Re: Re: Dissoziative Anfälle - Pseudoepileptsche Anfälle

Marion44 @, Thursday, 16.08.2007, 13:26 (vor 6945 Tagen) @ Martin

Hallo,

so einfach ist das mit einer Zwangseinweisung nicht. Ein Suicidversuch macht das zwar möglich, damit ist aber nur in der Regel eine Kurzzeitunterbringung in einer regionalen psychiatrischen Abteilung einer Klinik angesagt. Ob er von dort dann in eine echte therapeutische Einrichtung kommt, hängt von seiner Bereitschaft ab, sich ernsthaft einer Therapie zu unterziehen.

Das besitzergreifende Verhalten verweist auf genügend Vitalität, die Aggressivität auch. Andererseits scheint kein Einsichtsvermögen vorhanden zu sein, sich mit seiner Realität wirklich auseinander zu setzen. Das wäre aber Voraussetzung. Sonst landet er für vielleicht 2 Wo in einer geschlossenen, um gleich wieder entlassen zu werden.

Manche Menschen müssen wirklich erst ganz unten sein, um dann entweder "unterzugehen" oder den Weg zum Leben zu finden. Deine Freundin unterstützt durch ihre Fürsorge seine Tendenz zu Regression (Alkohol, Koksen, Flüchten in PC Spiele usw.) Dieser Mensch muss erst erwachsen werden und das schafft er nicht durch Co-Abhängigkeit der Freundin. Damit unterstützt sie seine Unreife - auch wenn diese vielleicht aus Verzweiflung entstanden ist.

Sie sollte sich zurückziehen mit dem Zusatz: ich bin für dich da, wenn du an deiner Lebensweise bereit bist etwas zu ändern. So nicht mehr. Und dies wirklich mit aller Konsequenz einhalten. Dann wird man sehen, ob Einsicht folgt oder weiterhin "ein trotziges Kind" agiert.

Dies meine Gedanken dazu.

Marion


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