Re: Re: Re: alternative medizin

cokie @, Wednesday, 20.06.2007, 09:53 (vor 7002 Tagen) @ Nicole

[zitat=KATRIN][Hallo Nicole,
als mein Sohn so alt war wie Euer hat er auch begonnen kurz zu krampfen. Ich habe mich ebenfalls gegen Medis gewehrt. (Ist ja nur kurz, ich bin ja immer dabei,...)
mitlerweile ist er fast 8 Jahre alt.
seit seinem fünften Lbj versuchen wir ihn aber doch einzustellen. erstens weil er ja immer selbstständiger wird (Fahrradfahren e.t.c) und zweitens weil ich nicht mehr glaube, das seine Krankheit von alleine aufhört. Seine MRT`s waren auch immer unauffällig. Seine EEG`s jedoch nie. Aber welche Form von Epi er hat, kann unser Arzt auch noch nicht so genau sagen. Mitlerweile sind wir beim dritten Medikament angelangt. Leider ist er immernoch nicht Anfallsfrei, aber er verträgt die Medis soweit ganz gut, also glaube ich auf dem richtigen Weg zu sein.
Ich habe selbsr eine Ausbildung in Naturheilkunde. Aber bei dieser Art der Erkrankung kann man nur unterstützend arbeiten.
Ich hoffe, Dir etwas weitergeholfen zu haben. Wenn Du noch Fragen hast:Nur her damit !
Viele liebe Grüße
KATRIN
[/zitat]

Hallo,

das finde ich mal ganz super, dass mal jemand der selber in Nautheilkunde ausgebildet ist, sagt, das Naturheilkunde nur unterstützend helfen kann! Danke. Sicher ist das mit den Medis und den vielen vielen unangenehmen Nebenwirkungen - die uns oft mehr in Erscheinung treten als die Anfälle, denn die Anfälle werden ja vom Medi verringert bis beseitigt - nicht gerade einfach zu händeln. Und ich kann da auch leider aus Erfahrung sprechen. Im letzten Jahr habe ich versucht meinen durch langjährige Valproateinnahme entstandenen Leberschaden mit ner naturheilkundlichen Leberentgiftung in den Griff zu bekommen... das ging nach hinten los. Ich bin selber Epi und habe zwei Töchter mit Epi. Meine Älteste ist mit 10 Jahren auf Valproat eingestellt worden und hatte einen Leistungsabfall in der Schule. In der Teenagerzeit hat sie im Puperterror die Medikamente eigenmächtig abgesetzt. Sie hatte Glück. Sie war ein paar Jahre anfallsfrei. Jetzt mit 22 begannen vor einem Monat während einer Phase massiven Stress' die Absencen erneut sehr stark. Jetzt fängt das ganze von vorne an und sie wird erneut auf Medis eingestellt, weil es ohne nicht mehr geht. Vor einem knappen Jahr bekam auch meine Jüngste die ersten Absencen. Bei Ihr sind es zum Glück jedoch noch so seltene und auch streßgebundene Ereignisse, dass ich mich im Einverständnis mit ihrem Arzt bislang entschieden habe ihr kein Medi zu geben. Sie geht gerade in die 2. Klasse und noch fällt ihr das Lernen geradewegs zu. -Meine Große hat gerade so den Hauptschulabschluß gemacht. Aber ich bin mir zu 100% sicher dass ich meiner Jüngsten sobald sie mehr "Absencen-tage" als 2 - 3 im halben Jahr bekommt auch Medis geben lassen. Ich habe nachdem ich jetzt durch das mit meiner Großen lange darüber nachgedacht und habe für mich festgestellt, dass es kein Fehler war und ist bei täglichen Absencen (die meine Große damals bereits hatte und die ich auch in mehr als rauhen Mengen habe) Medikamente zu nehmen bzw. seinem Kind geben zu lassen. Auch wenn sie Nebenwirkungen haben. Ich habe im März eine knappe Woche ohne Medis zur Diagnostik in der Uniklinik verbracht. Diese ständigen Absencen haben mich total alle gemacht. Es ist als wenn einem einer einen Balken aufs Gehirn legt, dauernd fehlt dir ein Stück und du weißt nicht was du gerade sagen wolltest, was du gerade tun wolltest, du wirst unsicher und traust dich nix mehr. Für mich als Erwachsene ist das eine verdammt schwere Situation, wie geht es einem Kind, das mit solchem Durcheinander "zwischen den Welten" noch gar nicht umgehen kann. Meine Entscheidung ist dann doch lieber ein bissl mit Geduld nach einem möglichst erträglichen Medi suchen, aber den Kopf so frei wie möglich haben.

Alles Gute und liebe Grüße
Cordula


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