Re: Re: 1. Anfall seit 2,5 Jahren

sven @, Sunday, 18.03.2007, 20:42 (vor 7096 Tagen) @ Sebastian

[zitat=Blizzard][zitat=Sebastian]Hallo zusammen

Meinen ersten Anfall hatte ich etwa vor 10 Jahren; Typ Grand Mal aus dem Schlaf heraus. Hatte dann noch 2 weitere und dann bekam ich Medikamente. Die Ärztin sagte mir, dass es an dem Sauerstoffmangel lag den ich bei meiner Geburt hatte... Habe die Tabletten bis 2004 genommen und dann wurden sie abgesetzt (nicht plötzlich sondern immer nach und nach).
Nun habe ich vor 1,5 Monaten wieder einen Anfall gehabt.. wieder im schlaf... ich konnte mich, wie schon damals, an nichts erinnern. Meine Freundin war die einzige die das mitgekriegt hat. Sie sagte mir dass der Anfall einige Minuten gedauert hat, so dass sie vor lauter Angst einen Rettungswagen gerufen hat (die Sanitäter konnten natürlich nichts machen und sind dann wieder gefahren nach dem ich zu mir kam). Ich war noch am gleichen Tag beim Neurologen. Dieser machte ein EEG und sagte mir nach dessen Durchsicht, dass es nicht auffälliges zu erkennen gab. Das kam mir komisch vor, aber "ein wenig beruhigt" ging ich wieder heim.
Es kam wie es kommen musste: etwa 2 Wochen später bekam ich wieder einen Anfall. Doch es war nicht das selbe wie sonst: es passierte zwar wieder im Schlaf, aber ich bin kurz vorher von meiner Freundin geweckt worden, da ich wohl irgendwie kurz gezuckt habe; ich sagte ihr, sie solle sich keine Sorgen machen, da ich nur einen Alptraum hatte. Und das ist das merkwürdige; es war so real... ich habe geträumt dass ich eine Treppe hochgehe, dabei den Himmel ansehe und feststellte dass sich dieser ganz schnell verdunkelte und dabei Nebel aufzog. Das hat mich zwar beunruhigt aber ich ging die Treppe weiter hoch... und in einem Augenblick erfasste mich dieser Nebel... und habe gar nichts mehr gesehen... Als ich das meiner Freundin gesagt habe, schlief ich wieder ein und fand mich wieder in diesem Nebel und der Anfall begann (lt. Info meiner Freundin)... Das war so unheimlich und real zugleich, dass ich noch Tage danach und bis heute daran denken muss... Hatte schon mal jemand von Euch solche Erfahrung gemacht? Verdammt, was ist da passiert??? Ich muss am Dienstag wieder zum EEG doch habe ich die Befürchtung dass dieser wieder nichts finden wird... :( :([/zitat]

Hiho,
ich hab seit 16 Jahren Grand-Mal-Epilepsie und bin (zum Glück) jetzt gut eingestellt. Doch das war nciht immer so.
Ich würde deinen Traum als "Aura" einstufen. Es gibt immer wieder Leute, die vor einen Grand-mal seltsame/ erschreckende Erlebnisse haben. Damit muss man erst einmal umgehen lernen, doch kann das helfen. Wenn man lernt, welche Szenarien einen Anfall Einläuten, kann man versuchen, dagegen zu arbeiten mit Gedanken oder aber seine Umgebung schon einmal warnen, sich von Heizkörpern wegbewegen u.ä.
Auch ich hatte viele meiner Anfälle bei Nacht, direkt neben meinen Freund, und sie haben ihn natürlicherweise immer sehr erschreckt. Doch er hat immer zu mir gehalten und hofft jede Nacht mit mir mit. Ich weiss leider nciht genau, wie er sie verarbeitet und wie er es schafft, nicht mehr soviel Sorge zu zeigen, aber das kann u.U. daran liegen, das ich über 2 Jahre nun schon anfallsfrei bin.
Ich weiss nur, dass mein Freund sich viel Zeit genommen und sich über die Krankheit detailiert informiert hat.
Ich nehme meine Medikamente superregelmäßig, das ist natürlich kein Garant für keine Anfälle, doch hält sich dadurch der wirksame Medikamentenspiegel sehr gut im Blut. Ich würde das jeden empfehlen.

Ich hoffe für alle, dass sie anfallsfrei werden und dann bleiben!

[/zitat]
ich kenn das gefühl deiner freundin.bin selber in dieser lage gewesen am mittwoch,sogar gleich 2 mal.irgendwie nimmt mich das immernoch mit.


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