Re: Epilespie im Bewerbungsschreiben erwähnen?

cokie @, Wednesday, 24.01.2007, 10:08 (vor 7149 Tagen) @ Roland

Hallo Roland,

ich habe es einmal im Bewerbungsschreiben angegeben und sofort die Absage erhalten, obwohl mein Vater in der Firma gearbeitet hat und mein Bewerbungsschreiben eigentlich nur noch eine Formalität sein sollte.... Danach habe ich es immer so gehandhabt, dass ich beim Vorstellungsgespräch zum Schluß - wenn ich mich also schon "dargestellt" hatte - gesagt habe, dass ich das ehrlichkeit halber erwähnen möchte und es dem Arbeitgeber selbst überlasse ob er die Schwerbehindertenanerkennung für seine Firma ( Einstellungspflicht für einen Behinderten auf so und so viel Beschäftigte oder Zahlung an Staat...) verwenden möchte oder nicht, ich selbst habe auf jegliche Vergünstigungen verzichtet, mir genügten die Steuervorteile und ich konnte damals immer versichern, dass ich anfallsfrei war. Ein AG hat sich über den Behindertenausweis gefreut. Andere haben mich abgelehnt, wieder andere trotz meiner freiwilligen Verzichtserklärung den Zusatzurlaub gegeben. Alles in allem waren alle mit meiner Ehrlichkeit zufrieden. Ich glaube als gesunde Basis für nen guten Job und ne gute Stimmung in der Firma ist es immer gut ehrlich zu sein. Nehmen sie dich dann nicht wäre es im ernstfall auch nur noch schlimmer wenn du es nciht gesagt hättest. Im Endeffekt habe ich immer einen Job bekommen, obwohl ich außerdem Frau bin und drei Kinder habe und zeitweise auch alleinstehend war. Also es ist machbar. Meine längste Arbeitslosenzeit war 4 Monate, trotz vieler gesundheitlicher Probleme und allem anderen. Jetzt wo es gar nimmer geht bin ich Rentner - und habe auch da lange gebraucht das zu aktzeptieren.
Viel Glück bei deinen Bewerbungen und vor allem dann später viel Spass am Job! LG Cordula


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