Re: Ignorierung Krampfanfälle
[zitat=Manuela]Hallo, ich selbst bin indirekt betroffen durch meinen Freund (50) (getrennt lebend in eigener Wohnung und anderen Arbeits- und Wohnort), aber das Problem ist trotzdem riesengroß für mich. Er hatte im August, Oktober und jetzt im November große Krampfanfälle.
Beim letzten Anfall war ich persönlich hautnah dabei, die ersten kamen unvermittelt im Büro, das erste Mal ohne Zeugen, der zweite mit dazukommenden Arbeitskollegen. Er hat mindestens 6 Minuten gekrampft, um sich geschlagen, hatte Prellungen, blaue Flecken, zerbissene Zunge, halb ausgerenkte Arme etc. , war ca. 20-30 Minuten bewusstlos, nicht ansprechbar.
Die ersten Vermutungsdiagnosen der Notärzte lauteten jedes Mal Epilepsie. Nachdem er
diese Vermutung hörte und weiß, dass damit Fahrverbot verbunden ist, belügt er die Ärzte, erzählt nur Halbwahrheiten (kurzzeitige Bewusstlosigkeit ohne Erinnerung), trickst mit
zugeschnittenen Stressgeschichten. Nach dem letzten Anfall konnte ich ihn überreden ins Krankenhaus zu gehen. Da er da auch nur von dreimaliger kurzzeitiger Bewusstlosigkeit gesprochen hat, haben die Ärzte vorwiegend in Richtung Schlaganfall/Bluthochdruck untersucht, der auch jetzt vorhanden ist. Er ist nach seiner Entlassung sofort in seinen Wohnort gefahren, um unbequemen Fragen auszuweichen, ist weiter krankgeschrieben, wird weiter
untersucht (z.B. Termin für Wirbelsäulenuntersuchung).
Was soll ich nur machen, so viel Ignoranz und Verantwortungslosigkeit habe ich noch nicht
erlebt. Er blockiert absolut und verbietet mir jegliche Einmischung.
[/zitat]
Hi Manuela,
ich glaube einfach das er Angst hat seine "Krankheit" (obwohl Epi. ja gar keine "Krankheit" ist) zu akzeptieren. Das ist auch nicht so einfach, eben noch alles in Ortnung und dann auf einmal bumm. Aber er MUß lernen Epilepsie zu akzeptieren! Ohne das wird es nur noch schlimmer. Wenn er Epi. hat, muß er auch Medis. haben und die verhindern eigendlich die Anfälle. Dann hat er auch keine Prob. mit seiner Arbeit/kolegen. Oder hat er dies schon? Zumindest muß er es akzeptieren das er Epi. hat. Ich kann Dir nur eines raten, versuche Ihn zu überreden das er endlich ehrlich zu sein Ärzten sein soll. Das bringt nichts, es wird höchstens nur noch schlimmer und das kann im Notfall sehr tragisch enden.Was wir nicht hoffen wollen. Ich wünsche Dir zumindest alles gute das Du ihn mit Erfolg überreden kannst/wirst.
Grüße BiMaJu
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- Ignorierung Krampfanfälle -
Manuela,
23.11.2006, 16:42
- Re: Ignorierung Krampfanfälle - BiMaJu, 23.11.2006, 19:12
- Re: Ignorierung Krampfanfälle - Julia aus Lauffen/ Neckar, 24.11.2006, 18:28