und deprimiert. Die Medis wirkten nicht mehr so wie sie sollten. Das fing alles mit 18 Jahren an und zog sich zäh bisjetzt durch. Es wurde eine Medikamentenodysee und Ausprobiererei. 2mal war ich stationär in Kehl-Kork. Jeweils 6 Wochen.
Momentane Anfallssituation sieht so aus: Ich bemerke entweder tagsüber eine Aura im linken Arm als Kribbeln. Dann können immer wieder Pausen entstehen. Und dieses Kribbeln kommt immer wieder. Dann kann dieser einfache fokale Anfall zum generalisierten Anfall werden und ich habe meinen Aussetzer.Sitze ich nicht, kann ich stürzen.

Also merkst du deine Übelkeit- SETZEN!

Ich werde unglaublich müde. Letztes Mal hat mein Freund das mitbekommen. Er meinte ich hätte gesagt:" Ich bin so müde. Ich will schlafen. Wo ist meine Decke?" Davon wußte ich nichts.Ich habe 30 min gepennt. Dann bin ich aufgewacht und wußte von nichts. Dieses komische Nesteln am Körper habe ich bei großen Anfällen auch immer.
Nachts hatte ich schon öfter Backen- und Zungenbisse. Äußerst schmerzhaft, vor allem in der Zunge. Diese Anfälle bekomme ich jedoch nicht mit. Daher weiß ich nicht richtig, ist das ein Anfall, oder träume ich nur rege...?! Die Ärzte gehen davon aus dass es Anfälle sind.
Morgen muss ich ich nüchtern in Kehl sein um 9 Uhr. Vielleicht komm ich in eine Studie mit rein und meine Anfallssituation bessert sich. Ich habe ein- zweimal im Monat Anfälle. Es ist erträglich, aber ich weiß nie wann sie kommen...Konnte ich dir helfen? Liebe Rea, bitte verzweifle nicht und nimm weiter teil am Leben. So wie ich das gelesen habe, bist Du schon älter. Deshalb ist es auch schwerer zu aktzeptieren, wenn es der Fall Epilepsie wäre. Ich bitte Dich, sei weiterhin ein froher Mensch.

Liebe Grüße Julia


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